ADFC-Essen: Mitgliederrekord und viele neue Aufgaben

08.03.20

Der neue Vorstand des ADFC-Essen (v.r.n.l.): Joe Zheng-Mertes, Thomas Riechmann, Mirko Sehnke, Claudia Harfst, Marc Zietan, Sabine Maria Böhm, Jörg Althoff, Rüdiger Sang


Jahreshauptversammlung 2020

Die Anfang März durchgeführte Jahreshauptversammlung des ADFC-Kreisverban­des Essen hat einiges an Bewegung im Vorstand hervorgebracht. 35 Mitglieder wa­ren im „VielRespektZentrum“ zusammengekommen, für den ADFC Essen ein neuer Rekord! Die seit 1984 in Essen bestehende Ortsgruppe avancierte 1992 offiziell zum Kreisverband des ansonsten bundesweit aufgestellten ADFC und hat gerade in jüng­ster Zeit einen deutlichen Mitgliederzuwachs verzeichnen können: Aktuell sind es fast 1200 Mitglieder.

Der Vorstand des ADFC Essen wird angeführt von zwei gleichberechtigten Vorsitzenden. Während auf der Mitgliederversammlung Mirko Sehnke im Amt bestätigt wurde, trat Jörg Althoff nicht mehr zur Wahl an. An seine Stelle ist Marc Zietan gerückt. Er gehört zu den ADFClern, die erst vor einiger Zeit zum Aktivenkreis dazugestoßen sind. Ebenfalls nicht mehr angetreten ist Norbert Prang, der in den vergangenen 14 Jahren die Finanzen des ADFC Essen geführt hat. Neuer Kassierer ist nun Thomas Riechmann, ein langjähriger Fahrradaktivist, der aber erst seit kurzem dem ADFC angehört.

Aus dem erweiterten Vorstand ausgeschieden ist der zuletzt als Sprecher tätige Jörg Brinkmann. Er war der letzte Vertreter aus der Anfangsphase des ADFC, gehörte insgesamt 28 Jahre dessen Vorstand an und davon wiederum 14 Jahre als Vorsitzen­der. Im Amt bestätigt wurden Claudia Harfst als Frauenbeauftragte sowie Sabine Maria Böhm und Rüdiger Sang. Zum erweiterten Vorstand gehören zudem Jörg Alt­hoff sowie der ganz neu hinzugestoßene Joe Zheng-Mertes.

Die Betätigungsfelder des ausschließlich ehrenamtlich tätigen ADFC haben sich in jüngster Zeit stark erweitert. In diesem Jahr wird vor allem der anstehende Radentscheid im Mittelpunkt stehen, den der ADFC in jeglicher Hinsicht unterstützt. Hauptbetätigungsfeld ist und bleibt im weitesten Sinn die Vertretung der Interessen von Essens Radlerinnen und Radlern gegenüber Politik und Verwaltung. Zu den aktuellen Themen gehören beispielsweise die im Rahmen des Lead-City-Projekts geplanten Fahrradstraßen sowie die Umweltspur. Zu den weiteren Betätigungsfeldern gehören das Lastenradprojekt, die Fahrradhäuser und seit kurzem wieder die Fahrradcodie­rung, um nur einige Beispiele zu nennen. Neu hinzu gekommen sind öffentlichkeits­wirksame Aktionen wie die „Poolnudel“-Touren oder die plakative Einrichtung von „protected bike lines“.

Sehr großen Raum nehmen nach wie vor die gefühlt seit halben Ewigkeiten durch­geführten Radtouren ein, darunter auch das alljährliche Nachtradeln und der „Ride of Silence“. Erwähnenswert sind auch die neu hinzu gekommenen Frauenradtouren. Wer beispielsweise Interesse hat dabei mitzuradeln, bei Aktionen mitzumachen oder generell die Arbeit des ADFC aktiv unterstützen möchte, der kann sich im Internet unter <www.adfc-essen.de> informieren oder ganz unverbindlich bei einem der mo­natlichen Treffen des ADFC Essen vorbeischauen. Diese finden statt an jedem 1. Freitag ab 19:30 Uhr im Verkehrs- und Umweltzentrum, welches sich in der Kop­stadtpassage, Kopstadtplatz 12, befindet.

Text: Jörg Brinkmann
Foto: Jörg Brinkmann


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