Aktuelles aus dem Landesverband

Tipps zur richtigen Fahrradbeleuchtung

06.11.18
Kategorie: Aktionen, Presse

Quelle/Source [´www.pd-f.de / Florian Schuh´]


Wer auf dem Rad gut gesehen und als gleichberechtigter Verkehrsteilnehmer wahrgenommen werden möchte, muss für funktionsfähiges Licht an seinem Fahrrad sorgen.


PRESSEMITTEILUNG,
Düsseldorf, den 29.10.2018 -14/2018

Die Tage werden kürzer und spätestens seit der Zeitumstellung auf die Winterzeit gilt: Wer auf dem Rad gut gesehen und als gleichberechtigter Verkehrsteilnehmer wahrgenommen werden möchte, muss für funktionsfähiges Licht an seinem Fahrrad sorgen.

Gesetzlich vorgeschrieben sind:

  • Ein Frontscheinwerfer und ein weißer Reflektor,
  • ein Rücklicht und ein roter Rückstrahler
  • umlaufende Reflexstreifen an Vorder- und Hinterreifen oder gelbe Reflektoren in den Speichen oder reflektierende Speichensticks in allen Speichen sowie
  • je zwei gelbe Reflektoren an den Pedalen.

Für Radanhänger gelten folgende Regelungen:

  • Anhänger ab 60 Zentimeter Breite müssen mit zwei weißen Reflektoren nach vorne sowie einer roten Schlussleuchte und zwei roten Reflektoren auf der Rückseite ausgestattet sein.
  • Anhänger mit mehr als 1 Meter Breite benötigen zusätzlich eine weiße Frontleuchte. Unabhängig von der Breite dürfen ein weiteres Rücklicht sowie weitere Reflektoren angebracht sein.
  • Das Anbringen von Fahrtrichtungsanzeigern zum Richtungswechsel ist zukünftig bei mehrspurigen Fahrzeugen erlaubt.


Beschaffenheit von Lichtanlagen
Batterie- oder Akku betriebene Lichtanlagen dürfen inzwischen an allen Fahrrädern verwendet werden. Alle am Rad angebrachten Leuchtmittel benötigen das amtliche Prüfzeichen, bestehend aus einer Wellenlinie, dem Buchstaben „K“ und einer Ziffernfolge. Alle Lichtanlagen, die das Prüfzeichen nicht tragen, dürfen weder als Fahrradbeleuchtung verkauft - noch am Rad angebracht werden. Das gilt auch für die beliebten Blinklichter, die generell am Rad nicht erlaubt sind. Für Zusatzleuchten, die am Körper getragen werden, gibt es keine Einschränkungen, solange sie andere Verkehrsteilnehmer nicht beeinträchtigen. Helle Stirnlampen sind daher im Verkehr nicht zulässig, da sie entgegenkommende Verkehrsteilnehmer in gefährlicher Weise blenden.

An Rädern für Grundschulkinder ist eine fest installierte Beleuchtung weiterhin sinnvoll, weil Stecklampen gerne vergessen werden oder die Kinder mit der Kontrolle des Akkustandes überfordert sind. Außerdem sollten Eltern die Funktionstüchtigkeit der Beleuchtung an einem Kinder- oder Jungendfahrrad regelmäßig überprüfen.

Wartungsfreie und ausfallsichere Lichttechnik

Allen Alltagsradlerinnen und Alltagsradlern rät der ADFC NRW zu nahezu wartungsfreier und ausfallsicherer Lichttechnik mit Nabendynamo und LED-Leuchten. Der Generator in der Vorderradnabe ist im Gegensatz zum antiquierten Seitenläufer leise und leichtgängig und liefert auch bei Regen und Schnee zuverlässig Strom; die LED-Leuchten sind langlebig und geben auch bei Schlaglöchern und Rüttelpisten zuverlässig Licht. Außerdem wird die Fahrbahn fast taghell ausgeleuchtet, Hindernisse erkennt man so frühzeitig. Ein LED-Rücklicht mit Standlicht und eventuell mit Bremslichtfunktion sowie der ausfallsichere LED-Frontscheinwerfer sorgen dafür, dass Radfahrer kaum zu übersehen sind. Wichtig ist, dass solche Hochleistungsscheinwerfer richtig eingestellt werden. Etwa zehn Meter vor dem Rad sollte die hellste Stelle des Scheinwerfers die Fahrbahn erreichen. An einer weißen Wand kann man dies selber kontrollieren. Ist die Lampe zu hoch eingestellt, werden entgegenkommende Radler, Fußgänger und sogar Kraftfahrzeuge gefährlich geblendet.

Wer die Beleuchtung an seinem Fahrrad nicht selbst warten oder überprüfen möchte, sollte sich an ein Fachgeschäft wenden. Viele Fahrradhändler bieten zum Winter eine preiswerte Inspektion an. Bereits für etwa 100 Euro kann man älteres Fahrradlicht umrüsten lassen auf eine ausfallsichere und wartungsfreie Beleuchtung.

Über den ADFC NRW
Der ADFC NRW e.V. ist mit über 41.000 Mitgliedern der größte Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs. In knapp 40 Kreisverbänden und 100 Ortsgruppen sind wir vor Ort aktiv. Wir setzen uns für eine umweltfreundliche Verkehrspolitik ein, fahren gemeinsam Touren und beraten in allen Fragen rund um das Fahrrad. Als Landesverband werben wir in Politik, Ministerien und Verbänden für eine Verkehrspolitik, die die Potentiale des Fahrrads ausschöpft. Dabei steht die Entwicklung einer umfassenden Radverkehrsinfrastruktur im Mittelpunkt: ein einheitliches Radverkehrssystem für Alltags-, Freizeit- und Urlaubsradfahrerinnen und -fahrern mit hohen Qualitätsstandards und guten Serviceeinrichtungen.

Kontakt
Christina Wolff
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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