STADTRADELN ESSEN 2016

23.05.16

21. MAI – 10. JUNI

Zum fünften Mal nimmt Essen an der bundesweiten Mitmach-Aktion „STADTRADELN“ teil. Im Zeitraum vom 21. Mai bis 10. Juni sollen Essens Bürgerinnen und Bürger wieder drei Wochen lang so viele Wege wie möglich mit dem Fahrrad absolvieren. Es zählt wirklich jeder Weg – ganz gleich ob zur Arbeit, zur Uni, zur Schule, zum Einkaufen oder in der Freizeit. Hauptsache, das Auto bleibt stehen und es wird geradelt. Gewertet werden alle per Rad absolvierten Kilometer, auch fernab im Urlaub.

Im vergangenen Jahr traten bei Deutschlands größter kommunaler Radverkehrskampagne bundesweit rund 130.000 RadlerInnen in 341 Kommunen in die Pedale. Dabei legten die Teilnehmer nahezu 25 Millionen Kilometer zurück und sparten somit im Vergleich zur Autofahrt über 3.500 Tonnen CO2 ein.

Was ist das STADTRADELN:
Das „STADTRADELN“ ist ein Projekt des „Klima-Bündnisses“ – ein europäisches Städtenetzwerk, dem Essen seit 1993 angehört. Die Mitglieder verpflichten sich u.a. die Treibhaus-Emissionen alle 5 Jahre um mindestens 10% zu senken. Essen zum Beispiel hat sich verpflichtet, zwischen 1990 und 2020 die CO2-Emissionen um 40% zu senken. Durchgeführt wird das „STADTRADELN“ durch die „Klima-Agentur“ der Stadt Essen.

Beim „STADTRADELN“ sollen die Städte ihre Bür­ger motivieren, in einem Zeitrahmen von drei Wochen möglichst viele ihrer alltäglichen Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen. Kernziel ist die Reduzierung der gerade im Verkehr immer noch viel zu hohen CO2 –Emissionen. Das Fahrrad soll den Bürgern als umweltschonendes und gesundheitsförderndes Verkehrsmittel näher gebracht werden, so dass sie es auch über den Aktions­zeitraum hinaus möglichst dauerhaft benutzen.

Beim „STADTRADELN“ sind natürlich nicht nur die Bürger gefordert. Auch und gerade die Politiker sollen mit ihrer Teilnahme demonstrieren, dass sie die Förderung des Radverkehrs unterstützen. Natürlich sollen sie auch als Vorbild dienen – ein Effekt, der in Essen durchaus noch ausbaufähig ist. Essens Bürger wiederum können mit einer hohen Teilnahmezahl den Politikern nachdrücklich aufzeigen, wie einfach praktizierter Klimaschutz ist und dass ihnen das Radfahren in Essen sehr wichtig ist.

Ein weiterer Anreiz zur Teilnahme beim „STADT­RADELN“ ist die Auslegung als Wettbewerb, bei dem es auch wieder etwas zu gewinnen gibt. Prämiert werden zum einen die Teams mit den meisten Radelkilometern, dann die Teams mit der höchsten Kilometerzahl pro Kopf sowie die drei Radler und Radlerinnen mit den meisten Radelkilometern. Bezüglich der Teamgröße gibt es drei Kategorien, damit auch kleine Teams Berücksichtigung finden. Zusätzlich werden unter allen Teilnehmern fahrradbezogene Preise von lokalen Unterstützern verlost, darunter auch wieder eine einjährige Mitgliedschaft im ADFC. Alle weiteren Informationen zum „Stadtradeln“ finden sich in dem diesem Rundbrief beigefügten offiziellen Faltblatt.

