FAHRRADSTADTPLAN ESSEN MÜLHEIM

Überarbeitete 2015er Ausgabe erschienen
Im Frühjahr 2015 ist die neue Ausgabe der zwei Jahre zuvor erstmals heraus gebrachten „Amtlichen Fahrradkarte Essen-Mülheim“ erschienen. Dabei wurde nicht nur das Kartenwerk auf den aktuellen Sachstand gebracht, sondern auch das Layout bezüglich seiner Lesbarkeit verbessert. Wie vor zwei Jahren geben die beiden Städte Essen und Mülheim gemeinsam die Radkarte heraus. Neben den jeweils zuständigen Stadtämtern haben sich auch die ADFC -Verbände in Essen und Mülheim inhaltlich eingebracht.

Ein Fahrradstadtplan, der zwei Großstädte abbildet, weist auch ein umfangreiches Abbildungsgebiet auf. In West-Ost-Richtung reicht dieses von der Sechs-Seen-Platte im Duisburger Süden bis zur Hattinger Altstadt, von Nord nach Süd von der Emscherzone bis zum Nordrand des Niederbergischen Landes. Damit beinhaltet die Karte auch die Zentren der Städte Oberhausen, Bottrop und Gelsenkirchen. Wünschenswert wäre zudem die Darstellung der Duisburger City gewesen, was mit einem zusätzlichen Kartenblatt durchaus machbar gewesen wäre – vielleicht erfolgt dies in der nächsten Ausgabe.

Wie bei der Vorgängerkarte bildet das für alle Revierstädte einheitliche amtliche Stadtplanwerk Ruhrgebiet die Kartengrundlage, was dank des verwendeten Maßstabs 1:15.000 eine gute Lesbarkeit ergibt. Letztere wurde zusätzlich verbessert durch die jetzt kaum noch erkennbare Aufrasterung der Schrift – ursprünglich ein großer Kritikpunkt der Vorgängerkarte. Überarbeitet wurde zudem auch die zunächst sehr kompromissbehaftete Farbgebung. Beibehalten hat man dagegen die gegenüber der Kartengrundlage optisch hervorgehobene Darstellung der radfahrbezogenen Inhalte, was eine schnellere Orientierung vor Ort ermöglicht. Für die Innenstadtbereiche von Essen und Mülheim gibt es zudem vergrößerte Kartenausschnitte.

Ein Fahrradstadtplan mit einem derart großen Abbildungsgebiet würde als ganzes Kartenblatt ein riesiges Format aufweisen, was unterwegs kaum noch handhabbar wäre. Daher wird das Kartenwerk weiterhin in Ringbuchform mit Einzelblättern herausgegeben, um den Radlern eine handliche und auch bei Wind und Wetter unkompliziert zu nutzende Karte zur Verfügung zu stellen. Ein großer Kritikpunkt bei der Vorgängerkarte war die Liniendarstellung bei straßenbegleitenden Radverkehrsanlagen, welche zum großen Teil auch über Kreuzungs- und Einmündungsbereiche durchgezogen waren. Dies erschwerte oftmals die Erkennbarkeit derartiger elementarer Punkte und damit auch die Orientierung vor Ort. Leider wurde dieses Manko nur zum Teil beseitigt.

Ansonsten ist alles enthalten, was zu einer Radkarte gehört: straßenbegleitende Radverkehrsanlagen und Radwege im Grünen genauso wie eine differenzierte Darstellung der vor Ort beschilderten Hauptradrouten sowie zahlreiche Verbindungsrouten. Gesondert hervorgehoben sind alle vorhandenen Fahrradstraßen, wohingegen Einbahnstraßen nur dann gekennzeichnet sind, wenn sie nicht für den Radverkehr geöffnet sind. Darüber hinaus enthält die Karte neben den Standorten von Fahrradhändlern, Radstationen und Fahrradboxen auch die Verleihstandorte der „metropolradruhr“-Räder sowie E-Bike -Ladestationen. Sogar die jeweiligen ADFC-Geschäftsstellen sind gekennzeichnet.

