Infoladen des ADFC Duisburg

Aktuelles aus Duisburg

RAD im Pott Sommer 2017

15.05.17
Kategorie: Presse, Aktuelles, Duisburg, Oberhausen, Gladbeck

Das neue Heft ist online

Radweg an der A 59

15.02.17
Kategorie: Aktuelles, Duisburg, Verkehr

Politik unterstützt die Idee des ADFC.

RAD im Pott Frühjahr 2017

04.02.17
Kategorie: Presse, Aktuelles, Duisburg, Oberhausen, Gladbeck

Jetzt schon online lesen.

Aktuelles aus NRW

Stadtradeln – Radeln für ein gutes Klima

18.10.17
Kategorie: Aktuelles, Aktionen

Auch 2017 sind die Erwartungen der Organisatoren deutlich übertroffen worden. Die 200.000-Marke an...

Verkehrsminister Wüst will verlässlicher Partner sein

12.10.17
Kategorie: Aktuelles

Der Landesvorstand des ADFC NRW war zum Antrittsbesuch bei Verkehrsminister Hendrik Wüst. Dieser...

Römer-Lippe-Route: Interaktive Karte zur Barrierefreiheit

11.10.17
Kategorie: Aktuelles, Tourismus

Wer gerne Radausflüge oder sogar einen Radurlaub in Nordrhein-Westfalen macht, ist auf der...

Tour mit dem Oberbürgermeister 2017

Skeptiker warnten im Vorfeld davor, in der heißen Wahlkampfphase eine Tour mit Sören Link zu machen. Das wäre nur eine Wahlkampfshow ohne Wert.
Wir wurden eines Besseren belehrt. Konzentriert und auf die Sache bezogen, hatte der Oberbürgermeister ein offenes Ohr für unsere Anliegen. Schwerpunkt war die Anbindung des wichtigen Ruhrtalradweges an den Innenhafen und die City.

Zwei Stunden Zeit wurden in seinem dichtdrängten Terminkalender freigeräumt und er radelte mit uns, sowie den begleitenden Mitarbeitern der Fachverwaltung vom Rathaus über den Innenhafen bis zum Kaßlerfelder Kreisel am Karl-Lehr-Brückenzug und durch Kaßlerfeld zurück zum Burgplatz.

Bereits hinter der Buckelbrücke an der Einmündung zur Schifferstraße wurde deutlich, wie schmutzig und gefährlich es ist, über die Max-Peter-Straße zum Ruhrdeich zu gelangen. Große Pfützen, eine unübersichtliche Einmündung, eine enge Unterführung und das Kopfsteinpflaster bereiten Stress. Trotz zahlreicher Parkplätze in den anliegenden Geschäften ist das Parken auf der stark befahrenen Straße erlaubt. PKW und LKW machen davon reichlich Gebrauch und verwandelten die Strecke in einen Slalomparkour für unsere 10-Köpfige Gruppe mit dem Oberbürgermeister. Teilweise überholten die Autos rechtswidrig zentimeterscharf. Einen Radfahrstreifen sucht man vergeblich. Auch die Einmündung am Ruhrdeich ist primär aus Sicht des Autoverkehrs gebaut. Die Bordsteinabsenkung, um auf den neuen Radweg am Ruhrdeich zu gelangen, fehlt. Die Vertreter der Fachverwaltung kennen die Probleme und versichern, dass in den Jahren 2019/2020 die Max-Peter-Straße komplett umgebaut werden soll. Mit breiten Radfahrstreifen und sicheren Querungen. Als Sofortmaßnahme ist eine zusätzliche Bordsteinabsenkung am Ruhrdeich geplant. Wir wünschen uns, dass zusätzlich das Parken an den beiden Seiten untersagt wird, um das gefährliche Slalomfahren um parkende Auto zu verhindern. Die Max-Peter-Straße ist dann breit genug, um das Risiko durch zentimeterscharf überholende durch Autos zu minimieren. Die Kosten sind auch für die notorisch klamme Stadt Duisburg minimal.

Unsere nächste Station, der Umbau des Kaßlerfelder Kreisels, bereitet Allen Kopfzerbrechen, da hier die „Quadratur des Kreises“ gelingen muss. Schwerlastverkehr, Straßenbahn und eine starker PKW-Verkehr machen die sichere Führung des Radverkehrs sehr schwierig. Unfälle mit schwerverletzten und getöteten Radfahrern unterstreichen die Dringlichkeit auf traurige Weise. Der Handlungsbedarf ist klar und wird auch von OB Link und Fachverwaltung gesehen. Der ADFC soll frühzeitig in die Planung mit eingebunden werden.

