Artikelliste

Bisher finden sich hier folgende Texte:

Editorial Rad am Rhein 2016

Liebe Leserin, lieber Leser,

Leben heißt sich ändern – demnach ist unsere Rad am Rhein quicklebendig.

Seit nunmehr drei Jahren erscheint Rad am Rhein vollständig in eigener Regie. Das soll auch in 2016 im vierten Jahr so bleiben. Der ADFC Düsseldorf e.V. hat sich entschieden, Rad am Rhein so fortzuführen wie bisher - mit vielseitiger Themenauswahl in einem klaren Layout, in eigener Regie. Zum anderen können wir die Kosten nicht außer Acht lassen.

Unsere Zeitschrift muss keinen Gewinn erbringen, aber sie muss für den ADFC Düsseldorf e.V. bezahlbar sein. Daher hat der Vorstand nach langer Diskussion und reiflicher Überlegung beschlossen, statt drei Ausgaben – Frühjahr, Sommer, Herbst-/Winter – jetzt nur noch zwei Ausgaben herauszugeben – im Frühjahr und im Sommer. Außerdem reduzieren wir die Auflagenhöhe, statt bisher 6.000 im Frühjahr und im Sommer sowie 3.000 im Herbst werden wir nur noch 3.000 Exemplare je Ausgabe erstellen lassen. Dafür wird jedes Heft denselben Umfang von 40 Seiten haben - wie bisher die ersten beiden Ausgaben eines Jahres.

Der Grund für diese Entscheidung liegt allein in den uns weglaufenden Kosten: Das professionelle Layout muss bezahlt werden, ebenso der Druck. Wir, der ADFC Düsseldorf e.V., werden die Zusammenarbeit mit unseren bisherigen Partnern fortsetzen, sowohl mit der Grafikerin Frau Birr als auch mit Düssel-Druck. Beides hat sich als erfolgreich für ein Heft mit vielseitiger Themenauswahl in einem klaren Layout erwiesen.

Mit dieser erneuten Veränderung unserer Rad am Rhein haben wir vor allem ein Ziel: Sie, liebe Leserin, lieber Leser auch weiterhin regelmäßig über alles rund ums Rad zu informieren. Denn: Wir sind kompetent in Sachen Fahrrad.

 Edda Schindler-Matthes


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Editorial Rad am Rhein 2013

Liebe Leserin, lieber Leser,

Sie haben es sicher gleich bemerkt: Rad am Rhein hat sich erneut verändert. Mit dieser ersten Ausgabe in 2013 tritt der ADFC Düsseldorf e.V. wieder mit einem vollständig in eigener Regie erstellten Heft auf.

Wir, der ADFC Düsseldorf e.V., und unser Partner Düssel-Druck verantworten jetzt jeweils eigene Fahrradzeitschriften. Wir und Düssel-Druck haben das Heft, das wir nun zwei Jahre gemeinsam herausgegeben haben, einvernehmlich aufgegeben.

Dass wir weiterhin zusammen arbeiten, können Sie daran erkennen, dass Düssel-Druck für den Druck unseres neuen Heftes zuständig ist. Auch das Layout liegt in derselben Hand wie bisher.

Aber wir haben nun wieder für das komplette Heft die Regie. Die fortwährende Veränderung unseres Rad am Rhein hat vor allem ein Ziel: Sie, liebe Leserin, lieber Leser über alles rund ums Rad zu informieren. Denn: Wir sind kompetent in Sachen Fahrrad.

Unsere Zeitschrift muss keinen Gewinn erbringen, aber sie muss für den ADFC Düsseldorf e.V. bezahlbar sein. Dazu muss sie sich verändern. Uns sind dabei Faktoren wichtig wie Identifikation, aber auch Lesespaß.

Mit Mut und dem Wunsch, weiterhin viele Menschen zu erreichen, hat der ADFC Düsseldorf e.V. sich entschieden, mit vielseitiger Themenauswahl in einem klaren Layout Rad am Rhein fortzuführen.

Edda Schindler-Matthes


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Editorial Rad am Rhein 3-2012

Liebe Leserin, lieber Leser,

Sie halten das letzte Heft des 20.Jahrgangs von Rad am Rhein in Händen. Zwanzig Jahre, das ist eine lange Zeit. In dieser Zeit hat sich Rad am Rhein immer wieder verändert, um Sie stets mit guter Qualität zu informieren.

