Freie Fahrt auf dem Neuenbaumsweg im Duisburger Süden

Nach der Entfernung des Drängelgitters

Die Stadt hat Ende 2016 eine Brücke über den Dickelsbach notsaniert um eine Sperrung zu beseitigen. Leider wurden unnötigerweise enge Drängelgitter angebracht. Nachdem der ADFC sich bei der Stadt beschwerte, wurden diese jetzt wieder beseitigt.
Bitte nehmen Sie aber Rücksicht an dieser kleinen Engstelle!

Warum sich ein Minister schämen würde Bürgermeister von Duisburg zu sein...

Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Teil 1 seiner Rede beim AGFS-Kongress in Essen am 25.02.2016

Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Teil 2 seiner Rede beim AGFS-Kongress in Essen am 25.02.2016

Radwerkstatt als Integrationsmodell

Foto: Oxana Wolf – AWO-Integrations gGmbH

AWO-Integration und ADFC Kreisverband Duisburg kooperieren, um künftig Flüchtlinge in die Lage zu versetzen Fahrräder zu reparieren.

Eine wichtige Voraussetzung für die Integration in eine Gesellschaft sind unter anderem soziale Kontakte, das Kennenlernen von üblichen Gepflogenheiten, Qualifizierung und sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Auf Grund dieser Erkenntnis arbeiten die AWO-Integrations gGmbH und der Duisburger Kreisverband des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) zusammen. Bei einem Pressetermin auf dem Bauspielplatz an der Duisburg-Neumühler Alexstraße unterschrieben Karl-August Schwarthans (im Bild rechts), Geschäftsführer der AWO-Integration und Klaus Hauschild, Vorstandssprecher des ADFC-Duisburg (in Vertretung für seinen Vorstandskollegen Herbert Fürmann), am 14.01.2016 einen Kooperationsvertrag. Der Kooperationsvertrag gilt erst einmal für ein Jahr.


In einem Container, der von Maas-Bau aus Moers zur Verfügung gestellt wurde, haben AWO und ADFC eine Fahrradwerkstatt eingerichtet. Hier werden künftig einige Bewohner von Flüchtlingsunterkünften unterwiesen Fahrräder zu reparieren und in Stand zu setzen. Hilfe zur Selbsthilfe ist die Maxime.

Ziel des Projektes ist es auch, vor allem alleinstehenden männlichen Asylbewerbern eine sinnvolle Beschäftigung zu ermöglichen. Darüber hinaus trägt die Werkstatt dazu bei, erste Schritte auf dem Weg zu einer beruflichen und sozialen Integration zu gehen und die Chancen für die spätere Jobsuche zu erhöhen. Da sind sich AWO und ADFC einig.

Zuständig für die technische Unterweisung der Freiwilligen ist Zweirad-Mechanikermeister Achim Arians (2. v.l.), Technik-Referent des Duisburger ADFC: „Ich werde die Leute so lange unterweisen, bis sie selbstständig in der Lage sind, alle erforderlichen Arbeiten zu erledigen“, sagt Achim Arians. Neben alle Werkzeuge hat er die deutschen Namen in Druckbuchstaben geschrieben, damit die Flüchtlinge nicht nur lernen, wie die Werkzeuge funktionieren, sondern auch, wie sie heißen. So werden schrittweise neben technischen auch sprachliche Kompetenzen vermittelt.

Harald Höbusch (3.v.l) vom Duisburger ADFC, der bereits erfolgreich mehrere Radfahrschulkurse geleitet hat, wird auch für die Flüchtlinge Fahrrad-Fahrlehrer und Sicherheitsunterweiser sein: „Viele dieser Menschen können vermutlich kein Fahrrad fahren“, sagt Harald Höbusch, „also werden sie es lernen müssen.“ Idealerweise natürlich so, dass sie sicher am Straßenverkehr teilnehmen können.

Dabei helfen vor Ort auch die mittlerweise in 7 Sprachen verfügbaren Flyer des ADFC, die die wichtigsten Verkehrsregeln in Wort und Bild darstellen.

Mit diesen Maßnahmen wird es ermöglicht, dass die Menschen ihren Stadtteil verlassen können und ihr Umfeld kennen lernen. Deshalb sind für die Zukunft, auch um Kommunikation und soziale Kontakte zu fördern, gemeinsame Radtouren geplant. „So schlagen wir mehrere Fliegen mit einer Klappe“, sagt Karl-August Schwarthans. „Für mich ist es ein Schritt in Richtung ,Stadtteil-Räder’, die denen zu Gute kommen, die sich kein Neues leisten können.“

Unterstützt wird das Projekt aus dem landesgeförderten Programm "Zusammenkommen und Verstehen" des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW.

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