Offizielle Infoveranstaltung zum Radschnellweg RS1 im Eltingviertel

08.11.17

Offenlegung der Pläne vom 6. bis 20. November Bürgerversammlung am 16. November 2017

Vor einiger Zeit hat der Landesbetrieb Straßenbau NRW („Straßen NRW“) Planung und Bau des zukünftigen Radschnellwegs durch das Ruhrgebiet offiziell übernommen. Zwar obliegt die Bauausführung in einigen wenigen Abschnitten nach wie vor dem RVR sowie in einzelnen innerstädtischen Bereichen den jeweiligen Kommunen. Die Federführung hat aber Straßen NRW. Als Basis dient die 2014 durch den RVR erstellten Machbarkeitsstu­die, wobei deren Verbindlichkeit im Moment mächtig zu bröckeln scheint.

In Essen beträgt die Länge des aktuell geplanten Ausbauabschnitts vom Universitätspark bis zur Gelsenkirchener Stadtgrenze ca. sieben Kilometer. Der größte Knackpunkt bildet neben dem Umfeld des Evonik-Chemiewerks (ex Goldschmidt) maßgeblich die Querung des Eltingviertels zwischen Gladbecker Straße und Viehofer Platz. Hier hält sich Straßen NRW aus den Planungen raus und überlässt diese der Stadt Essen. Seit gut einem Jahr tobt hier ein heftiger Streit, ob in besagtem Eltingviertel der Radschnellweg überhaupt noch gewünscht ist. Vor allem die CDU-Ratsfraktion stellt sich hier quer. Ob ihr dabei die SPD-Fraktion allein aus Gründen der Koalitionsräson folgt, ist momentan offen. Selbst Oberbürgermeister Thomas Kufen, eigentlich ein Verfechter des RS1, hat hier einen schweren Stand.

Gemeinsam legen nun Stadt Essen und Straßen NRW die Planungen offen. Vom 6. bis zum 20. November lassen sich die Pläne im Deutschlandhaus (Lindenallee 10) in Raum 501 einsehen. Zudem werden Mitarbeiter von Straßen NRW diese dort persönlich erläu­tern, und zwar am 9.11. von 15:00 bis 18:00 Uhr sowie am 14.11. von 9:00 bis 12:00 Uhr.

Wichtig: Am Donnerstag, den 16. November findet in der St. Gertrudkirche (Rottstraße 36 in der Nordcity) eine öffentliche Diskussionsveranstaltung zu diesem Thema statt, Beginn ist um 19:00 Uhr. Dies wird voraussichtlich die einzige Gelegenheiten sein, wo man sich direkt mit den Verantwortlichen über die Planungen des RS1 auseinandersetzen und konkret Einfluss nehmen kann! Daher ist hierbei das Aufzeigen größtmöglicher Präsenz die allerobers­te Prämisse, denn nach augenblicklichem Diskussionsstand gilt es vor allem in der nördlichen Innenstadt zu retten, was noch zu retten ist!

Text: Jörg Brinkmann


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