Richtung Innenstadt sollte die Radverkehrsführung in Kaßlerfeld nicht über die Ruhrorter Straße, sondern durch die Klemensstraße erfolgen, die dann jedoch im südlichen Teil als Einbahnstraße für den gegenläufigen Radverkehr freigegeben werden muss. Aus Sicht der Fachverwaltung kein Problem, aber für manchen Lokalpolitiker. Dabei zeigen die Erfahrungen in Duisburg und vielen anderen Städten, dass dies nicht zu Unfällen führt. Hier muss die Politik dazulernen und der ADFC wird auf die Parteien zugehen, um mit ihnen verstärkt das Gespräch über Radverkehrsfragen zu suchen. Das begrüßt auch Sören Link.

Im Rathaus wurde das weitere Vorgehen überlegt und weitere Probleme angesprochen. Zwei Punkte standen im Fokus: Die neue Autobahnbrücke der A40 von Neuenkamp nach Homberg, sowie sichere Radabstellanlagen in der Innenstadt. Die neue Brücke soll 100 Jahre halten und muss so gebaut werden, dass sie der zukünftigen Verkehrsentwicklung gerecht wird. Je vier Fahrstreifen sind in jede Fahrtrichtung für den Autoverkehr geplant und sie wird einige hundert Millionen Euro kosten. Nur beim Radverkehr will man sparen und auf dem Stand von 1970 verharren. Also 2,70 Meter breite, kombinierte Fuß- und Radwege, die durch schräg gestellte Geländer praktisch noch schmaler sind als heute. Gehen die planenden Behörden und Ministerien ernsthaft von einer Stagnation oder sogar Abnahme des Radverkehrs aus, als gäbe es den Klimawandel nicht und wäre ein gesünderes Mobilitätsverhalten kein Thema? Fachverwaltung, OB Sören Link und der ADFC waren einhellig der Auffssung, dass die Brücke so nicht kommen darf, sondern ausreichend dimensionierte Fuß- und Radverkehrsanlagen erhalten muss. Also mindestens 3,5 Meter je Richtung. Am Geld liegt es nicht, denn die zusätzlichen Kosten, liegen unter 1% der Baukosten. Der ADFC wurde aufgefordert, auch seine Kontakte zu nutzen, um diese unverzichtbare Planänderung mit herbeizuführen. Das sind wir der Zukunft unserer Stadt schuldig, war die gemeinsame Meinung.

Letzter Punkt war der Fahrradklau in Duisburg. Die Innenstadt zwischen Averdunk-Center und Stadtfenster (VHS und Stadtbibliothek) ist verstärkt betroffen. Wer will schon mit seinem Drahtesel zum Shoppen oder ins Theater, wenn die Wahrscheinlichkeit hoch ist, anschließend ohne Fahrrad da zu stehen? Und wer mit Gepäck vom Ruhrtalradweg oder vom Rhein in die Stadt kommt, braucht ebenfalls einen sicheren Platz für sein Fahrrad. Der steigende Anteil teurer E-Bikes erfordert dies genauso. Wer gesunde und umweltfreundliche Fortbewegung ernsthaft fördern will, muss sich dem Problem lösungsorientiert widmen. Wir wissen aus eigener, leidvoller Erfahrung und den Klagen anderer Radler, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht. Der Oberbürgermeister schlug vor, den ADFC zu den entsprechenden Arbeitskreisen einzuladen und die Problematik auf die Tagesordnung zu setzen. Wir kommen gerne!

Umbau des Infoladens

Wegen eines größeren Umbaus des Hauses und unseres Infoladens müssen wir diesen leider für einige Zeit schließen.

Vermutlich ab dem 4. September wird der Infoladen für einge Wochen nicht nutzbar sein. Wir bitten um Verständnis.

 

Unsere nächsten Radtouren:

Baldeneysee

Sa, 28. Oktober 2017, 09:00 Uhr

Duisburg-Meiderich Borkhofer Str/Ecke Tönniskamp

Länge: 90 km

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Baldeneysee

Sa, 28. Oktober 2017, 09:45 Uhr

Stadtgrenze OB/MH, Ecke Landwehr/Mülheimer Str.