Zudem beinhaltet die Karte alle überregionalen Radrouten wie das NRW-Radverkehrsnetz, den Ruhrtal-Radweg und den Emscherpark-Radweg, um nur einige Beispiele zu nennen. Deren Verlauf ist anhand der jeweils verwendeten Logos gut nachvollziehbar. Nicht enthalten sind dagegen die mittlerweile sehr zahlreichen stadtinternen Radrouten. Diese alle darzustellen würde jedoch das Kartenbild wesentlich unübersichtlicher machen. Schließlich gibt es für alle diese Radrouten hervorragend aufgemachte und zudem kostenlos (!) erhältliche Faltblätter, die auch noch jede Menge zusätzliche Informationen beinhalten.

Last but not least hat man der Radkarte Essen-Mülheim auch einen umfangreichen Informationsteil angehängt, der sich in aller gebotenen Kürze mit dem Thema Radfahren befasst und zudem ein umfassendes Verzeichnis von Händlern, Radstationen und Verleihstandorten beinhaltet. Hinzu kommen ein kurzer Infoteil über die in Essen und Mülheim ansässigen Radfahrverbände sowie das obligatorische Straßenverzeichnis.

Die neue Amtliche Radkarte Essen-Mülheim ist nicht einmal teurer geworden – sie kostet nach wie vor 5,50 Euro. Erhältlich ist sie im Buchhandel in Essen und Mülheim, in der Essener Touristikzentrale, in der Kartenstelle des Amtes für Geoinformation im Deutschlandhaus sowie in Mülheim im ServiceCenterBauen des Technischen Rathauses und in der dortigen Touristikinformation – und natürlich bei ADFC und EFI im Verkehrs- und Umweltzentrum.

Jörg Brinkmann, Sachstand Nov. 2015

KV-STADTPLAN ESSEN IN NEUER AUFMACHUNG ERSCHIENEN

In diesem Sommer hat der in Essen ansässige KV-Verlag seine bekannte Essener Stadtkarte um eine stark veränderte Sonderausgabe ergänzt. Die Basis bildet der 2013 letztmalig überarbeitete Stadtplan. Diesen hat man nun an Stelle eines beidseitig gedruckten Kartenbildes zwecks besserer Handhabung auf acht Einzelkarten in die Bereiche aufgeteilt, die sich wiederum auf vier beidseitig bedruckten Blättern befinden. Alle zusammen befinden sich in einer wetterfesten Folientasche, hinzu kommt noch ein Stadtführer.

Das gesamte Stadtgebiet ist auf sechs Kartenausschnitte in die Bereiche Nord -West, Süd-West, Ost-Mitte, West-Mitte, Nord-Ost und Süd-Ost aufgeteilt, welche allesamt im Maßstab 1:20:000 gehalten sind. Für die Stadtteilzentren gibt es separate Ausschnitte im Maßstab 1:15:000. Eine Extra-Karte bildet der im Maßstab 1:10:000 gehaltene Bereich um die Innenstadt, dem ein Extraplan der City im Maßstab 1:8.000 hinzugefügt ist. Wie bisher handelt es sich bei dem Plan um einen Kartenwerk, welches möglichst viele Aspekte abdecken soll. Daraus resultiert eine Informationsfülle – die Rede ist von über 160 Symbolthematiken – die das in seiner Gestaltung einem normalen Stadtplan entsprechende Kartenbild außerordentlich voll wirken lässt. Es braucht schon in bisschen Zeit, bis man sich da eingearbeitet hat.

Hier an dieser Stelle soll natürlich der Aspekt des Radfahrens besonders im Focus stehen. Wie bereits angedeutet, handelt es sich nicht um einen klassischen Fahrradstadtplan, bei dem die Kartengrundlage zugunsten der radfahrbezogenen Informationen zurückhaltender dargestellt ist. Natürlich ist das Essener Hauptroutennetz in seinen beiden Abstufungen enthalten, wobei leider zu wenig differenziert wird, ob diese Wege für Radfahrer wirklich sicher zu befahren sind. Das gilt vor allem für das Ergänzungsnetz, welches in der Realität bislang kaum umgesetzt wurde.

