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ADFC stellt generelle Maskenpflicht für Radfahrende in Frage

26.10.20
Kategorie: Aktuelles, Verkehr, Düsseldorf, Presse

Was in Köln erlaubt ist, sollte in Düsseldorf nicht verboten sein

Der ADFC stellt die Frage, warum die Stadt Köln Radfahrende ausdrücklich von der Maskenpflicht in mar­kierten öffentlichen Bereichen des Stadtgebietes ausnimmt, wie in einer Verfügung der Domstadt vom 20. Oktober zu lesen ist – und Düsseldorf nicht.

„Wir haben die Stadtverwaltung Düsseldorf um schnelle und verständliche Klarstellung gebeten“, so die stellvertretende ADFC Vorsitzende Lerke Tyra. „Fahrrad­fahrende können fast überall den Abstand von 1,5 Meter einhalten, vor allem, wenn sie auf der Straße ra­deln, wie zum Beispiel auf markierten Radfahr­streifen.“

Der ADFC begrüßt deshalb die Initiative der Stadt Düsseldorf, beim Land NRW auf eine verständlichere und einheitliche Regelung zur Maskenpflicht zu drängen. „Der Schutz aller Menschen in unserer Stadt ist wichtig“, so Tyra, „aber wir fragen uns, warum Radfahrende in den aktuell markierten Stadtbereichen neben zu Fuß Gehenden ebenfalls der Maskenpflicht unterliegen, denn hierhin gehören beispielsweise auch die Friedrichstraße, die Kö, die Bilker Allee und weitere große Straßen, auf denen teils Radfahrstreifen auf der Fahrbahn markiert sind“.

Für viele Brillenträger*innen auf dem Rad stellt eine Maskenpflicht eine echte Gefahr dar, denn gerade in der kalten Jahreszeit kann die Brille im Nu beschlagen und die Sicht extrem einschränken. 

„Natür­lich geht Pandemieschutz vor“, erläutert Tyra. „Wo es nicht möglich ist, den Abstand einzuhalten wie im Fall eines der sehr engen Radwege neben dem Fußweg, schlagen wir die schnelle Aufhebung der Benutzungspflicht vor. So kann wahlweise legal auf der Straße geradelt werden –  oder eben andernfalls mit Maske auf dem engen Radweg; hier appellieren wir auch an die Eigenverantwortlichkeit der Radfahrenden.“

Schon auf dem Höhepunkt der „ersten Welle“ im April hatte der ADFC die Stadtverwaltung gebeten, an viel besuchten Strecken Ampeln auf Rad- und Fußverkehr einzustellen und Fahrspuren temporär in ge­schützte Radstreifen umzuwandeln – sogenannte Pop-Up-Bike-Lanes –, damit keine Engstellen entstehen und der Abstand von 1,5 m ein­gehalten werden kann.

Der ADFC betont, dass gerade auch weiterhin jetzt das Fahrrad eine sinnvolle Alternative für kurze und mittlere Distanzen ist; das empfiehlt auch die Stadt Düsseldorf auf ihrer Corona Internetseite. 

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