Aktuelles aus Düsseldorf

Fahr Rad - auch in Corona-Zeiten!

30.03.20
Kategorie: Düsseldorf, Tourismus

ADFC Düsseldorf bietet über 30 Radtouren zum Nachfahren an

"Radfahren ist die erste Verkehrsmittelwahl, wenn es um "social distancing" geht", weiß Thomas Jerke, Tourenwart des ADFC Düsseldorf. "Deswegen haben wir über 30 Radtouren zusammengestellt, die einzeln oder zu zweit nachgefahren werden können."

Der ADFC will damit einen kleinen Beitrag leisten, damit man in Zeiten der Corona-Pandemie körperlich und seelisch fit bleibt. "Wegen der Kontaktsperre-Regelung fallen ja komplett alle unsere geführten Radtouren aus", erläutert Jerke. "Mit Beginn der Sommerzeit wären wir jetzt jeden Mittwoch mit vielen Radfahrenden abends mit dem Rad ein, zwei Stunden in Düsseldorf unterwegs. Das fällt jetzt flach, Gruppenradeln ist tabu." Auch die vielen geführten Tagesradtouren, die der ADFC normalerweise an den Wochenenden anbietet, können jetzt nicht durchgeführt werden. 

Stattdessen bietet der ADFC Radtouren an, die einzeln oder maximal zu zweit nachgefahren werden können. "Mit Fahrrad-Navi oder einer entsprechenden Navigations-App für das Smartphone ist das ganz einfach", so Jerke. "Aber auch für Menschen, die noch analog mit Karte unterwegs sind, bietet der Thomas Jerke Hilfe an: "Man lädt GPX-Datei der entsprechenden Tour von unserer homepage runter und dann im Radroutenplaner NRW wieder hoch. Dort bekommt man dann eine ein Karte und einen Fahrtanweisung, die dann ausgedruckt werden und mitgenommen werden kann. Klingt ein wenig kompliziert, ist es aber nicht. Auf unserer Homepage erklären wir die Schritte ausführlich."

Die meisten der vom ADFC zum Nachfahren angebotenen Touren starten in Düsseldorf und sind zwischen 1 und 40 km lang. Auch auf die 10 D-Touren, die die Stadt Düsseldorf entwickelt hat, verlinkt der ADFC. "Wir haben aber auch recht sportliche Touren im Angebot", so Jerke. "Bei 111 Kilometer durchs Bergische Land kann man sich schon richtig austoben und den Corona-Frust aus dem Leib radeln."

Durch Radfahren kann man sich vor dem Corona-Virus schützen: Wer Busse, Straßenbahnen und Züge meidet, senkt das Ansteckungsrisiko, weil das Coronavirus hauptsächlich über Tröpfcheninfektion auf kurze Distanz übertragen wird. Die Chance, sich beim Radfahren etwas einzufangen, liege "tendiert gegen Null." Radeln senkt den Blutdruck, das Diabetes-Risiko, stärkt das Herz-Kreislauf-System, die Lunge wird gut belüftet und besser durchblutet. Alles Grundvoraussetzungen das Risiko eines schwereren Krankheitsverlaufs von Covid-19 zu vermeiden.

Der ADFC weißt vorsorglich noch mal auf folgende Regeln in Zeiten der Corona-Pandemie hin:

  • Das Fahren in Gruppen ist tabu! Fahrt alleine oder maximal zu zweit und auch nur, wenn ihr beide im selben Haushalt wohnt.
  • Mindestens 1,5 Meter Abstand halten! Auch auf der Straße, auf dem Feldweg und an der Ampel gilt: Bleibt so gut es geht auf Abstand, um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren.
  • Bewegt euch am komfortabelsten Rand eurer Komfortzone: Stürzen ist verboten! Vielleicht solltet ihr im Moment nicht gerade Freihändig fahren üben und zum Weste ausziehen anhalten. Kein Krankenhaus der Welt möchte gerade jetzt Kapazitäten für Radfahrende mit Armbruch verwenden.
  • Fahrt langsam – bergab aber auch berghoch. Das Immunsystem durch Training im Maximalbereich zu belasten kann bei einer womöglichen Corona- oder auch Influenza-Infektion auch für fitte Radfahrende lebensgefährlich sein. Auch wenn man (noch) keine Symptome zeigt.
  • Auch eine entspannte kurze Radtour auf Nebenstraßen und Radwegen macht Spaß

... zu den Radtouren zum Nachradeln


© 2020 ADFC Kreisverband Düsseldorf e. V.