3.000 RadfahrerInnen setzen Signal für Verkehrswende in NRW

– Große ADFC-Fahrradsternfahrt NRW – Düsseldorf für einen Tag Radhauptstadt
– LandtagskandidatInnen sagen mehr Tempo zu – ADFC zieht positive Bilanz

Eine Woche vor der NRW-Landtagswahl demonstrierten am Sonntag, 7. Mai unter dem Motto „Fahrrad wählen!“ über dreitausend RadfahrerInnen für ein fahrradfreundliches Nordrhein-Westfalen. Von Geldern bis Köln und von Mönchengladbach bis Dortmund waren Radbegeisterte aller Altersstufen dem Ruf des ADFC Düsseldorf an den Rhein gefolgt.

Auf dem Johannes Rau-Platz am Rhein, Treffpunkt für die große Düsseldorfer Abschlussrunde, herrschte bei gutem Wetter Festtagsstimmung: Ein leibhaftiger "Karl Drais" mit großem Laufrad und Zylinder führte die bahnbrechende Erfindung des Fahrrad-Urtyps vor genau 200 Jahren vor; die „Henkel Rad-Löwen“, Schirm-"Team" der Sternfahrt und Stadtradel-Sieger 2016, kamen persönlich zum Start auf die Bühne.

Lerke Tyra, stellvertretende Vorsitzende des ADFC Düsseldorf, zog eine positive Bilanz: "Unsere diesjährige Routenführung der Sternfahrt sorgte für Spaß und tolle Ausblicke, auch die radpolitischen Zwischenstopps stimmten. Eine Woche vor der Landtagswahl brachte die verkehrspolitische Diskussion Spannung auf unsere Bühne. Wichtig bleibt: Wir brauchen weiter den Druck der vielen radbegeisterten Menschen, die wollen, dass NRW endlich zum Fahrradland wird!"

Positiv …

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ADFC Düsseldorf erhält Umweltpreis 2016 der Landeshauptstadt

v.l.: Altfried Inger, langjähriger Vorsitzender ADFC Düsseldorf, Iris Franke, jetzige Vorsitzende des ADFC Düsseldorfs nehmen von Helga Stulgies, Umweltdezernentin der Stadt Düsseldorf und Oberbürgermeister Thomas Geisel Urkunde und Scheck für den Umweltpreis 2016 entgegen.

Für uns ist das Fahrrad das umweltfreundlichste, gesündeste und schönste Verkehrsmittel der Welt. Seit fast 30 Jahren engagiert sich der ADFC Düsseldorf für die konsequente Förderung des Radverkehrs, für eine lebenswerte Stadt mit menschenfreundlicher Mobilität, für Radbegeisterung in jeder Hinsicht.
Dafür wurden die vielen ehrenamtlich Engagierten nun mit dem Düsseldorfer Umweltpreis - Motto: "Mobil mit Stil - umweltfreundlich unterwegs!" - ausgezeichnet.

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ADFC Düsseldorf fordert autofreien Sonntag für die Landeshauptstadt

(8.3.16) Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Düsseldorf e.V. (ADFC Düsseldorf) fordert einen autofreien Sonntag für die Landeshauptstadt 2016 - und das als Testlauf für weitere in den kommenden Jahren. Dies hat der ADFC beim Vorsitzenden des Ausschusses für Anregungen und Beschwerden beantragt. „Wir bitten die Verwaltung, …

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Radschnellwege für Düsseldorf

Warum Radschnellwege?
Immer mehr Menschen radeln immer öfter und immer längere Strecken. Dies liegt zum einen an Trends wie 'Zurück in die Stadt', wachsendem Umwelt- und Gesundheitsbewußtsein, wachsenen Kosten fürs Auto, aber nicht zuletzt auch an immer höherwertigeren Rädern mit und ohne Motor.
Herkömmliche Radwege mit meist 150cm Breite (incl. Bordstein und/oder Trennstrich) sind schlicht als Hauptrouten nicht leistungsfähig genug, ein Überholen für Lasten- und Dreiräder nicht möglich. Ein Mischverkehr, d. h. Autos und Räder auf einer Fahrspur, bei Geschwindigkeiten des Kraftverkehrs jenseits von 30km/h wird von der großen Mehrheit der Radfahrenden abgelehnt.

