RVR-Radwanderkarte "Westliches Ruhrgebiet" neu erschienen

Seit Ende der 1980er Jahre gibt es die revierweiten Radwanderkarten des Regionalver­bandes Ruhr. Ursprünglich war das Abbildungsgebiet beschränkt auf zwei Karten, eine für das westliche, die andere für das östliche Ruhrgebiet. Abgebildet wurde zunächst nur der Kernbereich des Reviers. Später erweiterte man das Abbildungsgebiet erheblich, wobei das Kartenwerk auf nunmehr vier Karten aufgeteilt wurde. Jetzt hat man nach gut 10 Jah­ren (!) mit der Karte „RadTour Westliches Ruhrgebiet“ die Neuauflage aller vier Karten begonnen.

Das Kartenbild hat sich nicht grundlegend geändert, außer dass es natürlich inhaltlich auf den neuesten Stand gebracht wurde. Als Kartengrundlage dient in bewährter Weise das „Stadtplanwerk Ruhrgebiet“, welches in punkto Klarheit und Lesbarkeit eigentlich eine sehr gute Basis bildet. Eigentlich, denn leider ist seine Abbildung derart blass gehalten, so dass es unter schwachen Lichtverhältnissen kaum noch zu erkennen ist. Das ist in den Vorgän­gerkarten bislang besser gewesen.

Beibehalten hat man den für alle vier Karten verwendeten Abbildungsmaßstab 1:40.000. Etwas kleiner geworden ist dagegen das Abbildungsgebiet. Linksrheinisch reicht es nun­mehr von Marienbaum im Norden bis Moers im Süden, rechtsrheinisch von Rees und Raesfeld bis Duisburg-Hamborn. Von West nach Ost reicht die Ausdehnung von Geldern bis nach Schermbeck. Nicht mehr enthalten sind dagegen Kalkar, Kevelaer, Bocholt sowie die innenstädtischen Bereiche von Duisburg und Oberhausen. Letztere wird man natürlich in der Neuauflage der Karte „RadTour Mittleres Ruhrgebiet“ finden, deren Erscheinungs­datum aber noch nicht bekannt ist.

Die dargestellten Radrouten beschränken sich auf das Radverkehrsnetz NRW sowie einigen radtouristische Radrouten wie z.B. die NiederRheinroute oder der Emscher-Park-Radweg. Hinzu kommen ausgeschilderte Radrouten der Städte und Kreise. Innerhalb des Kartenbildes erkennt man die jeweiligen Routen anhand von Symbolen oder Buchstaben­kürzeln. Größtes Manko war und ist jedoch die fehlende Darstellung von Radverkehrsan­lagen. Daran hat sich leider nichts geändert. Man kann also nach wie vor nicht nachvoll­ziehen, ob die dargestellten Radrouten über separate Radverkehrsanlagen verlaufen oder ob man sich mit dem Autoverkehr auseinandersetzen muss. Das ist nicht nur innerhalb von Ortschaften problematisch, sondern auch außerorts, wo Autos oft mit sehr hohen Geschwindigkeiten fahren. Sicher radeln kann man dagegen auf den zu Radwegen um­gestalteten Bahntrassen, die im Kartenbild gesondert gekennzeichnet sind.

Völlig neu konzipiert wurde das Begleitbuch, welches in geradezu vorbildlicher Weise Hinweise zu den jeweiligen Radrouten, den Sehenswürdigkeiten sowie Freizeitangeboten enthält. Hier lohnt es sich in jedem Fall, vor einer längeren Tour einmal genauer reinzu­schauen. Beigefügt ist zudem ein Netzplan zum Schienenverkehr sowie ein separates Netzgitter für die Feineinteilung innerhalb des in der Karte enthaltenen UTM-Gitters. Letzteres kann auch als Basis für die GPS-Navigation genutzt werden.

Schon allein die Informationsfülle seines Begleitbuchs macht den Kauf des Kartenwerks erstrebenswert. Wer allerdings eine reine Radkarte mit einem wesentlich differenzierteren Inhalt sucht, der ist mit einer ADFC-Regionalkarte durchaus besser bedient. Diese enthält allerdings kein Begleitbuch. Die Neuauflage der RVR-Radkarte „Westliches Ruhrgebiet“ kostet wie ihre Vorgängerin 10 Euro, ist also nicht teurer geworden. Erhältlich ist sie im gut sortierten Buch- und Kartenfachhandel sowie beim ADFC im Verkehrs- und Umweltzen­trum am Kopstadtplatz.