Teilnehmen am STADTRADELN:
Man kann sich einem bereits registrierten Team anschließen, aber auch mit der Familie, mit Freunden oder mit Arbeitskollegen ein eigenes Team gründen. Bereits seit einigen Wochen ist die entsprechende Internetseite freigeschaltet. Die Teilnehmer des Vorjahres sind bereits von der „Klima-Agentur“ der Stadt entsprechend informiert werden. Neue Interessenten können sich anmelden unter:

http://www.stadtradeln.de
http://www.stadtradeln.de/essen2016.html

Das entsprechende Login befindet sich oben links am Rand. Die täglichen Radelkilometer müssen dann jeweils in den persönlichen Online-Radelkalender eingetragen werden. Eintragungen sind auch im Nachhinein möglich. Um die Übersicht zu behalten, sollten die erradelten Kilometer aber möglichst innerhalb einer Woche eingetragen werden. Nach dem Ende der Aktion ist besagter Kalender noch eine Woche lang für allerletzte Änderungen freigeschaltet.

Teilnehmen können alle, die in Essen leben, aber auch Nichtessener, die hier arbeiten, ihre Ausbildung absolvieren oder zur Schule bzw. Hochschule gehen. Dabei ist es ganz gleich, ob man ein „normales“ Rad benutzt oder ein Pedelec (bis 25 km/h).

Mitmachen beim ADFC-Team!
Der ADFC-Essen hat im vergangenen Jahr nicht nur in Essen das erfolgreichste Team gebildet, auch bundesweit war man unter allen teilnehmenden ADFC-Teams das beste. 134 Radlerinnen und Radler hatten in den drei Aktionswochen insgesamt 44.621 Kilometer erradelt.

Auch in diesem Jahr ist der ADFC-Essen wieder mit dabei. Zu finden ist das wieder von ADFC-Vorstandsmitglied Hilmar von dem Bussche geleitete Team unter dem Label „ADFC Essen - Offen für alle!". Natürlich gilt es auch in diesem Jahr wieder möglichst viele Radlerinnen und Radler für das ADFC-Team zu gewinnen. Dabei ist es ganz gleich, ob man Mitglied im ADFC ist oder nicht, ob man Power-Radler ist oder nur wenige Kilometer pro Woche absolviert. Jeder und jede ist bei uns willkommen! Das Wichtigste ist aber natürlich, dass möglichst viele Teilnehmer aufs Rad steigen – ganz gleich in welchem Team!

Übrigens...

  • Essen hat vergangenen Jahr einen Teilnahmerekord erzielen können. 1.141 Radlerinnen und Radler haben – aufgeteilt auf 82 Teams – insgesamt 298.162 km zurückgelegt und damit knapp die 300tausender Marke verfehlt. Dies gilt es in diesem Jahr natürlich zu toppen!
  • Im Ruhrgebiet wiederum treten 14 Städte zum 3. Mal wieder gemeinsam als „Metropole Ruhr“ an. Mit dabei sind neben Essen die Städte Bochum, Bottrop, Castrop-Rauxel, Dinslaken, Duisburg, Gelsenkirchen, Gladbeck, Hamm, Herdecke, Herten, Mülheim, Oberhausen und Recklinghausen. Im vergangenen Jahr waren innerhalb der „Metropole Ruhr“ 13 Städte angetreten, in denen 7.302 RadlerInnen insgesamt 1.556.791 km mit dem Fahrrad zurücklegten. Dies entspricht der 38,85-fachen Länge des Äquators. Damit hat man bundesweit den ersten Platz erzielt – zumindest theoretisch. Denn leider wird diese Leistung nicht offiziell gewertet, da es sich bei der „Metropole Ruhr“ nicht um eine Gebietskörperschaft im rechtlichen Sinn handelt. Wie gewohnt werden daher die jeweiligen Städte auch einzeln gewertet.
  • Eine Neuerung gilt es bei den „Stadtradel-Stars“ zu vermelden. Hierbei handelt es sich um die Personen, die offiziell während der gesamten Aktionszeit vollständig auf ihren sonst regelmäßig genutzten Pkw verzichten. Bislang hatte dazu in Essen der Oberbürgermeister persönlich immer die Autoschlüssel medienwirksam einkassiert. Nun können fortan auch „autolose“ Alljahresradler entsprechend in die Kampagne eingebunden werden und somit verdeutlichen, dass man sogar weit über den Stadtradel-Aktionszeitraum von 21 Tagen autofrei leben kann.

© 2018 ADFC Kreisverband Essen e. V.