Viel zu teuer? Überflüssig?

Zunächst: Für das Geld, das alle geplanten Radschnellwege in NRW kosten, bekommt man noch nicht einmal eine Autobahnbrücke über den Rhein.
Wer meint solche Radschnellwege würden zu viel kosten, mit dem Geld könne man an anderer Stelle, beispielsweise in der Innenstadt, mehr erreichen, möge sich an Aufnahmen von Autobahnen aus 1950er Jahren erinnern: Linke Spur frei bis zum Horizont. Autobahnen wurden damals nicht bebaut, weil sich der Autoverkehr irgendwo massiv staute, sondern weil man diesen fördern wollte.
Das Bahnnetz war damals so dicht, dass selbst im ländlichen Raum noch fast jeder Ort erreicht werden konnte. Dieser stark angebotsorientierte Neubau von Autobahnen, gepaart mit dem Nimbus von Modernität und Freiheit, haben einen Autoboom ohne Gleichen ausgelöst. Einen solchen Boom brauchen wir auch für das Rad. Einen solchen Fahrradboom wollen wir.
Die Niederlande und Dänemark zeigen wie Radschnellwege, auch im Stadtzentrum, dem Radverkehr einen Schub geben können.
Aber klar: Es gibt jede Menge in der Innenstadt zu tun, um den Radverkehr besser und sicherer zu  machen. Radschnellwege müssen auf gute Radwege treffen, so wie Autobahnen auf Bundesstraßen. Radschnellwege dürfen nicht zu Lasten des Radwegebaus und -unterhalts gehen.

Welche Radschnellwege sollen kommen?

Die geplanten Radschnellwege zeigt die obere Grafik.
Größtes Manko: Keine Schnellwege durch die City und dies obwohl nach Fertigstellung der Wehrhahnlinie, die Straßennutzungen neu verteilt werden. Nach Vorstellungen des ADFC könnten die beiden geplanten Radschnellwege durch eine Route Friedrichstraße-Breite Str.-KöBogen-Schadowstr.-Am Wehrhahn-Toulouser Allee-parallel Bahntrasse auf Schnellwegeniveau miteinander verbunden werden. Details zu den Vorstellungen des ADFC siehe "Rad am Rhein" (PDF, 6.4MB)


 

Planung der Verwaltung
Planung der Verwaltung
Vorschlag der Agenda21
Vorschlag der Agenda21
Vorschlag des ADFC
Vorschlag des ADFC

Wehrhahnlinie fertig - und dann?

Wenn die Wehrhahnlinie fertig ist (geplant Ende 2015), ergeben sich Möglichkeiten den Straßenraum neu aufzuteilen.

Aus Sicht des ADFC sind drei Dinge bei der Neuaufteilung essentiell wichtig für den Radverkehr:

  1. Der Radverkehr muss sicher geführt werden. Dies ist am einfachsten durch Radfahrstreifen oder durch Tempo 30 erreichbar.
  2. Die Friedrichstraße als Einkaufsbereich muss sowohl in nördliche als auch in südlicher Fahrrichtung mit dem Rad befahren werden können.
  3. Die Zahl der Ampelstopps soll durch direkte Abbiegespuren minimiert werden.

Die Vorstellungen der Verwaltungen sehen so aus:

Friedrich-/Breitestraße sowie Kasernen-/Elisabethstraße

  • bleiben Einbahnstraßen für die Fahrrichtung Norden bzw. Süden
  • bleiben Tempo 50 Hauptstraßen, mit zwei Fahrspuren für den PKW-Verkehr, teilweise auf einem überbreitem Fahrstreifen.
    Im Abschitt Heinrich-Heine-Platz -> Steinstraße nur eine Fahrspur nach Süden für den Kraftverkehr.
  • Neu hinzukommen soll ein Radfahrstreifen im Regelmaß (2m plus 50cm Abstand) für die jeweilige Fahrrichtung.
  • In der Elisabethstraße soll das Parkplatzangebot massiv ausgebaut werden.
  • Deutlich verbreitert werden sollen die Bürgersteige in Geschäftsbereichen. Details

