kann keiner toppen
(will auch keiner!!!)

Samstag, 18. Oktober 2008: vom Wittener Rathaus radelte die Radgruppe mit elf Teilnehmern los. Das Wetter: Goldener Oktober mit guter Leistungstemperatur".

Tourenleiter Helli brachte auch sofort im Kaltstart die volle Leistung. Explosiv gings im Eiltempo die Herbeder Str. entlang zur Nachtigallbrücke. Der listige Fuchs umfuhr dabei geschickt die vom Laub bedeckten Flaschenscherben. (Die “anders Trinkenden" zeigen eben auf ihre Art, dass sie aufs Pfandgeld verzichten können....)

1. Das erste Fahrrad hatte dann bereits nach wenigen Kilometern im Hinterrad eine große Scherbe. Auf der Nachtigallbrücke wurde die Panne schnell behoben.

2. Bei der Überfahrt mit der Fähre wollte Gerd den Reifendruck nach der Reparatur wieder von 4,5 auf 5,0 bar erhöhen. Leider brach dabei das Ventil ab. Zweiter Platten, neuer Schlauch!

Die anderen Radler und Radlerinnen überbrückten die Wartezeit am Schleusenwärter-Häuschen der Wabe bei leckerem Kuchen und heißen Getränken. 

Um die verlorene Zeit auszugleichen, radelte Helli noch einen Takt dynamischer.... auf Schleichwegen in Hattingen zum Schulenbergtunnel und dann den Radweg nach Schee hoch.

3. Kurz drauf erwischte es Carsten am Hinterrad. Bei einer Nabenschaltung dauert ein Reifenwechsel sowieso immer etwas länger. Aber.....

4. unglücklicherweise beschädigte Johannes bei der Reparatur den Ersatzschlauch. Zweiter Platten, neuer Schlauch!!

5. Dann löste sich nach wenigen Metern auch noch die Schaltstange. Nachdem sie endlich wieder gefunden worden war, konnte auch das behoben werden. (Carsten's Laune konnte aber lediglich die Hinterlassenschaft seines Lieblingstieres ernsthaft trüben: Hundekot erst gut unterm Laub getarnt, dann gut sichtbar am Schuh. Schon das zweite mal auf diesem Radweg!!)

Der Rest der Truppe hatte sich derweil einen Kilometer weiter bergan etwa eine Stunde die Beine in den Bauch gestanden und die Notbekleidung übergeworfen, um dem elendigen Erfrieren zu entgehen...

Gerade wiedervereint und los radelnd, um endlich den weitaus längeren Teil der geplanten Strecke in Angriff zu nehmen... krönte Susanne den Tag:

6. Hatten doch alle große Mühe ihr Rufen: Ich habe einen Platten UND DAS IST KEIN SCHERZ..." wirklich ernst zu nehmen. Nein, nein da streichelte sie fast eine Stunde ihr Rad und spürte nicht, dass an ihm etwas nicht in Ordnung war... Aber es wurde die schnellste Reparatur - nach nur 10 Minuten konnte es dann endlich weitergehen.

Der Rest der Strecke verlief dann - man glaubt es kaum - ohne weitere technische Probleme!!

Als nächstes beradelten und bestaunten wir rund einen Kilometer des gerade eröffneten ersten Teilstücks der Nordbahntrasse in Wuppertal. Die Durchfahrt war allerdings noch gesperrt. 

Anschließend fuhren wir zum Bahnhof und mit der S 8 bis zum Wuppertaler Zoo. Kurz nach dem Einstieg in die "Sambatrasse" nach Cronenberg müssen wir den Zoo-Tigern beim Vorbeiradeln als leckeres "Essen auf Rädern" erschienen sein.

Nach etwa der Hälfte der ca. 9 km stetig ansteigender Strecke liegt der ehemalige Bahnhof Wuppertal- Burgholz, jetzt ein Biergarten mit einem etwas überforderten Wirt. Die Aussicht Kaffee, Kuchen und andere Leckereien in der Restsonne zu genießen, verlockte uns rasch zur Einkehr.

Da es durch die spektakuläre Pannenserie (fünf Platten hatten wir auf den gesamten anderen Radtouren des ganzen Jahres nicht!!) schon recht spät geworden war, entschieden wir uns, die Tour abzubrechen. Sehr bereitwillig radelten alle abwärts zurück zum Bahnhof. Mit der S-Bahn ging's bis Hagen und mit der Regionalbahn heim nach Witten.

Mit trampelndem Gruß

Johannes Seidel

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