Auch mit dieser Ausgabe ändert sich die Ihnen vertraute Fassung: Zukünftig, erstmals mit der Herbst-/Winterausgabe 2012, wird der ADFC-Teil als eigenes Heft erstellt und in der Heftmitte dem gesamten Heft beigelegt. Sollten Sie die ADFC-Seiten sammeln, haben Sie es also jetzt einfacher. Gleichwohl erhalten Sie auch alle anderen Artikel, die oft über das lokale Interesse von Düsseldorf und Umgebung hinausgehen.

Unser Partner Düssel-Druck hat es jetzt auch einfacher: Die Themen unserer Region sind verständlicherweise für Leser des Heftes in entfernteren Regionen, beispielsweise Koblenz oder Limburg, nicht so sehr interessant.

Mit dieser Neuerung ist also beiden Partnern gedient: Der ADFC Düsseldorf e.V. hat wieder ein „eigenes“ Heft Rad am Rhein, Düssel-Druck kann gezielt die Informationen mit und ohne Region Düsseldorf verteilen.

Wir hoffen, dass Sie weiterhin Rad am Rhein mit Interesse zur Hand nehmen und gern lesen.


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Editorial Rad am Rhein Frühjahr 2011

Mit dieser Ausgabe (19. Jahrgang) hat sich das Erscheinungsbild unserer Mitgliederzeitung verändert. Aus dem bekannten A5 Format wurde ein Magazin in A4 Größe. Lesen Sie hier das Editorial aus dem Heft:

Liebe Leserin, lieber Leser,

Sie halten eine geänderte Ausgabe der Rad am Rhein in Händen. Die Ihnen jahrelang vertraute Fassung übersteigt die finanziellen Möglichkeiten des ADFC Düsseldorf e.V. Leider sind in den vergangenen Jahren mehr und mehr die Anzeigenaufträge weggefallen; dadurch hatte der Verein steigende Kosten zu tragen. Da dies nur mit Hilfe von Rücklagen möglich war, und diese Rücklagen nicht weiter strapaziert werden können, musste der ADFC Düsseldorf e.V. den Vertrag mit unserem langjährigen Partner Düssel-Druck kündigen.

Das Jahr 2010 über suchten wir einen finanziell tragbaren Ausweg. Eine sich gegen Jahresende abzeichnende Lösung zerschlug sich zu Beginn des neuen Jahres, denn unsere benachbarten Gliederungen Krefeld / Kreis Viersen und Rheinkreis Neuss haben sich schließlich gegen den Vorschlag entschieden, ein geändertes umfangreicheres Heft weiterhin gemeinsam mit Düssel-Druck zu produzieren. Darum gibt es zunächst die Ausgabe, die Sie in Händen halten, allein für Düsseldorf. Wie es weiter geht – das wird sich zeigen. Wir hoffen, dass wir Sie auch zukünftig in gewohnter Qualität informieren können, wenn möglich wieder mit einem Heft gemeinsam mit unseren Nachbarn.

Ende des Editorials.

Wenn Sie die Rad am Rhein lesen möchten, finden Sie sie bei unseren Förderern ausgelegt zur kostenlosen Mitnahme. Selbstverständlich erhalten Sie unser Magazin auch zu den Öffnungszeiten in unserem Fahrrad Info Zentrum sowie an unseren Infoständen.


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Einführung

So manches - auch ein Stoßgebet - führt nicht unmittelbar zum Gewünschten. So ist auch der eigentliche Beginn dieses Fahrradkaufs völlig anders gelagert.

In der Rad am Rhein Ausgabe vom Frühjahr 2009 können Sie einen Teil lesen, hier finden Sie den Anfang und auch den Schluß - kurz, die ganze Geschichte.

Eines noch: Diese Schilderung soll Sie weder vom Kaufen abhalten noch zur Wahl bestimmter Marken verführen. Sie stellt einfach nur etwas erlebtes dar.

Fahrradkauf

Oh, Lord, would you buy me a new bicycle…

Oh, Lord, would you buy me a new bicycle,
It should be special, and not like them all!
I promise to love it, I’ll be its best friend.
Oh, Lord, I need it, my new bicycle.

