Fahrradklima in Duisburg ist knapp ausreichend

In Duisburg haben sich 1037 Bürger*innen an der großen Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) zum Fahrradklima beteiligt. Die Stadt erhielt dabei mit der Note 4,33 ein gerade noch ausreichendes Ergebnis und hat sich damit zur vorherigen Umfrage verschlechtert. Im Deutschlandweiten Vergleich liegt sie bei vergleichbar großen Städten auf Platz 22 von 25.

Die Radfahrer*innen in Duisburg bemängelten insbesondere die schlechte Verkehrsführung an Baustellen sowie zu viele Falschparker auf Radverkehrsanlagen. Klaus Hauschild, Sprecher des ADFC Duisburg dazu: „Gerade die Kontrolle der Falschparker wäre für die Stadt weitgehend Kostenneutral. Hier müssen bestehende Gesetze konsequenter durchgesetzt werden. Schließlich gefährden falsch parkende Fahrzeuge die Sicherheit der Radfahrer*innen.“   

Die teilweise katastrophale Situation für Radfahrer*innen an Baustellen wird von der Stadtverwaltung mit mangelndem Personal erklärt. Herbert Fürmann, ebenfalls Sprecher des ADFC Duisburg dazu: „Die Mangelverwaltung der Stadt führt hier zu einer Gefährdung der schwächeren Verkehrsteilnehmer*innen. Hier fehlt der politische Wille, Radverkehrsförderung auch mit dem notwendigen Personal auszustatten. Die Regeln zur Verkehrsführung an Baustellen sind der Stadt bekannt, umgesetzt werden Sie aber leider viel zu selten.“

 

Und wie ist Radfahren in Deiner Stadt? Das konnten Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Teilnahme bei der Umfrage zum ADFC-Fahrradklima-Test vom 1. September bis zum 30. November 2018 beurteilen. Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und fand zum achten Mal statt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert den ADFC-Fahrradklima-Test im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans.

 

Alle Ergebnisse der Befragung sind zu finden unter www.adfc.de/dossier/dossier-zum-fahrradklima-test-2018/

Duisburger Ergebnis des bundesweiten Fahrradklima-Tests 2014

ADFC-Fahrradklima-Test 2014 

Duisburg mit mittelmäßigen Noten / Nachholbedarf bei der Führung von Radfahrern an Baustellen 

 

Beim heute in Berlin vorgestellten Fahrradklima-Test des ADFC landete Duisburg erneut nur im unteren Mittelfeld  auf Platz 29 von 39 der fahrradfreundlichsten Städte seiner Größe. 683 Duisburger hatten an der bundesweiten Befragung teilgenommen. Unzufrieden sind Duisburgs Radfahrerinnen und Radfahrer vor allem mit nicht für den Radverkehr freigegebenen Einbahnstraßen und der mangelhaften Reinigung der Radwege. Lichtblicke gab es dagegen bei der Verfügbarkeit von Leihrädern und der Erreichbarkeit der Duisburger Innenstadt mit dem Rad.

ADFC-Vorstandsmitglied Michael Kleine-Möllhoff sagt: „Fahrradfreundlichkeit ist ein guter Gradmesser für die Lebensqualität in einer Stadt – deshalb macht es uns Sorgen, dass sich die Duisburger auf dem Rad nicht wohler fühlen. Der Fahrradklima-Test zeigt für andere Städte, dass kontinuierliche Radverkehrsförderung auch honoriert wird und sich in einem guten Verkehrsklima niederschlägt. Schon mit kleineren Maßnahmen ließe sich die Situation deutlich verbessern, z.B. durch für Radfahrer geöffnete Einbahnstraßen oder radfahrerfreundliche Lösungen an Baustellen. Wenn Duisburg will, dass mehr Menschen aufs Radsteigen und damit etwas Gutes für ihre Gesundheit und die Stadt tun, dann muss mehr getan werden als nur von Radverkehrsförderung zu reden. Der ständige Hinweis auf die leere Stadtkasse entbindet die Verwaltung z.B. nicht von der Pflicht die im Jahr 1998 geänderte Straßenverkehrsordnung endlich auch in Duisburg anzuwenden. Der ADFC steht mit Fachwissen als Dialogpartner bereit.“

Duisburg liegt bundesweit auf Platz 29 in der Kategorie der Städte über 200.000 Einwohner, im Landesvergleich auf Platz 9 von 15. Gegenüber dem letzten Test im Jahr 2012 hat sich Duisburg nicht verbessert.

Im Durchschnitt geben die Duisburger die Note ausreichend für die Fahrradfreundlichkeit. Mehrere Teilnehmer merkten kritisch an, dass Radverkehrsanlagen häufig von Falschparkern versperrt sind. Der mangelhafte Zustand Duisburger Radwege wurde von vielen Teilnehmern  kritisiert. Die Mehrzahl der Teilnehmer sagt, Radfahren mache in Duisburg Spaß aber dass in jüngster Zeit kaum etwas für den Radverkehr getan wurde. Kleine-Möllhoff dazu: „Zugeparkte Radwege können von der Stadt ohne Kostenaufwand geräumt werden. Gerade bei dieser Sicherheitsgefährdung ist die Stadt in der Pflicht zu handeln.“

Über 100.000 Teilnehmer bundesweit

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und wurde im Herbst 2014 zum sechsten Mal durchgeführt. Er wird gefördert vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans. Über 100.000 Menschen stimmten bundesweit ab – eine Steigerung von 25 Prozent gegenüber dem letzten Test im Jahr 2012. Die Zunahme führt der ADFC auf das wachsende Interesse am Thema Fahrrad und Radverkehr zurück. Die bundesweiten Ergebnisse wurden heute in Berlin vorgestellt.

  

Die detaillierten Ergebnisse des Fahrradklima-Tests 2014 und bundesweite Trends finden Sie auf der Internetseite des ADFC

© 2019 ADFC Kreisverband Duisburg e. V.