ADFC Kritik:
Die Radfahrstreifen erlauben dem Durchgangsradverkehr sichere und zügige Fahrt, sollten aber breiter ausfallen (3m). Immerhin reden wir hier von einer Hauptroute und da soll das Regelmaß schon reichen?
Radfahrstreifen in Geschäftsbereichen, die nur in einer Fahrrichtung nutzbar sind, sind lebensfremd und daher inakzeptabel. Es wird zu massivem Geister- und Gehwegradeln auf der Friedrichstraße kommen. Alternativ schlagen wir für die Friedrichstraße zwei Fahrstreifen nach Norden mit Tempo 30 und einem Radstreifen in Gegenrichtung vor.
Laut Stadtentwicklungskonzept besitzen 36,5% der Düsseldorfer Haushalte, vermutlich also die Hälfte aller Düsseldorfer, kein Auto. Über 40% der Düsseldorfer PKWs werden 24h nicht vom Fleck bewegt. Gibt es keine bessere Nutzungen mitten in der Stadt, die allen zu Gute kommen, als Parkplätze?
Was wäre mit beispielsweise mit mehr Grün?

Vorschlag Agenda 21:

  • Zweirichtungsradweg im Seitenraum von 3m auf der Kasernen-/Elisabethstraße
  • Shared-Space-Zone zwischen Graf-Adolf-Platz und Herzogstraße in der Friedrichstraße
  • Zwei Kraftfahrspuren nach Norden in der Friedrichstr. und Breite Str
  • Größtenteils zwei Kraftfahrspuren nach Süden in der Kasernen- und Elisabethstr.

ADFC Kritik:
Ein Zweirichtungsradweg im Seitenraum ist auf einer Hauptroute aus Sicherheitsgründen inakzeptal. Die Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA) warnen ausdrücklich davor.
Kein Radverkehr nach Süden in der Friedrichstraße?, auch dies wäre inakzeptabel.

KöBogen

Wie der Übergang von der Breiten Straße in die Schadowstraße erfolgen soll ist noch unklar. Sicher ist, es wird etwa von Martin-Luther-Platz bis zur Düssel einen eigenständigen Radweg geben. Detailplan (PDF)

Schadowstraße

Für die Schadowstraße hat die Verwaltung verschiedene Varianten vorgelegt. Diese sehen verschieden umfangreiche Verkehrsberuhigungen vor.
Am 6.6.2013 hat der Rat die Verwaltung beauftragt die weitere Planung auf Grundlage der Variante 1 mit folgenden Änderungen zu konkretisieren:

  1. Die Schadowstraße wird für den motorisierten Verkehr von 10:30Uhr bis 18:30Uhr gesperrt. In der übrigen Zeit Einbahnstraße in West-Ost-Richtung.
  2. Das Parkhaus Bleichstraße wird von der Kreuzung Schadow/Jacobi/Tonhallenstr. erschlossen.
  3. Kein Niveauunterschied zwischen Fahrbahn und Seitenraum, aber deutliche visuelle Abgrenzung mit rauem Naturstein.

Als ADFC hätten wir uns eine stark verkehrsberuhigte oder autofreie Schadowstr. plus Am Wehrhahn, einschließlich des Abschnitts Tonhallen/Jacobistraße (Variante 3E) gewünscht. Anschluss des Parkhauses Bleichstraße dabei nur über die Goltsteinstraße. Eine Fußgängerzone versehen mit klar abgesetztem mindestens vier Meter breiten Zweirichtungsradweg.

Am Wehrhahn

Mit Beginn der Straße Am Wehrhahn soll der ganze Traum von einer leistiungsfähigen Radachse Bilk-KöBogen-GrafenbergerAllee zu Ende sein, wenn es nach Ratsmehrheit und Verwaltung geht. Hier soll es nur noch Schutzstreifen im Mindestmaß geben. Für den ADFC muss es mit Radfahrstreifen im Regelmaß weitergehen.

Fahrradhäuschen für Düsseldorf

Schreiben an die Düsseldorfer Ratsfraktionen:

Fahrradparkhäuschen für Anwohner

Sehr geehrte Mitglieder des Rates der Landeshauptstadt Düsseldorf,

jede Fahrt eines Fahrzeugs beginnt und endet auf einem Parkplatz. Dies ist bei Fahrrädern nicht anders als bei Autos. Bei stundenlangem Parken sind Fahrräder jedoch Wind und Wetter, Vandalen und Dieben schutzlos ausgeliefert, wenn keine Möglichkeit zur geschlossenen Unterbringung besteht.