Straßenbegleitende Radverkehrsanlagen sind extra hervorgehoben dargestellt, egal ob sie zum Hauptroutennetz gehören oder nicht. Bei den Radverbindungen abseits von Straßen hat man dagegen nur solche gekennzeichnet, die zu offiziellen Radrouten gehören. Gerade hier gibt es aber viele weitere Wege, die für Radler sinnvolle Verbindungen darstellen. Auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig wirken die verschiedenartig dargestellten Linienelemente der Radrouten. Enthalten sind selbstverständlich die für Radler wichtige Infos wie Radhändler, Werkstätten, Radstationen, metropolradruhr–Standorte, für Radfahrer freigegebene Einbahnstraßen und Fußgängerzonen, Fahrradstraßen und Steigungspfeile.

Wie bisher enthält der KV-Plan die wichtigen überregionalen Radrouten wie den RuhrtalRadweg, den Rundkurs Ruhrgebiet, den Emscherpark-Radweg und den Emscher-Weg. Bezeichnenderweise fehlt jedoch das NRW-Radroutennetz. Von den Essener Radrouten hat man neben der Wasserroute, der Naturroute und der Stadtroute die Routen Süd, Nord und West gekennzeichnet, hinzu kommen die Tal- sowie die neue Bergroute. Alle Routen sind mit ihren jeweiligen Logos versehen. Diese liegen jedoch manchmal so weit auseinander, dass die Routenführung angesichts der Kartenfülle mitunter nur schwer nachvollziehbar ist.

Bei den radfahrbezogenen Inhalten sind leider einige Fehler enthalten, die man z.T. schon länger mitschleppt. So fehlt z.B. die schon lange geschlossene Radwegelücke an der Hindenburgstraße. Dass man ein Stückchen weiter den Berliner Platz abseits der Fahrbahn komplett mit dem Rad umfahren bzw. bis zur Kreuzeskirchstraße weiterfahren kann, fehlt leider auch. Das gilt auch für die mittlerweile verlängerten Radfahrstreifen an der Frohnhauser Straße. Und in dem vergrößerten Cityplan sind zwar alle straßenbegleitenden Radwege enthalten, nicht jedoch andere radfahrbezogene Elemente wie beispielsweise die wichtige City-Radroute oder die Radstation im Hauptbahnhof.

Leider fehlt auch die Weiterführung des Radwegs auf der Rheinischen Bahn bis Mülheim, welche bekanntlich unmittelbar vor der Eröffnung steht. Entlang der Fulerumer Straße sucht man zudem vergebens den neuen Radweg auf der ehemaligen Spurbustrasse. Statt dessen enthält die Karte immer noch den Uralt-Radgehweg auf der Seite des Südwestfriedhofs, welcher bereits seit längerer Zeit nicht mehr existiert. Leider sind bei einigen der vergrößerten Kartenausschnitte die radfahrbezogenen Elemente nicht mit aktualisiert worden.

Dafür enthält die Karte geplante Radverbindungen, deren Realisierungszeitpunkt zum Teil noch ungewiss ist. So hatte man bereits im 2013er Plan den Radweg zwischen Kupferdreh und Nierenhof als fertig dargestellt – er existiert bis heute nicht. Immerhin soll hier in Kürze mit dem Bau begonnen werden. Aus der 2013er Karte hat man auch den geplanten Radweg auf dem Rommenhöller Gleis zwischen Rüttenscheid und Bergerhausen sowie den Abzweig vom Radweg Rheinische Bahn zur Bottroper Straße übernommen. Bei beiden ist der tatsächliche Realisierungszeitraum ungewiss.