Jörg Brinkmann

RuhrtalRadweg

Vom Bielefelder Verlag (BVA), 1. Auflage 2010, im Rahmen seiner Spiralo-Kartenreihe im Maßstab 1:50.000 herausgegebene Radwanderkarte über die 2006 mit großem Medienrummel freigegebene neue Radroute zwischen Winterberg und Duisburg mit einer Gesamtlänge von 230 km.

Es handelt sich um eine sogenannte Spiralokarte, bei der das Kartenbild in Einzelblätter aufgeteilt ist. Diese lassen sich mittels Ringheftung Ausschnitt für Ausschnitt nach hinten blättern. Das erspart unterwegs das vollständige Auf- und Zusammenfalten einer ganzen Karte. Zudem gibt es für das Format spezielle Kartenhalter für den Lenker, so dass man das Kartenbild des Streckenabschnitts, durch das man gerade radelt, immer vor Augen hat.

Die Kartengrundlage entspricht weitestgehend den ADFC-Regionalkarten Ruhrgebiet West und Ost. Allerdings enthält sie bei weitem nicht deren Anzahl an dargestellten Radrouten, sondern beschränkt sich ausschließlich auf den RuhrtalRadweg. Den Kartenausschnitten gegenübergestellt sind entsprechende Informationen über all jenes, was unterwegs an Sehenswürdigkeiten auf dem Weg liegt.

Zusätzlich ist der in einer Kunststoffhülle wetterfest eingepackten Karte ein Begleitheft beigelegt, welches nicht nur die üblichen Informationen zu Unterkünften, Gastronomie, Fahrradservice usw. enthält, sondern auch Tipps zum Radeln mit Handicap und organisierter Radreisen in der Region, aktuellen Veranstaltungshinweisen usw.

Die Karte zum RuhrtalRadweg kostet 9,95 Euro und ist im Buch- und Kartenhandel und natürlich in der Geschäftsstelle des ADFC-Essen erhältlich.

Jörg Brinkmann

Radwanderführer "RuhrtalRadweg"

In diesem Frühjahr neu erschienen ist ein Radwanderführer zum "RuhrtalRadweg". Diese vor zwei Jahren aus der Taufe gehobene Touristische Radwanderroute hat sich zu einem der erfolgreichsten touristischen Projekte in der Region entwickelt. Von Beginn an hat es eine Spiralo-Karte des BVA-Verlages gegeben, auf der die Route auch gut dargestellt ist, die aber nur wenig Hintergrundinformationen liefert.

Diese Lücke soll der jetzt vorgestellte Radwanderführer schließen, wobei er die Aufgabe sehr ordentlich erledigt. Wer sich einmal in das auf den ersten Blick etwas unübersichtlich wirkende Konzept des Buches eingearbeitet hat, kommt mit den Streckenbeschreibungen und den darin eingearbeiteten Informationen über alles Sehenswertes gut klar. Dabei beschränkt man sich nicht nur auf das direkt am Wegesrand befindliche, sondern führt auch die etwas abseits liegenden Sehenswürdigkeiten mitsamt einer dorthin führenden Wegbeschreibung auf.

Das erklärt auch die recht kurzen Etappen; so wurde die ingesamt 230 km lange Strecke in 12 Etappen aufgeteilt. Zählt man allerdings die vielen zusätzlichen Exkurse hinzu, kommt man auf eine erheblich höhere Kilometeranzahl. Die beigefügten Karten sind trotz des Maßstabs 1:75.000 noch ganz gut lesbar. Praktisch ist die Spiralheftung des Buches, welche es ermöglicht, die gerade benötigte Seite immer aufgeschlagen zu lassen. Der überall im Buchhandel erhältliche Radwanderführer kostet 14,95 €.

Jörg Brinkmann

RadTour-Radwanderkarte "Mittleres Ruhrgebiet"

Vor drei Jahren begann der "Regionalverband Ruhr" (RVR) seine, das gesamte Ruhrgebiet abdeckende "RadTour"-Kartenreihe neu zu konzipieren. Mit den Karten "Östliches Ruhrgebiet" (2005), "Nördliches Ruhrgebiet" (2006) und "Westliches Ruhrgebiet (2007) wurden zunächst die z.T. uralten landkreiskreisbezogenen Spiralokartern abgelöst. Überfällig war zu letzt die acht Jahre alte damit völlig überholte Karte "Mittleres Ruhrgebiet". Deren Vorgängerkarten "Ruhrgebiet West" und "-Ost" waren übrigens genauso lang im Programm gewesen.

