Radeln nach Zahlen quer durch die Metropole Ruhr

17.04.19
Kategorie: Aktuelles, Gelsenkirchen, Rad in den Medien

Knotenpunkt: Aquarius; Foto: RVR


Neues Knotenpunktsystem des RVR ist flächendeckend einsatzbereit.

Mit dem letzten Schild am Wassermuseum Aquarius in Mülheim an der Ruhr ist es geschafft: Das neue Knotenpunktsystem des Regionalverbandes Ruhr (RVR) ist flächendeckend im radrevier.ruhr installiert. Mit Beginn der Saison 2019 leiten jetzt rund 250 Knotenpunkte an bedeutenden Sehenswürdigkeiten, zentralen Bahnhöfen und Radwegekreuzungen zielsicher durch die Metropole Ruhr. Das Besondere: Die Wegweiser sind durchnummeriert. Dadurch müssen sich Radler nicht mehr allein an Karten und Ortsbezeichnungen orientieren. Beim Radeln nach Zahlen führt der Weg zum Beispiel vom Aquarius Wassermuseum – der Nummer 4 – über die Knotenpunkte 3, 55 und 83 (Essen-Werden) zur Villa Hügel (Nummer 52 am Baldeneysee).

RVR-Direktorin Karola Geiß-Netthöfel und Axel Biermann, Geschäftsführer der RVR-Tochter Ruhr Tourismus GmbH (RTG), haben heute das letzte Schild am Aquarius enthüllt. Dazu Karola Geiß-Netthöfel: „Das Knotenpunktsystem ist ein wichtiger Baustein, um die Metropole Ruhr noch besser entdecken und erleben zu können. Das radtouristische Potential der Region kann auf dieser Basis gut weiter entwickelt werden.“ Axel Biermann ergänzt: „Das Knotenpunktsystem ist unentbehrlich für Routenplanung und Orientierung im radrevier.ruhr. Erste Rückmeldungen der Gäste zeigen, dass die neue Wegweisung schon fleißig genutzt wird.“

Das neue System nach niederländischem und belgischem Vorbild ist Zusatz zur bestehenden landesweiten rot-weißen Wegweisung. Es ergänzt das bereits gut ausgebaute radtouristische Kernnetz des Ruhrgebiets, das der RVR zusammen mit der RTG als zertifizierte ADFC-Radreiseregion entwickelt. Das leicht verständliche Wegweisungssystem soll das Interesse auswärtiger Radtouristen an der industriellen Kulturlandschaft zusätzlich ankurbeln. Mit der Fertigstellung des Knotenpunktsystems ist es nun auch möglich, übergangslos von der Metropole Ruhr ins Sauerland oder in die Radregion Rheinland zu radeln.

Realisiert wurde das Knotenpunktsystem im Rahmen des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogrammes des Landes NRW (RWP) zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur. Die Mittel kamen von Bund, Land und RVR.

radrevier.ruhr im weiteren Ausbau

Ein dichtes Radwegenetz von über 1.200 Kilometern Länge durchzieht das Ruhrgebiet und dient als Grundgerüst für das radrevier.ruhr, der neuen Dachmarke für qualitätsvolles Radeln in der Metropole Ruhr. Bestens ausgebaute ehemalige Bahntrassen und landschaftlich schöne Kanaluferwege verbinden viele Industriedenkmäler und Besucherhighlights und sorgen für sicheren und ungetrübten Radelspaß fernab des Straßenverkehrs. Die Römer-Lippe-Route im nördlichen Ruhrgebiet, im Herzen die Route der Industriekultur per Rad und im Süden der RuhrtalRadweg bilden das radtouristische Kernnetz der Metropole Ruhr. Das neu erstellte Kartenset radrevier.ruhr plus Begleitheft ermöglicht durch die übersichtliche Darstellung des vollständig ausgeschilderten Knotenpunktsystems „Radeln nach Zahlen“ eine leichte Tourenplanung.

Zurzeit entwickelt der RVR einen Fahrplan für den künftigen Radverkehr in der Metropole Ruhr. Ziel ist es, das bestehende Regionale Radwegenetz auf rund 1.900 Kilometer auszubauen und fit für die Mobilität im Alltag zu machen, für den Weg zur Schule und zur Arbeit. Der vorliegende Entwurf des Regionalen Radwegenetzes ist für den diesjährigen Deutschen Fahrradpreis nominiert, der am 13. Mai verliehen wird.

Das mit den Kommunen abgestimmte Konzept des Regionalen Radwegenetz bildet künftig für den Regionalverband Ruhr die Grundlage für Planung, Bau und Betrieb von regionalbedeutsamen Radwegen in der Metropole Ruhr einschließlich des koordinierenden Routen- und Qualitätsmanagements.

Infos: www.rwp.rvr.ruhr und www.radrevier.ruhr

 

 


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