Wie anfänglich erwähnt liegt dem Kartenwerk ein Stadtführer bei, welcher neben der sehr umfangreichen Legende auch viele Infos zu Sehenswürdigkeiten im Stadtgebiet sowie einen Schienennetzplan enthält. Für Radfahrer gibt es sogar eine Extra-Legende, wobei hierbei vielleicht noch eine Übersicht mit Radhändlern und weiteren radfahrbezogenen Anlaufadressen wünschenswert wäre. Natürlich gibt es auch ein Straßenverzeichnis. Leider fehlen bei einigen vergrößerten Kartenausschnitten die dazugehörigen Suchgitter.

Abschließend lässt sich feststellen, dass man mit dem neuen KV-Stadtplan für Essen ein Kartenwerk erhält, welches möglichst vielen Ansprüchen gerecht werden will und daher bezüglich seiner Detailfülle seinesgleichen sucht. Und so erhält man für den Preis von 7,95 Euro eine guten Gegenwert. Erhältlich ist der Plan nicht nur im Buchhandel, sondern auch bei einigen Radhändlern sowie bei ADFC und EFI im VUZ.

Jörg Brinkmann, Sachstand Nov. 2015

KV-Plan Essen

Mitte Oktober ist die inhaltlich stark überarbeitete Neuauf­lage des Essener Stadtplans des ehemals in Steele, jetzt Altenessen-Süd, an­sässigen KV-Verlags erschienen. Auf dem allerersten Blick hat sich das im Maßstab 1:20.000 gehalte­ne Kartenwerk nur in Nuancen verändert. Bewährtes soll man ja auch nicht gleich über Bord werfen, Ände­rung bezüglich des Layouts gibt es vor allem bezüglich einer besseren Les­barkeit.

Inhaltlich sind die Änderungen weitaus umfangreicher. Zu­nächst sind selbstverständlich alle bekannten Änderungen im Essener Stadtbild eingear­bei­tet worden. Weitaus mehr als in den Vorgängerkarten haben vor allem die Belange des Radfahrens eine wesentlich stärkere Berücksichtigung ge­funden. Neben dem Essener Hauptradroutennetz enthält der Plan das geplante Ergänzungsnetz sowie weitere elf bekannte Radrouten. Enthalten sind auch überregionale Routen wie der Ruhrtal-Radweg oder der Emscherpark-Rad­weg. Hinzu kommen sämtliche Bahntrassen-Radwege – darunter auch die neue Verbindung nach Borbeck sowie die momentan in Bau befindliche Verbindung zwischen Gruga-Radweg und Rheinischer Bahn.

Die Karte blickt sogar ein wenig in die Zukunft. So sind die geplante Radroute durchs Deilbachtal zwi­schen Kupferdreh und Nierenhof ebenso abgebildet wie der südliche Abschnitt der Krupp-Bahn zwischen der Rheinischen Bahn und der Bottroper Straße. Wann diese Radwege tatsächlich gebaut werden, vermag aber derzeit noch niemand zu sagen.

Ansonsten enthält der neue Essener Stadtplan in bewährter Weise neun auf 1:10:000 vergrö­ßerte Kar­tenausschnitte von der Essener City sowie den Stadtteilzentren. Der abgebildete Kartenbereich ist wie bis­her auf Vorder- und Rückseite aufgeteilt – verbunden mit einer großen Überlappung, damit die Karte nicht dauernd gedreht werden muss. Dadurch lässt sich die Gesamtgröße des Kartenwerks ein­schränken, was wiederum die Handhabung verbessert. Teurer geworden ist die neue Es­sener Karte des KV-Verlages auch nicht, sie kostet nach wie vor 5 Euro.

NEUE RADKARTE: AUF JÜDISCHEN SPUREN IN ESSEN UND MÜLHEIM

Im Sommer hat die Stadt Essen ein neues und nicht nur für geschichtsaffine Menschen hochinteressantes thematisches Kartenwerk heraus gebracht. Darin geht es um Orte, die eng mit der jüdischen Geschichte in Essen und Mülheim verbunden sind. Die Kartenausschnitte spielen dabei fast schon eine Nebenrolle, denn der mit etlichen Bildern versehene Textteil ist sehr viel umfangreicher. Offizieller Herausgeber ist die zur Stadt gehörende Ausstellungs- und Gedenkstätte „Alte Synagoge Essen“ in der Innenstadt.

