Kind mit Rad?

 Tipps zum Kinderradkauf

• Entscheidend beim Kauf eines Kinderrades sollte nicht das Geld, sondern die passende Größe sein. 

• Billige Räder haben vielfach eklatante Sicherheitsmängel und lassen sich schlecht auf die Bedürfnisse von Kindern anpassen.

• Kinder sollten auf jeden Fall beim Fahrradkauf dabei sein, auch wenn es ein Geschenk ist. Sie sollten Probe sitzen und fahren, nur so lässt sich ein passendes Rad finden. Denn: Passt das Rad nicht, fühlt sich das Kind unsicher oder muss sich zu sehr anstrengen und verliert die Lust am Radfahren. 

• Kinderräder werden nach der Größe ihrer Laufräder klassifiziert. Die Zuordnung nach der Laufradgröße zu Alter oder Körpergröße ist nur ein Anhaltspunkt, vor allem der Rahmen muss passen. Das erste „richtige" Fahrrad ist in der Regel ein 20 Zoll- Kinderstraßenrad und passt etwa, wenn die Kinder in die Schule kommen. Kinderstraßenräder sind mit Gangschaltung und Beleuchtung ausgestattet. 

• Viele Eltern lassen aus Kostengründen ihre Kinder möglichst lange auf dem 20 Zoll-Rad fahren, bis sie dann so gerade auf ein 26 Zoll-Rad passen. Doch für die meisten Kinder ist der Sprung zu groß – besser ist der Zwischenschritt über ein 24 Zoll- Rad. Eine gute Lösung sind „mitwachsende" Kinderräder. Bei diesen Modellen ist das Sattelrohr etwas schräger nach hinten gestellt, so dass mit höherem Sattel auch die Entfernung zum Lenker wächst. So kann etwa der Größenbereich von 16 bis 20 oder 18 bis 24 Zoll abgedeckt werden. Durch das schrägere Sitzrohr kommen Kinder beim Anhalten besser mit den Füßen auf den Boden und haben trotzdem die zum Fahren richtige Sitzposition. 

• Auf eine Federung sollte man beim Kinderrad verzichten, sie sind schwer und reagieren meistens nicht auf die leichten Fahrer. 

• Eine Lichtanlage sollte immer montiert werden, wenn die Kinder am Straßenverkehr teilnehmen. 

Ein Nabendynamo mit einem Sensorscheinwerfer, der automatisch bei Dunkelheit angeht, ist besonders sicher, da er leichtgängig ist und die Kinder nicht vergessen können das Licht einzuschalten.

• Ab der 20 Zoll-Größe ist eine robuste, wartungsarme Nabenschaltung sinnvoll, drei Gänge reichen am Anfang aus. Bei 24 Zoll-Modellen können es auch sieben Gänge sein. Größere Kinder kommen schon gut mit Kettenschaltungen zurecht, die fehlende Rücktrittbremse ist für sie kein Problem. Kinder lernen schnell, mit Felgenbremsen umzugehen.

Unter www.adfc.de/kinder gibt es zahlreiche Tipps zum Kinderfahrradkauf und zum Radfahren mit Kindern. Das ADFC-Magazin Radwelt liefert zahlreiche Tipps, Trends und Infos rund ums Radfahren.

Die Radwelt erscheint alle zwei Monate und ist im ADFC-Mitgliedsbeitrag enthalten.

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