Teil 1

Gut durchblutet und mit roten Wangen erledige ich die ersten Handlungen meines
Büroalltages: das tropfende Regencape auf den Kleiderständer, die nassen Haare mit einem Küchenhandtuch abrubbeln. Parallel wird der Computer gestartet. Chef und Kollegen akzeptieren die legere Kleidung. Schließlich sind die krankheitsbedingten Ausfälle deutlich reduziert.
Ein weiterer Kollege „Hans“ besitzt weder Auto noch Führerschein und ist begeisterter
Mountainbiker. Er kennt sich mit allem aus, was mit Radeln zu tun hat. Nichts freut ihn mehr, als wenn man ihm verkündet, man plane eine Tour in der Eifel. Am nächsten Tag bringt er entsprechendes Kartenmaterial und erörtert ausführlich das Für und Wieder alternativer Touren. Verteilt auf die zur Verfügung stehenden Tage bis zum Starttermin steckt er intervallweise den Kopf zur Tür herein: „Ich hätte noch eine Idee…“ oder „Wie wäre es, wenn du mit dem Zug bis Blankenburg fährst und dann…“ Ausführliche Erörterungen unter Angabe der Höhenmeter und Beschaffenheit der Wegstrecke folgen und: „Zeig’ doch noch mal die Karte… schau’ mal!“
Das Telefon klingelt und stört unsere morgendliche Plauderei. Ein Kunde, der - wie immer - die Unterlagen, die er seit nunmehr drei Monaten schicken will, nicht fertig hat. Er ist aber ganz zuversichtlich, dass er „bald“ soweit sei und hat offensichtlich Zeit. Ich reagiere reserviert. Was denn „bald“ sei, möchte ich mit zusammengezogenen Augenbrauen wissen.
Hans spürt das aufziehende Gewitter und schleicht sich. Meine Stimme wird leicht zynisch, und ich erinnere den verehrten Herrn Maier an seine Worte von vor zwei Wochen. Herr Maier hat aber keine Antennen für sensible Untertöne: „ Ach wissen Sie, ich habe so viel zu tun! In zwei Wochen gehe ich in Urlaub. Und dann bekomme ich ein neues Auto.“
Das Thema bringt ihn in Wallung. Es fallen die Namen der teuersten Schlitten: „Mercedes – ja wenn überhaupt dann die S-Klasse, Jaguar wäre auch nicht schlecht, aber wenn schon Jaguar, dann doch wohl das Kabrio… selbstverständlich mit Ledergarnitur, Mahagoniholzverkleidung und korrespondierendem Lenkrad.“ Die Lackierung sei ein Problem – heute sei ja metallic modern, was ich denn davon halten würde.
Ich werde langsam wütend. Ich plaudere schon gerne mal mit Kunden. Aber erstens nicht mit jemandem, der mich ganz offensichtlich an der Nase herumführen will, und zweitens nicht über Themen, die mich nicht interessieren. Mit einem von unterdrückten Zorn herrührendem Vibrato in der Stimme beharre ich auf der Definition von „bald“: „Herr Maier, lassen Sie uns noch mal über die Unterlagen sprechen. Sie haben mir schon vor drei Monaten gesagt, die Unterlagen seien „bald“ fertig. Jedenfalls behauptet das mein Computer. Ich kann Ihnen das gerne vorlesen!“
Herr Meier ist nicht gewohnt, dass ihn jemand unterbricht. Schließlich ist er Chef eines Unternehmens und nicht irgendwer. Ungerührt diskutiert er weiter: Benzinverbrauch bei 100 km, Beschleunigung in den ersten 10 Sekunden, Bodenhaftung, Kurvenlage, und so weiter. Schließlich setzt er zu einer unflätigen Beschimpfung des Dieselmotors an und endet mit der Frage: „Was für ein Auto fahren Sie denn?“
„Ich bin Fahrradfahrer!“ schleudere ich ihm durch das Telefon ins Ohr.
Überraschtes Schweigen am anderen Ende… „Ich bin Fahrradfahrer“ was soll das denn? Ein „Autofahrer“ sieht einen Fahrradfahrer; er ärgert sich über einen Fahrradfahrer; er erlebt einen Fahrradfahrer als Verkehrsbehinderung; er parkt auf einem Fahrradweg und empfindet es als kleinlich und unverschämt, wenn es jemand wagt, ihn daraufhin anzumachen.