Diese Verletzlichkeit verhindert die Nutzung hochwertiger Fahrräder oder Pedelecs, wenn ein sicheres Parken über Nacht nicht möglich ist. Niederschläge und Vandalen können zudem die Verkehrssicherheit des Rades unbemerkt aufheben.

Insbesondere in innerstädtischen Altbauten fehlen Fahrradabstellräume und die Treppen zur Wohnung oder in den Keller sind steil. Hier Fahrradparkhäuschen für Anwohner zu fördern, ist ein gewichtiger Schritt hin zu mehr und sicherem Radverkehr. Zudem würde der lokale Radhandel mittelbar von den Fahrradparkhäuschen profitieren.

Die Fahrradparkhäuschen, wie sie in Hamburg und Dortmund stehen, nehmen zwölf Räder bei einem Durchmesser von unter 3m auf. Die Räder werden dabei in einem Karussell eingehängt. Gasdruckfedern erlauben auch schwächeren Menschen schwere Pedelecs zu parken.
Information: www.nationaler-radverkehrsplan.de/praxisbeispiele/anzeige.phtml?id=2015

Wir möchten Sie daher bitten, in einem interfraktionellen Antrag zu beschließen, Anwohnern für den Kauf und die Aufstellung von Fahrradparkhäuschen auf öffentlichem Grund einen Zuschuss zu gewähren, wenn andere geschlossene Unterbringungsmöglichkeiten nur sehr aufwändig realisiert werden können. Aus der Bereitstellung eines Fahrradparkhäuschens darf natürlich kein Gewinn erzielt werden. Die Höhe des Zuschusses könnte sich an der Ablösesumme je PKW-Stellplatz orientieren. 3.575 EUR entsprächen etwa dem halben Anschaffungspreis, den Rest müssten die Anwohner selbst aufbringen. Der ADFC könnte, wie in Dortmund der VCD, als fester Ansprechpartner für die Verwaltung auftreten.

Gerne kommen wir auch zu Ihnen in die Fraktion bzw. Ihren Verkehrspolitischen Arbeitskreis, um unser Ansinnen zu diskutieren.

Mit freundlichen Grüßen

Rüdiger Heumann
stellvertretender Vorsitzender
ADFC Düsseldorf e.V.


  • Weiterführendes zum Thema finden Sie auf unserer Seite Fahrradparken.

ADFC fordert Stellungnahme der Politik zum Fahrradklima-Test

ADFC fordert Düsseldorfer Ratsfraktionen und die Stadtverwaltung zum schlechten Abschneiden beim ADFC-Fahrradklima-Test Stellung zu beziehen. Hier das Schreiben im Wortlaut:

 

An

- Herrn Oberbürgermeister Dirk Elbers
- CDU-Fraktion
- SPD-Fraktion
- GRÜNE-Fraktion
- FDP-Fraktion
- LINKE-Fraktion
- Fraktion FREIE Wähler


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Elbers,
sehr geehrte Damen und Herren,


die Landeshauptstadt Düsseldorf belegte beim fünften ADFC-Fahrradklima-Test den 33 Platz von insgesamt 38 Plätzen bei den Großstädten mit mehr als 200.000 Einwohner/innen.
Wir - der ADFC Düsseldorf - meinen, dass die Düsseldorfer Politik und Verwaltung mit diesem Ergebnis nicht zufrieden sein kann. 
Wir möchten Sie bitten, uns ihre Einschätzung, wie es zu diesem schlechten Ergebnis kommen konnte und uns Ihre Vorschläge und Initiativen für einen besseren Radverkehr und optimierte Nahmobilität in Düsseldorf mitzuteilen. Jedoch wünschen wir uns keine Allgemeinplätze, sondern konkrete Ideen, Anträge und Initiativen, die jeweils auch mit einem Zeitplan der Umsetzung und einem Kostenrahmen unterfüttert sind. 
Ihre Antworten würden wir dann unseren 2.000 Düsseldorfer Mitgliedern und der Interessierten Öffentlichkeit zur Kenntnis geben. 
Wir würden uns freuen, wenn Sie uns Ihre vielen guten Ideen und Vorschläge bis zum Mai 2013 mitteilen würden. Gerne kommen wir auch ins Rathaus, um mit Ihnen über Ihre Vorschläge und Konzepte zu diskutieren. 
Des weiteren regen wir an, dass Politik und Stadtverwaltung zukünftig quartalsmäßig zu einen runden Tisch zum Thema "Nahmobilität" einlädt. In vielen Städten ist diese Möglichkeit des Austauschs zwischen Politik, Verwaltung und der Bürgerschaft inzwischen ein erfolgreich institutionalisierter Prozess.
Anbei erhalten Sie die Ergebnistabelle (pdf-Dokument) der ADFC-Fahrradklima-Test 2012. 
Die Fragen werden zum Schluss aufgelistet. Weitere Informationen zum Test finden Sie auch auf der homepage  unseres Bundesverbands: www.adfc.de 