In diesem Frühjahr ist sie nun endlich erschienen, die frisch renovierte Radwanderkarte "Mittleres Ruhrgebiet", Beidseitig bedruckt deckt sie auf der Vorderseite des Gebiet zwischen den Städten Moers und Gelsenkirchen bzw. Hünxe und Velbert, auf der Rückseite den Bereich zwischen Gelsenkirchen und Holzwickede bzw. Waltrop und Gevelsberg ab - ein insgesamt großes Gebiet. Wie beim VRR üblich ist die Karte im Maßstab 1:40.000 gehalten, was sie zwar mit den anderen RVR-Karten kompatibel macht, nicht jedoch mit Karten anderer Verlage, die zumeist im gängigeren und besser handhabbaren Maßstab 1:50.000 gehalten sind. Aber vielleicht ist das ja auch so gewollt. Nach wie vor Lob gewähren muss man der Kartengrundlage, die auf dem sehr übersichtlichen "Stadtplanwerk Ruhrgebiet" basiert. Dort sind immerhin auch die Hauptverkehrsstraßen namentlich gekennzeichnet, mehr ist bei diesem Maßstab nicht drin. Allerdings erschwert die blasse Farbgebung vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen die Lesbarkeit. Dafür treten die Radrouten umso stärker hervor.

Bei der Auswahl der Routen hat man sich vornehmlich an das "Radverkehrsnetz NRW" gehalten. Dieses ist zwar inzwischen komplett ausgeschildert, führt jedoch gerade im Ruhrgebiet immer wieder an Hauptverkehrsstraßen entlang, auf denen das Radeln wegen des starken Verkehrs nicht nur unangenehm ist, sondern auch lebensgefährlich sein kann, vor allem wenn keine Radwege exestieren.

Es ist überhaupt das größte Manko dieser Karte, dass man nicht aufzeigt, an welchen Straßen es Radverkehrsanlagen gibt und wo nicht. Und so wird man mitunter auf Routen geleitet, die man als Radler eigentlich nicht fahren möchte. Das gilt in begrenztem Maße auch für die touristischen Radrouten, von denen immerhin 16 in der Karte enthalten sind. Zusätzlich hat man die in einigen Städten exestierenden örtlichen Radrouten sowie einige Verbindungswege mit in die Karte aufgenommen. Dagegen fehlen etliche Routen auf ruhigen Nebenstrecke, die für Radler interessante Verbindungen darstellen. Offenbar ist man kaum vor Ort die Routen probegeradelt, sondern hat sich nur an die offiziel zur Verfügung stehenden Unterlagen gehalten. Das ist auch der Hauptunterschied zu den ADFC-Regionalkarten, in welche die Ortskenntnisse der ADFC-Praktiker eingeflossen sind. Immerhin gibt es Steigungspfeile, die aufzeigen, wo es aufwärts bzw. hinuntergeht.

Rundweg positiv ist das 140 Seiten umfassende Begleitbuch zur Karte mit detaillierten Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Freizeitangeboten mit Öffnungszeiten sowie Kontaktadressen. Nahezu ein Muss ist heute auch die Abbildung eines GPS-kompatiblen Koordinatennetzes. Hier ist man sogar noch einen Schritt weiter gegangen und hat der Karte einen "GPS-Kartometer" für die digitale Routenplanung beigelegt. Karte und Begleitheft sind wie üblich wetterfest in einer Folientasche verpackt und kosten 10,-- €.