Länge: 80 km

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Bauernmarkt an den Littardkuhlen

So, 05. November 2017, 10:25 Uhr

Duisburg-Homberg Bismarckplatz

Länge: 45 km

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Bauernmarkt an den Littardkuhlen

So, 05. November 2017, 11:00 Uhr

Moers Dienstleistungszentrum, Mühlenstr. 15

Länge: 35 km

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DU-Wintertour I

Sa, 11. November 2017, 11:00 Uhr

Duisburg-Meiderich Borkhofer Str/Ecke Tönniskamp

Länge: 60 km
Fit durch den Winter
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Irgendwie nach Irgendwo

So, 10. Dezember 2017, 09:20 Uhr

Duisburg-Homberg Bismarckplatz

Länge: 60 km
Weihnachtsmarkt
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Irgendwie nach Irgendwo

So, 10. Dezember 2017, 10:00 Uhr

Moers Dienstleistungszentrum, Mühlenstr. 15

Länge: 55 km
Weihnachtsmarkt
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DU-Wintertour II

Sa, 16. Dezember 2017, 11:00 Uhr

Duisburg-Meiderich Borkhofer Str/Ecke Tönniskamp

Länge: 60 km
Fit durch den Winter
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Radweg an der A 59 in Duisburg

In Duisburg soll die A 59 von dem Autobahnkreuz Duisburg bis nach Hamborn von vier - auf sechs Streifen ausgebaut werden. Warum berücksichtigt man dann nicht direkt auch einen parallel verlaufenden Radweg, fragt sich der ADFC-Duisburg ?
Wenn Duisburg wirklich seine Fahrradfreundlichkeit steigern will , dann besteht jetzt die Gelegenheit dazu. Kostengünstiger als mit einem zeitgleichen Ausbau der Berliner Brücke und dessen Fortführung bis in den Duisburger Norden kann man so einen Radweg nicht bauen. Um dem Projekt den nötigen Anschub zu verleihen hat sich der ADFC Duisburg an den Duisburger Bundestagsabgeordneten Mammut Özdemir gewandt. Mit diesem frischen Denkanstoß hat dieser zwischenzeitlich den Bundesverkehrsminister angeschrieben, um diese Maßnahme entsprechend prüfen zu lassen.
In Deutschland wäre so eine Parallelführung einmalig und zukunftsweisend, weil sie den Umstieg vom Auto auf das Fahrrad deutlich fördern würde. Immerhin haben wir es bei der A 59 mit einem täglichen Verkehrsaufkommen von 90.000 Fahrzeugen zu tun, und damit auch mit einer großen zu bewältigenden Umweltbelastung.
Für jeden Radfahrer aus dem Duisburger Norden wäre es außerdem ein Traum, über eine direkte kreuzungsfreie Verbindung schneller in die Duisburger Innenstadt zu gelangen.

Wie könnte so eine Verbindung aussehen?

Im Bereich der 1,8 km langen zu erneuernden Berliner Brücke wäre eine Konstruktion möglich, wie sie im Foto dargestellt ist. Der Radweg wäre hier durch eine leichte Stahlkonstruktion unterhalb des seitlichen Kragarms der Berliner Brücke untergebracht.
Vorteil dieser Konstruktion: der Radweg benötigt keinen zusätzlichen Platz und würde eine Erweiterung der Autobahntrasse überflüssig machen. Außerdem ermöglicht er eine wettergeschützte Nutzung. Im Bereich der Zu- und Abfahrten der A 59 befände sich der Radwege in einer entsprechenden Tieflage, so dass er mittels Durchlässen unterhalb der Zufahrten weiter geführt werde könnte. Im weiteren Verlauf Richtung Norden (Hamborn) böte sich die Weiterführung des Radweges dann direkt neben der Autobahn an.

Mit dieser kombinierten Straßen- und Radwegeverbindung vom Norden Duisburgs in die Innenstadt würde die Stadt eine zukunftsweisende und umweltschonende Verkehrsverbindung für den Berufs, -Geschäfts- und Freizeitverkehr erhalten. Duisburg könnte sich mit diesem innovativen Konzeptes an die Spitze der Mobilitäts-Bewegung von NRW oder sogar ganz Deutschland stellen. Der Radweg wäre ein Leuchtturmprojekt für Duisburg.

© 2017 ADFC Kreisverband Duisburg e. V.