Wir freuen uns auf Ihre Stellungnahmen!


Mit freundlichen Grüßen

Oliver von Hörsten & Rüdiger Heumann
Vorsitzende des ADFC Düsseldorf
_________________________
ADFC Düsseldorf e.V.
Siemensstrasse 46
40227 Düsseldorf
www.adfc-duesseldorf.de
kv.duesseldorf(..at..)adfc-nrw.de


ADFC begrüßt Initiative zum Radschnellweg Münchener Straße

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) unterstützt die Initiative von CDU und FDP den Radweg entlang der Münchener Straße zu einem Radschnellweg auszubauen.

Schon jetzt ist er für die südlichen Stadtteile wie Benrath und Urdenbach eine wichtige Schnellverbindung in die Innenstadt. Zusammen mit einer möglichen Verlängerung entlang der Frankfurter Straße in Garath und Hellerhof wäre dieser Radschnellweg ein wichtiges Element in einer Nord-Süd-Verbindung entlang der Rheinschiene auch zu den Nachbarn.

In einer Prüfung sollten aber auch die Verästelungen zu den wichtigsten Zielen an den Enden der Radschnellwege eingebunden werden, da hier erheblicher Verbesserungsbedarf besteht. So endet für die Radfahrer aus dem Süden der Radweg entlang der Münchener Straße an der Uniklinik in der Himmelgeister Straße.

Die Anbindung über die Kreuzung Auf´m Hennekamp und Karolingerplatz zu der als Fahrradstraße ausgebauten Talstraße, um zur Kö zu kommen, ist nicht sehr einladend. Die Brunnenstraße zu den Bilker Arkaden darf sogar nur in eine Richtung von Fahrradfahrern befahren werden. Hier muss ein Anschlusskonzept her.


ADFC fordert deutliche Hinweise auf Gefahren durch Schienen

Schilder, Markierungen auf der Straße und Piktogramme sollen Verkehr sicher lenken

Antrag an die Stadt Düsseldorf:

Auf zahlreichen Straßen in Düsseldorf beispielsweise der Vollmerswerther Straße und der Gumberstraße teilen sich Radverkehr und Straßenbahn die Fahrbahn. Dabei reduziert sich der Abstand zwischen Schiene und Bordsteinkante bzw. Parkspur immer wieder auf ein Maß, das ein sicheres Radeln rechts von den Gleisen unmöglich macht.

Es wäre wünschenswert die Radler und den motorisierten Verkehr deutlich auf diese Stellen hinzuweisen:

  1. Nicht allen Radfahrern ist überhaupt bekannt, dass sie an diesen Stellen zwischen den Schienen fahren dürfen. Verzweifelt versuchen diese auf den verbleibenden 30cm zu radeln.
  2. Nicht alle Verkehrsteilnehmer sind mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut. Radler wechseln "spontan" oder erschrocken über die Schienen - in zu spitzen Winkel (Nässe) oder zu überraschend für den Kraftverkehr.

In der ERA 2010 sind Piktogramme (Fahrrad) ausdrücklich für kürzere Strecken enthalten. Die Gumbertstraße ist sicherlich eine längere Strecke, aber Idealmaße sind nicht immer einhaltbar und die ERA ist ja auch nur eine Empfehlung.