Die insgesamt sieben vorgestellten Fahrradexkursionen machen auf oftmals unbekannte Geschichten von Häusern, Straßen, Plätzen, Persönlichkeiten, Familien und Firmen aufmerksam. In Essen sind es fast 80 Orte, in Mülheim weitere 12, welche in diesem Kartenwerk beschrieben werden. Viele dieser Orte wurden durch die Bombardierungen und die "Sanierungen" der Nachkriegszeit zerstört. Ihre Spuren werden bei dieser Entdeckungsreise wieder zum Leben erweckt und machen auf die Vielfalt der jüdischen Gemeinschaft vor 1933 aufmerksam. Es gilt dabei sich vor Augen zu führen, was zum einen noch Bestand hat, zum anderen soll aber auch auf das neugierig gemacht werden, was noch unbekannt bzw. noch nicht erforscht ist. Dazu gibt es auch Literatur- und Internethinweise, die beim selbstständigen erforschen weiterhelfen können.

Leider fallen bei der Routenführung einige kleinere Ungereimtheiten auf. So werden in einigen Fällen Hauptverkehrsstraßen als Route vorgeschlagen, obgleich es durchaus Alternativrouten auf weniger stark frequentierten Wegen gibt. Zum anderen werden vereinzelt Wegekonstellationen dargestellt, die es so vor Ort gar nicht gibt. Radler mit nicht allzu großer Kondition sollten zudem wissen, dass man in dem einen oder anderen Fall mit starken Steigungen zu tun hat. Nun werden sich ortskundige Radler nicht nur hierbei sicher zu helfen wissen, sicherer ist in jedem Fall zusätzlich einen Fahrradstadtplan mitzunehmen. Etliche der in der Karte enthaltenen Orte liegen aber auch so dicht zusammen, dass sie sich gut zu Fuß erschließen lassen.

Alles in allem ist hier ein Kartenwerk entstanden, das in dieser Form wohl nicht nur in Essen bislang einzigartig ist. Die Gestaltung ist in Ringbuchform erfolgt, wobei die einzelnen Kartenausschnitte größenmäßig auf jeweils eine Seite passen. Die Radkarte ist gegen eine Schutzgebühr von 6,50 Euro bei der Alten Synagoge Essen, Edmund-Körner-Platz 1, bei der Touristik-Zentrale im Handelshof sowie in einigen ausgewählten Buchhandlungen erhältlich. Und natürlich wieder bei ADFC und EFI im VUZ.

Jörg Brinkmann, Sachstand Nov. 2015

Radtourenflyer der Stadt Essen

 
 

2006 hat die Stadt Essen mit der Herausgabe der Faltblattreihe „Fahrrad­tou­ren in Essen“ begonnen. Abgebildet werden themenbezogene Rundkurse. Jeweils auf der Vorderseite befindet sich die Kar­te mit der farblich hervorgehobenen Route und den mit Num­mern gekenn­zeich­neten Standorten der se­henswerten Ob­jekte. De­ren Erläuterung befindet sich zusammen mit einer kurzen Routenbe­schrei­bung entspre­chend zu­ge­ordnet auf der Rückseite. An­ge­­sichts der topo­gra­phi­schen Gegebenheiten im Essener Süden vermisst man bei den hier entlang füh­renden Routen allenfalls die Stei­gungs­pfeile. Kar­ten­­grund­la­ge ist die Essener Stadt­­karte. Der verwendete Maßstab 1:30.000 (nur bei zwei Karten 1:25.000) ist in Bezug auf die Lesbarkeit schon grenzwertig, Stra­ßen­namen sind fast nur noch noch mit der Lupe zu erkennen. Im­mer­hin macht das sehr klare Karten­bild die­sen Nachteil zum Teil wieder wett. Geschuldet ist die­ser Umstand dem ab­­ge­­bildeten Kartenaus­schnitt und dem bei allen Blättern einheit­lichen Papier­format (Größe A3). Im Notfall hilft der Es­se­ner Fahr­rad­stadtplan (5,50 €) wei­ter. Erhalten kann man die Rad­touren­falt­blät­ter kostenlos bei der Bür­ger­infor­mation im Rat­haus und den Bürgerämtern in den Stadt­teilen, in der Tou­ris­tik­­zentrale gegen­über dem Haupt­bahn­­hof und natür­lich bei ADFC und EFI im Ver­kehrs- und Umwelt­zen­trum. Oder auch zum herunterladen von der Stadt Essen. Routenübersicht auf Neue Wege zum Wasser .de - dort die jeweilige Route anklicken.