Jörg Brinkmann

Weitere Radwanderkarten aus der Region um Essen

Es gibt ein umfangreiches Repertoire an Radwanderkarten für die nähere Umgebung um Essen. Etliche dieser Karten sind auch in der (Ende 2007 für Essen eingestellten) Fahrradzeitschrift RAD im Pott besprochen worden, was im Internet unter www.vuz-essen.de/rip nachgelesen werden kann (jeweilige Ausgabe in Klammern):

  • RadTour Westliches Ruhrgebiet 1:40.000, RVR 2007 (RIP 3-2007)
  • RadTour Nördliches Ruhrgebiet 1:40.000, RVR 2006 (RIP 2-2006)
  • RadTour Östliches Ruhrgebiet 1:40.000, RVR 2005 (RIP 2-2005)
  • Route Industriekultur per Rad 1:50.000, RVR 2006 (RIP 3-2007)
  • ErlebnisRadtouren Zollverein 1:20.000, RVR 2005 (RIP 3-2005)
  • ErlebnisRadtouren Vier Flüsse 1:20.000, RVR 2005 (RIP 3-2005)
  • ErlebnisRadtouren Haus Ripshorst 1:20.000, RVR 2004 (RIP 3-2004)
  • TourTipp Die Haard 1:20.000, RVR 2007 (RIP 3-2007)
  • TourTipp Hohe Mark 1:20.000, RVR 2007 (RIP 3-2007)
  • TourTipp Elfringhauser Schweiz 1:15.000, RVR 2007
  • TourTipp Baldeneysee 1:15.000, RVR 2006 (RIP 2-2006)
  • TourTipp Kemnader See 1:15.000, RVR 2006 (RIP 2-2006)
  • TourTipp Kirchheller Heide 1:20.000, RVR 2006 (RIP 2-2006)
  • Bikeline Ruhr-Radweg 1:15.000, Esterbauer 2005 (RIP 2-2005)
  • Kaiser-Route 1:50.000 (Spiralo), BVA 2004
  • 1000 Feuer-Tour 1:50.000 (Spiralo), BVA 2002 (RIP 2-2002)
  • neanderland radtour-kultur 1:50.000, Kreis Mettmann 2004 (RIP 3-2004)
  • KV-Plan Elfringhauser Schweiz 1:25.000, KV-Verlag, 2003 (RIP 3-2003)

Folgende Städte im Umkreis von Essen bieten derzeit Fahrradstadtpläne an (sind z. T. in der Geschäftsstelle des ADFC-Essen, ansonsten oftmals nur vor Ort erhältlich):

  • Bochum
  • Duisburg
  • Düsseldorf
  • Gelsenkirchen
  • Mülheim
  • Oberhausen

Wer lieber lesen als Karten studieren möchte, für den gibt es eine Vielzahl an Radwanderführern für die Region um Essen:

  • Mit dem Fahrrad durch das westl. Ruhrgebiet, Bachem-Verl. 2005 (RIP 2-2005)
  • Die schönsten Radtouren im westlichen Ruhrgebiet, BVA 2005 (RIP 2-2005)
  • Die schönsten Radtouren im östlichen Ruhrgebiet, BVA 2005 (RIP 2-2005)
  • Radtouren an Rhein und Ruhr, Zeitgeist Media Verlag 2005 (RIP 3-2005)
  • Radfahren und Entdecken! Ruhrgebiet, Klartext-Verlag 2003
  • Ausflugs - Führer Ruhrgebiet, ars vivendi 2002 (RIP 2-2002)
  • Mountain-Biken rund um Essen, Coalrider 2001 (RIP 3-2001)

Jörg Brinkmann

Grüne Route Ruhr

Neuartiger Radwanderführer mit Luftbildern

Nicht nur erfahrene Internetbenutzer dürften mittlerweile das die ganze Erde umfassende und sehr erfolgreiche Luftbildportal "Google Earth" kennen. Der Umstand, dass die leichte Zugänglichkeit dieser Luftbilder für einen ungeahnten Popularitätsschub für dieses Medium sorgte, hat den in Essen ansässigen Klartext-Verlag dazu veranlasst, einen neuartigen Radwanderführer für das Ruhgebiet herauszubringen, der ausschließlich mit Luftbildern arbeitet. Dargestellt wird ein Rundkurs durch das gesamte Ruhrgebiet.

Die im Maßstab 1:20.000 gehaltenen Luftbilder sind in der Tat schön anzusehen, da sie offenbar im Sommer fotographiert wurden. Das bedeutet allerdings auch, dass vor allem schmalere Straßen und Wege nur bedingt zu erkennen sind, weil sie von Bäumen überdeckt werden. Nicht umsonst werden in herkömmlichen Karten Straße und Wege überbreit dargestellt, um sie besser kenntlich zu machen. Außerden gewinnt man so genügend Platz, um deren Namen einzustellen. In dem Luftbildplan fehlen die Straßennamen dagegen gänzlich. Immerhin sind die Stadtteile namentlich gekennzeichnet. Das gilt auch für die Bahnhöfe und S-Bahn-Haltepunkte. Zusätzlich sind die wegen ihrer Breite gut sichtbaren Autobahnen mit ihren jeweiligen Nummern versehen worden.