Ablehnung des Antrags am 6.12.2012:

Der obige Antrag wurde im Anregungs- und Beschwerdeausschuss (ABA) durch die Stimmen von CDU und FDP abgelehnt.
Herr Hahn, stellv. Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement, war ebenfalls gegen den Antrag: Wie man sich im Bereich von Schienen zu verhalten habe, würden schon Grundschulkinder lernen. Hier sei die Eigenverantwortung der Radfahrenden gefragt. Die Straßen seien ohnehin schon mit Schildern und Piktogrammen überfrachtet. (An diese beiden Punkte wird ihn der ADFC erinnern, wenn es um die Radwegbenutzungspflicht geht)
Herr Rütz von der CDU führte aus, dass Piktogramme zwischen den Schienen nur Symbolpolitik wären, da keine Verkehrsfläche für Radfahrende gewonnen werde. Ferner könnten sich Radfahrende verpflichtet fühlen zwischen den Schienen zu fahren und Radeln zwischen den Schienen würde den ÖPNV ausbremsen. (Da die Piktogramme nur dort aufgebracht werden sollten, wo das Radeln zwischen den Schienen aus Sicherheitsgründen zwingend geboten ist, geht der zweite Einwurf ins Leere. Parteien die Ampelvorrangschaltungen für den ÖPNV ablehnen, sollten sich nicht über das Ausbremsen des ÖPNV durch Andere beschweren, zumal Fahrräder nach StVO §2 gleichberechtigte Teilhaber der Fahrbahn sind. Angesichts des Parksuchverkehrs und der zeitweiligen Betriebsunterbrechungen durch Falschparker müßte konsequenter Weise die Parkspur entfernt werden.)


Erfolg für ADFC Hilden und Düsseldorf

Hildener Str. bekommt an jeder Seite einen Radweg

Dem starken Engagement von Georg Blanchot und Ernst Welski (ADFC Hilden bzw. Düsseldorf) ist es zu verdanken, dass aus dem legal beparkten Zwei-Richtungsrad- und Gehweg nun ein Radweg auf beiden Seiten wird. Auch die Autos bekommen Parkplätze auf der Fahrbahn. Die vorgelegte Planung mit einer Radspur in Fahrtrichtung Hilden fand die ungeteilte Zustimmung des Verkehrsforums.


Kaiserstraße: Anwohner & ADFC fordern Radspur

In der Kaiserstraße sollen auf jeder Straßenseite Aufzüge zur U-Bahn entstehen. Dafür sollen nach dem Willen der Verwaltung die schmalen Gehwege noch enger werden. Die drei Fahrspuren pro Richtung für den Kraftverkehr seien unverzichtbar. Radwege gibt es hier gar nicht. 

Gegen diese Planung ziehen Anwohner und Hauseigentümer zu Felde. Denn Konflikte zwischen den Verkehrsteilnehmern seien damit programmiert. Man fürchtet auch, dass Kunden wegen der schmalen Gehwege wegbleiben. Nach Vorstellung der Anwohner soll die Kaiserstraße auf zwei Fahrspuren verkleinern werden. Der Platz soll für Geh- und Radwege genutzt werden.

Ein eigens in Auftrag gegebenes Gutachten bescheinigt: Der Autoverkehr sei nicht so stark. Zwei Fahrspuren pro Richtung reichten aus, um ein flüssiges Fahren zu ermöglichen. Die Verwaltung sieht das anders: Drei Fahrspuren seien nötig, um Rückstaus zu vermeiden.

Der ADFC widerspricht der Verwaltung: Im Abstand von jeweils 500m laufen parallel zur Kaiserstraße zweispurige Rheinuferstraßen bzw. die Duisburger Straße. Im übrigen kann es nicht sein, dass es in einer fahrradfreundlichen Stadt Hauptstraßen ohne Radspuren gibt.


Gehwegparken in der Presse

Parken auf Gehwegen

Der Missbrauch von Gehwegen durch Auto- und Radfahrer schikaniert Fußgänger. Die Stadtverwaltung setzt noch einen drauf und fördert das verbotene Parken auf Gehwegen.

Pressemitteilung des ADFC Düsseldorf e.V. (PDF)

Antwort der CDU (Kreisverband und Ratsfraktion)

Rheinische Post I

Rheinische Post II

Westdeutsche I

Westdeutsche II

WAZ/NRZ


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