Bislang sind erschienen:
Zechen-Tour - auf den Spuren von Zollverein. Berührt alle Zechenstandorte, die irgendwann einmal mit Zollverein zu tun hatten. Route: Kokerei und Zeche Zollverein 12, Zollverein 3/7/10, Zeche Bonifacius, Halde Rheinelbe/ Himmelsleiter, Zeche Holland, Zeche Rheinelbe, Zeche Nordstern, Schurenbachhalde, Zollverein 4/11, Zollverein 1/2. Länge 38 km. (Zum herunterladen/Download)

Bahntrassen-Tour -  auf alten Strecken durchs neue Essen. Geradelt wird zum großen Teil auf den zu Radwegen umgestalteten ehemaligen Bahnstrecken durch den Essener Norden, Osten und Süden, darunter auf der Helenbahntrasse, Zollverein-Radweg, Kray-Wanner-Bahn, Veltenbahn, Grugabahn. Länge 36 km. (Zum herunterladen/Download)

Kirchen-Tour Nord Vom Hauptbahnhof ausgehender Rund­kurs durch die Innenstadt, Stoppenberg, Altenessen, Katern­berg, Kray und Frillen­dorf, welcher dort his­torische und ander­weitig interes­san­te Kirchenbau­ten er­schließt. Länge ca. 30 km. (Zum herunterladen/Download)

Kirchen-Tour Süd Vom Hauptbahnhof ausgehender Rund­kurs durch Rüttenscheid, Bredeney, Schuir, Werden, Stadtwald, Rellinghausen und als zusätzlich Option Überruhr und Steele, welcher dort histo­ri­sche und ander­weitig inte­res­­san­te Kirchenbau­ten er­schließt. Länge ca. 44 km (kann abgekürzt werden). (Zum herunterladen/Download)

Biergarten-Tour - unterwegs viele Einkehrmöglichkeiten. Bei Frohnhausen über die Gruga-St. Annental-Trasse nach Steele. Von dort Richtung Norden nach Leithe. Im weiteren Verlauf nach Westen Richtung Bergeborbeck und gelangen später auf kurzem Weg nach Frohnhausen oder fahren Richtung Westen nach Frintrop um nach Frohnhausen zurück zukehren. Länge ca. 35 km. (Zum herunterladen/Download)

Krupp-Tour - Anlässlich des Kruppjubiläums 2011 eine Radtour zu verschiedenen Standorten. Rundkurs vom Essen Hbf, Westviertel, Margarthenhöhe, Bredeney (Villa Hügel) und Rüttenscheid retour. Länge 35 km.