Die dargestellte Radroute ist als Linie dreifarbig hervorgehoben (grün für Rad- und Freizeitwege, gelb für für ruhige Straßen sowie rot für Straßen mit viel Verkehr). Es handelt sich wie bereits erwähnt um einen Rundkurs, der mit etlichen Windungen und Schleifen das gesamte Ruhrgebiet - aufgeteilt in insgesamt 46 Einzeletappen mit einer Gesamtlänge von ca. 300 km - durchkreuzt. Hinzu kommen noch kleine Abstecher zu abseits der Route liegenden Sehenswürdigkeiten sowie einige kleinere Rundkurse.

In dem Radwanderführer sind leider auch nur diejenigen Luftbilder enthalten, die von dem Rundkurs durchquert werden. Weitere Radrouten lassen sich ohnehin kaum ausmachen, da ein Luftbild in diesem Maßstab aus den gerade beschriebenen Gründen nur bedingt Informationen darüber bietet, ob andere Straßen (soweit überhaupt erkennbar) sich als Radroute eignen oder nicht. Immerhin hat man an unübersichtlichen Streckenabschnitten die Routenführung textlich beschrieben.

Den einzelnen Luftbildern gegenübergestellt sind kurze illustrierte Erläuterungen zum jeweiligen Routenabschnitt, zusätzlich versehen mit Hinweisen zu den Exkursen und Einkehrmöglichkeiten (wobei man sogar vermerkt hat, wenn es letztere nicht gibt). Dank der Spiralheftung ist das Luftbildkartenwerk ganz gut handhabbar und mit 13,95 € auch durchaus erschwinglich.

Jörg Brinkmann

ErlebnisRadtouren "Von Ruhr zur Ruhr"

Die Eröffnung des Schulenbergtunnels in Hat­tin­gen hat der „Re­gio­nal­ver­band Ruhr“ (RVR) zum Anlass genommen, für das Ruhr­tal zwischen Hat­tin­gen und Wetter so­wie das öst­liche Nieder­bergische Land zwi­schen Nierenhof und Ge­vels­berg eine neue Radwanderkarte heraus­zu­ge­ben. Die zur grünen „ErlebnisRadtouren“-Rei­he ge­hö­rende Karte weist einen großen, ge­son­dert hervorgehobenen Rundkurs auf, an­sons­ten die Routen des „Radver­kehrs­netzes NRW“ – aber sonst keine weiteren Radrouten.

Immerhin erschließen die abgebildeten We­ge die in diesem Bereich per Rad be­fahrbaren ehe­maligen Bahntrassen – auch die „Kohlen­bahn“ zwischen Wengern und Silschede, die al­lerdings erst 2012 fertig­gestellt sein wird. Kar­ten­grund­la­ge ist wie bei allen RVR-Karten das gut lesbare „Stadt­planwerk Ruhrgebiet“. Positiv ist der ver­wen­­­dete Maßstab 1:20.000, er lässt die Abbil­dung aller Straßennamen zu, was die Orien­tie­rung erleichtert. Negativ ist – wie lei­der bei allen neueren RVR-Karten – das Fehlen von Infor­ma­tio­nen, ob entlang einer darge­stell­ten Route an Straßen Rad­wege vor­handen sind oder nicht. Ebenso ver­misst man die differenzierte Darstel­lung der Wegequalität und vor allem Steigungs­pfeile, gerade in einer Karte für diese ber­gige Region ein absolutes Muss!

Auf der Rückseite der Karte finden sich Infor­mationen zu den abgebildeten Rad­rou­ten, zur Landschaft, zu einzelnen Bau­wer­ken sowie zu den Städten Hattingen, Gevelsberg, Sprock­hö­vel, Witten und Wet­ter. Im Kartenbild finden sich viele Hin­weise und Symbole zu Sehenswür­dig­keiten. Trotz einiger Nachteile ist die Kar­te allein wegen der darge­stellten Region durch­­aus em­pfeh­lenswert und mit 4,90 € ihren Preis wert.

Jörg Brinkmann

© 2019 ADFC Kreisverband Essen e. V.