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Fahrradclub freut sich auf eine Protected Bike Lane zwischen Oberkasseler Brücke und Messe

28.04.20
Kategorie: Düsseldorf

ADFC Düsseldorf begrüßt Anträge der Ampel sowie von GRÜNEN und SPD zu Corona-Radwegen

Drei Anträge der Ampel sowie von SPD und GRÜNEN zur Radverkehrssituation in Coronazeiten werden nächste Woche im Ordnungs- und Verkehrsausschuss am 5. Mai behandelt. Der ADFC Düsseldorf begrüßt und unterstützt diese Anträge. Dem Rad- und Fußverkehr soll mehr Platz gegeben werden, damit die weiterhin notwendigen Abstandsregeln eingehalten werden können.

Vor Ostern hatte der ADFC schon gefordert, auf der rechtsrheinischen vierspurigen Straße vom bzw. bis Rheinufertunnel und Fortuna-Stadion (Josef-Beuys-Ufer, Cäcilien-Allee, Rotterdamer Straße, Am Staad) jeweils eine Fahrspur für den Autoverkehr zu sperren und für den Radverkehr freizugeben. Dies beantragen jetzt auch die Ampel-Fraktionen der SPD, der GRÜNEN und der FDP durch die Einrichtung einer temporären Protected Bike Lane, also eines baulich abgetrennten Radfahrstreifens, am Rheinufer. (zum Antrag Protected Bike Lane)

"Wir sind erfreut, dass auch die Radwegbenutzungspflicht erneut überprüft und vielfach aufgehoben werden soll", so Lerke Tyra, stellvertretende Vorsitzende des ADFC Düsseldorf. „So können Radfahrende selbst entscheiden, ob sie die Straße oder den Radweg benutzen wollen. Das macht besonders an schmalen Stellen Sinn. Wir brauchen für die Einhaltung der Abstandsregeln und für den Erhalt unserer Gesundheit genügend Platz für Bewegung im öffentlichen Raum. Wer die Abstandsregelung ernst nimmt, muss dem Fuß- und Radverkehr mehr Platz geben." (zum Antrag Aufhebung Radwegbenutzungspflicht)

Auch die Befreiung der Gehwege von parkenden Autos wird vom ADFC begrüßt. "Dem Autoverkehr ist zu viel Raum gegeben worden“, so Lerke Tyra. „Wir haben immer weniger Platz für spielende Kinder, Rollstuhlfahrende, Kinderwagen, spazierende und einkaufende Menschen. Das muss - nicht nur in Corona-Zeiten - zurückgedreht werden." (zum Antrag Mindestabstand auf Gehwegen ermöglichen durch Rücknahme der Erlaubnis zum Gehwegparken)

Lerke Tyra: "Wir appellieren weiterhin an die Stadt, neue Maßnahmen auszuprobieren, die das Radfahren als bestes und gesündestes Verkehrsmittel unterstützen, sicherer und attraktiver machen. Das kommt allen in der Stadt zugute."


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