"Essen erfahren“ – Kartenblätter für Radtouren

Unter dem Titel „Essen erfahren“ gibt die Stadt Essen seit dem Frühjahr 2010 neue touristisch orien­tierte Radrouten für Radler heraus. Zusammen mit der 2012 eröff­neten „Stadt-Route“ sind es sechs Routen, deren Ver­lauf zusätzlich vor Ort ausgeschildert ist. Allen Kartenblättern ge­mein­sam ist die durch die farbige Darstellung sehr gute Nachvoll­ziehbarkeit der jeweiligen Rad­rou­ten sowie der vor Ort befindlichen Sehens­würdigkeiten Diese werden zudem allesamt auf den jewei­ligen Kar­tenrückseite ausführlich erläutert. Alle Kartenblätter sind kostenlos er­hält­lich – in punkto Radverkehrsförde­rung ein heraus­ra­gen­der Baustein, um Essener Bürger (aber nicht nur die) in ihrer Stadt auf´s Rad zu locken.

Wasser-Route
Diese Karte bildet die erste von ins­gesamt drei neuen Nord-Süd-Verbindungen zwischen Emschertal und Ruhrtal ab, welche bis 2012 entstehen sollen. Bereits im August 2009 hat man die Route offiziell eröffnet, obgleich sie zum da­ma­ligen Zeitpunkt noch nicht ganz fer­tig war. Die 18 Kilometer lange „Wasser-Route“ startet in Dellwig am Rhein-Herne-Kanal und führt von dort über Bergeborbeck, Bochold, Alten­dorf, Frohnhausen, Fulerum, Margarethenhö­he, Bredeney und Schuir bis nach Werden, wo sie in Höhe der Gaststätte „Am Staadt“ den „RuhrtalRadweg“ erreicht. Benutzt werden u.a. Teile des neuen Radwegs auf der Rhei­nischen Bahntrasse sowie des Grugaradwegs. Dabei fährt man u.a. am Bor­becker Mühlen­bach, am Kesselbach und am Wolfsbach ent­lang und trifft dabei auf Sehens­würdigkeiten wie den Halbachhammer, die Siedlung Marga­rethenhöhe oder die Walter-Homann-Stern­warte.

Natur-Route
Zweite Nord-Süd -Verbindung durch das östliche Stadtgebiet. Auch sie ver­dankt Ihre Entstehung dem städtischen Pro­gramm „Neue Wege zum Wasser“. Die Basis bildet das umfangreiche Renaturierungs­projekt der Emschergenossenschaft für die Emscher und ihre Zuflüsse, wobei im Vorgriff darauf etliche bislang gesperrte Be­triebswege entlang dieser Gewässer für Radler freigegeben worden sind.

Diese und etliche bereits vorhandene Fahrrad­wege bilden das Grundgerüst für die „Natur Route“, die nur noch miteinander verknüpft werden mussten. Herausgekommen ist eine ca. 16 km lange Radroute, die zu nahezu drei Vierteln abseits von Hauptstraßen verläuft. Sie beginnt neben einem alten Nebenarm der Em­scher an der Stadtgrenze E-Karnap / GE-Horst und führt im weiteren Verlauf durch die Es­se­ner Stadtteile Altenessen, Katernberg, Stoppenberg, Frillendorf, Huttrop bis nach Berger­hausen. Hier endet die neue Radroute am Ausgang des Siepentals am „Ruhrtal Radweg“ nahe der „Zornigen Ameise“.

Durchquert werden unter anderem die Zeche Zollverein sowie der „Hallo-Park“. Letzterem schließt sich die Hangetal-Radroute an, welche einen markanten Aussichtspunkt mit Ausblick auf den gesamten Zollverein-Komplex auf­weist.

Stadt-Route
Die „Stadt Route“, rote Abmarkierungen, beginnt am Rhein-Herne-Kanal, östlich der B 224 am früheren Hafen der Zeche Mathias Stinnes. Die anschließende Wegeführung erfolgt mitten durch Altenessen zum Teil auf Wegen abseits des Autoverkehrs. Genauso geht es weiter entlang des Kaiser-Parks sowie entlang der Berne. Knackpunkte sind hier die Bahnüberführung des Helenen­damms und die Querung der Altenessener Straße. Die Wege entlang der Berne sind teilweise neu angelegt.