Mit dem Ausspruch „Ich bin Autofahrer“ verbindet sich ein Weltbild: Liebe zu teuren Autos und hochkarätigen Marken, zu glänzendem Lack, zum Rausch der Geschwindigkeit und zur Ablehnung von allem, was sich diesem Rausch in den Weg stellt wie zum Beispiel hohe Benzinpreise, Geschwindigkeitsbegrenzungen oder die Stadtteilintiative zur Bekämpfung von Feinstaubbelastung. Mit „ich bin halt Autofahrer“ entschuldigt man sich für den Stinkefinger, der gegen den „Penner“ geschwungen wird, der trotz grüner Ampel nicht losfährt oder für das Betiteln eines Verkehrsteilnehmers mit „Arschloch“, der trotz Lichthupe die linke Fahrspur nicht räumt.
„Ich bin Fahrradfahrer“ – welch eine Anmaßung! Herrn Maier verschlägt es die Sprache.
Ich nutze die Pause für einen Exkurs in die Welt der Fahrradfahrer.
„Ich will mir nämlich gerade ein neues Fahrrad kaufen. Aber das ist wirklich nicht einfach – kann ich Ihnen sagen! Soll ich lieber eine Deore XT – Schaltung von Shimano nehmen oder bietet die14-Gangschaltung von Rohloff so deutliche Vorteile, dass der hohe Preis gerechtfertigt wäre? Was halten Sie von einem voll gefederten Rad? Haben Sie sich schon mal Gedanken gemacht, ob der „Schaukelpferdeffekt“ eines voll gefederten Rades zu Kraft- und Geschwindigkeitsverlust führen kann? Soll ich eher ein Rad mit 26er oder 28er Rädern nehmen? Angeblich erreicht man mit den kleineren Rädern keine Spitzengeschwindigkeiten. Aber ich bin ja kein Radrennfahrer… Haben Sie gewusst, dass manche Hersteller nur kleine Radgrößen anbieten? Manche wiederum keine Federgabeln? Übrigens die von Mazcchotti sollen die besten sein - Stahlfeder im Ölbad – kein Emulgat. Aber das ist vielleicht für mich übertrieben. Ich bin ja kein Mountainbiker. Was halten Sie von Scheibenbremsen? Ich bin der Meinung, dass das hydraulische Bremssystem von Magura mehr Vorteile bietet, obwohl manche sagen, dass sie so plötzlich bremsen, dass man über den Lenker gehen kann. Was würden Sie dazu sagen?“
Mein Gesprächspartner ist verstummt. Hans ist wieder an der Tür erschienen. Er hat wohl einen neuen Vorschlag für meine Eifel-Tour und kriegt jetzt große Augen. Da will sich jemand ein neues Fahrrad kaufen??
Ich lasse mich nicht ablenken und werde streng und unerbittlich wie eine Gouvernante. „Und kommen wir noch mal auf die versprochenen Unterlagen zurück: Sie sagten „bald“ und ich wollte wissen was „bald“ für Sie bedeutet! Tut mir leid – aber ich bin in einer hanseatischen Kaufmannsfamilie aufgewachsen, in der ein Wort noch was galt…“
Aus dem Augenwinkel sehe ich wie Hans aufgeregt von einem Bein auf das andere trippelt. Meine Tonlage ist bedrohlich und schrill geworden. Die mitschwingende Empörung und Verachtung dürfte selbst für Menschen mit der Sensibilität eines Dickhäuters spürbar sein.
„…und wie ist es mit Ihnen? Bis wann werde ich die Unterlagen hier haben?? Und - wenn Sie jetzt einen Termin nennen, sind Sie auch gewillt sich an den zu halten??“
In einem schwarzledernen Chefsessel hinter einem riesigen Schreibtisch aus Mahagoni in einem gläsernen Bürogebäude irgendwo in Deutschland windet sich Herr Maier wie ein Aal und wünscht sich hinter das Steuer seines neuen metallic glänzenden Mercedes, um einmal richtig Gas geben und einem Fahrradfahrer die Auspuffgase ins Gesicht blasen zu können.
„Was hast du gesagt? Du willst dir ein neues Fahrrad kaufen? Hast du schon eine Idee was für eines?“ Hans spürt, dass das Gespräch bald beendet sein wird.
Leider haben die Telefone heute ja keinen Hörer mehr, den ich schwungvoll auf die Gabel schleudern könnte, um meine Empörung über einen „Geschäftsmann“ wie diesen zum Ausdruck zu bringen. Aber ich habe einen Trennknopf, mit dem ich die Gespräche sehr abrupt beenden kann: getreu der Devise: „Wenn hier einer auflegt, dann bin ich das!“

Fortsetzung bzw komplette Geschichte als Download (Pdf)

© 2018 ADFC Kreisverband Düsseldorf e. V.