Critical Mass in Duisburg im Mai 2019

Schön, dass wir nicht nur (wie immer) sehr kritisch waren, sondern auch die nach StVO erforderliche Masse überschritten hatten. 17 (bzw. in Mülheim abschnittsweise 18) Teilnehmer sind zwar noch ausbaufähig. Aber so hat es doch richtig Spaß gemacht und lockt vielleicht auch weitere Teilnehmer an. Wir sind über die Mülheimer bzw. Duisburger Straße als geschlossener Verband nach Mülheim geradelt und haben ab der Hochschule Ruhr West das neue, erste im endgültigen Ausbauzustand errichtete Teilstück des RS 1 unter die Räder genommen. Vom Hauptbahnhof in Mülheim ging es dann über die Eppinghofer-, Mellinghofer Straße und Mannesmann Allee wieder als Verband auf der Fahrbahn bis ins Gewerbegebiet Heifeskamp nach Norden. Weiter dann wieder dann über kleinere Straßen, Grünzüge und durch die Ruhrauen nach Duisburg und über Aakerfährbrücke und Wintgenstraße zurück zum Portsmouthplatz.

Eine gelungene Mischung aus Zurückeroberung des Straßenraums und schöner Radtour, wie viele der Teilnehmer abschließend meinten.

Wir sehen uns wieder - der nächste Termin ist am Freitag, den 28. Juni um 19 Uhr vor dem Hauptbahnhof. Dann hoffentlich mit noch mehr Leuten!

Duisburg mit anderen Augen sehen

Was als alternative Hafen- bzw. Busrundfahrt begonnen hat, ist jetzt auch per Fahrrad möglich.

Der ADFC unternimmt fünf geführte Touren durch Duisburg. Aber diesmal wird nicht „Strecke gemacht“, sondern neben dem Radeln geht es auch um die Stopps. Das ist für Auswärtige sicher interessant, aber auch Duisburger werden viele Ecken noch nicht kennen. Die Themen der Touren sind vielfältig:

·       Abschiedstour zum Steinkohlebergbau

·       Urban Gardening

·       Der Duisburger Norden

·       Hafen-Tour per Rad

·        (Baum)-Denkmäler

Immer finden die Tourenleiter eine Streckenführung meistens abseits belebter Straßen, die interessante Punkte verbinden. Man mag das eine oder andere kennen, vielleicht auch schon daran vorbeigefahren sein. Aber diesmal gibt es kundige Menschen, die das Auge vielleicht auf besondere Aspekte lenken. 

Sich darauf einlassen wollen und Rad fahren können sind die Voraussetzungen für die Teilnahme an diesen besonderen Touren. Alles andere wird sich ergeben.

Das Gesamtprogramm – Bus, Schiff, Fahrrad – wird in Gemeinschaft zwischen ADFC und der Duisburger Stiftung für Umwelt, Gesundheit und Soziales durchgeführt. 

Freie Fahrt auf dem Neuenbaumsweg im Duisburger Süden

Nach der Entfernung des Drängelgitters

Die Stadt hat Ende 2016 eine Brücke über den Dickelsbach notsaniert um eine Sperrung zu beseitigen. Leider wurden unnötigerweise enge Drängelgitter angebracht. Nachdem der ADFC sich bei der Stadt beschwerte, wurden diese jetzt wieder beseitigt.
Bitte nehmen Sie aber Rücksicht an dieser kleinen Engstelle!

Warum sich ein Minister schämen würde Bürgermeister von Duisburg zu sein...

Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Teil 1 seiner Rede beim AGFS-Kongress in Essen am 25.02.2016

Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Teil 2 seiner Rede beim AGFS-Kongress in Essen am 25.02.2016

Radwerkstatt als Integrationsmodell

Foto: Oxana Wolf – AWO-Integrations gGmbH

AWO-Integration und ADFC Kreisverband Duisburg kooperieren, um künftig Flüchtlinge in die Lage zu versetzen Fahrräder zu reparieren.

Eine wichtige Voraussetzung für die Integration in eine Gesellschaft sind unter anderem soziale Kontakte, das Kennenlernen von üblichen Gepflogenheiten, Qualifizierung und sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Auf Grund dieser Erkenntnis arbeiten die AWO-Integrations gGmbH und der Duisburger Kreisverband des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) zusammen. Bei einem Pressetermin auf dem Bauspielplatz an der Duisburg-Neumühler Alexstraße unterschrieben Karl-August Schwarthans (im Bild rechts), Geschäftsführer der AWO-Integration und Klaus Hauschild, Vorstandssprecher des ADFC-Duisburg (in Vertretung für seinen Vorstandskollegen Herbert Fürmann), am 14.01.2016 einen Kooperationsvertrag. Der Kooperationsvertrag gilt erst einmal für ein Jahr.


In einem Container, der von Maas-Bau aus Moers zur Verfügung gestellt wurde, haben AWO und ADFC eine Fahrradwerkstatt eingerichtet. Hier werden künftig einige Bewohner von Flüchtlingsunterkünften unterwiesen Fahrräder zu reparieren und in Stand zu setzen. Hilfe zur Selbsthilfe ist die Maxime.

Ziel des Projektes ist es auch, vor allem alleinstehenden männlichen Asylbewerbern eine sinnvolle Beschäftigung zu ermöglichen. Darüber hinaus trägt die Werkstatt dazu bei, erste Schritte auf dem Weg zu einer beruflichen und sozialen Integration zu gehen und die Chancen für die spätere Jobsuche zu erhöhen. Da sind sich AWO und ADFC einig.

Zuständig für die technische Unterweisung der Freiwilligen ist Zweirad-Mechanikermeister Achim Arians (2. v.l.), Technik-Referent des Duisburger ADFC: „Ich werde die Leute so lange unterweisen, bis sie selbstständig in der Lage sind, alle erforderlichen Arbeiten zu erledigen“, sagt Achim Arians. Neben alle Werkzeuge hat er die deutschen Namen in Druckbuchstaben geschrieben, damit die Flüchtlinge nicht nur lernen, wie die Werkzeuge funktionieren, sondern auch, wie sie heißen. So werden schrittweise neben technischen auch sprachliche Kompetenzen vermittelt.

Harald Höbusch (3.v.l) vom Duisburger ADFC, der bereits erfolgreich mehrere Radfahrschulkurse geleitet hat, wird auch für die Flüchtlinge Fahrrad-Fahrlehrer und Sicherheitsunterweiser sein: „Viele dieser Menschen können vermutlich kein Fahrrad fahren“, sagt Harald Höbusch, „also werden sie es lernen müssen.“ Idealerweise natürlich so, dass sie sicher am Straßenverkehr teilnehmen können.

Dabei helfen vor Ort auch die mittlerweise in 7 Sprachen verfügbaren Flyer des ADFC, die die wichtigsten Verkehrsregeln in Wort und Bild darstellen.

Mit diesen Maßnahmen wird es ermöglicht, dass die Menschen ihren Stadtteil verlassen können und ihr Umfeld kennen lernen. Deshalb sind für die Zukunft, auch um Kommunikation und soziale Kontakte zu fördern, gemeinsame Radtouren geplant. „So schlagen wir mehrere Fliegen mit einer Klappe“, sagt Karl-August Schwarthans. „Für mich ist es ein Schritt in Richtung ,Stadtteil-Räder’, die denen zu Gute kommen, die sich kein Neues leisten können.“

Unterstützt wird das Projekt aus dem landesgeförderten Programm "Zusammenkommen und Verstehen" des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW.

© 2019 ADFC Kreisverband Duisburg e. V.