Der anschließende Weg in die Innenstadt er­folgt provisorisch auf dem extra dafür freige­gebenen Gehweg an der Gladbecker Straße. Hier soll es eventuell später einmal eine sepa­rate Wegeführung über die frühere Zufahrt vom Bahnhof Essen-Nord zur Zeche Victoria-Mathias geben, welche dann in den neuen Universitätspark führt. Die Querung der In­nenstadt erfolgt über die bekannte City-Rad­route und weiter über die Hyssenallee in Rich­tung Rüttenscheid. Weiter geht es entlang des Folkwang-Museums und des Justizviertels.

Die vielbefahrene Hufelandstraße wird mittels der Virchowstraße gequert, deren Einbahn­straßenabschnitt nun endlich auch für gegen­läufigen Radverkehr geöffnet wird. Weiter führt die Route über den Haumannplatz und dem Gruga-Radweg. Mit der Rüttenscheider Straße wird die A 52 gequert, von der Wied­feldstraße aus führt sie durch den Stadtwald, überquert zwischendurch die Frankenstraße und verläuft vom Jogging-Parkplatz sehr steil hinunter zur Klusenkapelle. Von dort erreicht man über die Lerchenstraße schließlich den Endpunkt am Regattaturm.

Route Nord
Die „Route Nord“ erschließt „Landschaft und Industriekultur“ rund um das Weltkulturerbe Zollverein. Der Rundkurs star­tet am Haupt­bahnhof und führt von dort durch das Nord­viertel und Stoppenberg (hier u.a. über die „Hangetalroute“) zunächst nach Zoll­verein. Von dort geht es über den neue „Nord­stern-Radweg“ weiter zum Rhein-Herne-Kanal sowie zur Schurenbachhalde. Letztere wird umrun­det, danach geht es wieder zurück über Alten­essen südwärts in Richtung Innenstadt. Man kann den Rundkurs aber auch abkürzen und von Zollverein aus parallel zur Köln-Min­dener-Eisenbahn direkt in Richtung Altenessen radeln. Oder aber die Tour auf Zollverein star­ten und nur den nördlichen Rundkurs fahren. Die Länge der großen Runde beträgt ca. 21,5 Kilometer (die der kleinen südlichen Runde ca. 13,5 km , die der nördlichen ca. 12 km).

Route Süd
Diese Radroute erschließt unter dem Leitge­danken „Wasser, Freizeit & Industriege­schich­te“ schwerpunktmäßig die Bereiche rund um den Baldeneysee und das Deilbachtal. Im Prinzip handelt es sich bei der „Route Süd“ um den knapp 17 km langen Rundweg um den Baldeneysee – ergänzt um einen ca. 5 km lan­gen Rundweg durch´s Deilbachtal.

Route West
Die „Route West“ stellt unter dem Motto „Stadt, Kultur & Parks“ vornehmlich den Be­reich zwischen Innenstadt und der westlichen Stadtgrenze dar, darunter auch die nagelneue Radtrasse auf der „Rheini­schen Bahn“. Der ca. 13 Kilometer lange Rundkurs star­tet gleich­falls am Hauptbahnhof und führt zu­nächst in Richtung Süden durch´s Südviertel und Rüt­tenscheid, schwenkt von hier west­wärts über die Grugabahntrasse vorbei am Grugapark und der Margarethenhöhe und wei­ter über Fulerum, Frohnhausen bis nach Al­tendorf, wo man auf die „Rheinische Bahn­trasse“ stößt. Auf dieser geht´s dann wieder zurück bis in die Innenstadt. Die „Route West“ erschließt Kultur-Highlights wie das Aalto-Musiktheater, die Philharmonie im Saalbau, das Museum Folkwang, aber auch den in gastronomischer Hinsicht prosperieren­den Stadtteil Rüttenscheid. Erschlossen wer­den zudem der Grugapark, die historische Siedlung Margrethenhöhe, der momentan noch in Planung befindliche Niederfeldsee in Altendorf, der nagelneue Krupp-Park und nicht zuletzt der derzeit in völligem Umbruch be­findliche Bereich zwischen Universität und Berliner Platz.

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