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ADFC Düsseldorf fordert Offensive für sicheren und guten Radverkehr

09.11.20
Kategorie: Aktuelles, Verkehr, Düsseldorf, Presse, Verkehrspolitik, Verkehrsplanung

Beispiel für gute Fahrradinfrastruktur: Beginn des Radschnellwegs Monheim/Langenfeld - Düsseldorf in Monheim, Karlheinz-Stockhausen-Straße | © ADFC Düsseldorf


Handlungskonzept mit 9 Hauptpunkten vorgelegt, die in der neuen Wahlperiode 2020-2025 umgesetzt werden sollen

In seinem Positionspapier fordert der Düsseldorfer ADFC den Oberbürgermeister, die Mitglieder des neu gewählten Stadtrates und die Verwaltung auf, für die kommenden fünf Jahre eine Offensive für sicheren und guten Radverkehr zu starten.

"Um mehr als 22% ist in diesem Jahr die Zahl der Radfahrenden gestiegen; das muss Anlass für die Verantwortlichen sein, schnell und deutlich bessere Rahmenbedingungen zu schaffen", sagt Lerke Tyra, stellvertretende Vorsitzende des ADFC Düsseldorf. „Menschen auf dem Rad und zu Fuß dürfen in unserer Stadt nicht länger an den Rand ge­drängt werden. Sie brauchen gute, klar getrennte, sichere Wege und mehr Raum, auch auf Kosten von Parkraum und Fahrstreifen für Autos."

Der Düsseldorfer Fahrradclub stellt in seinem Handlungskonzept neun Hauptpunkte vor, die in der neuen Wahlperiode entweder umgesetzt oder zumindest deutlich wahrnehmbar vorangebracht werden sollten, und will damit Politik und Verwaltung bei der Schwerpunktbildung "Radverkehr" zu unter­stützen.

"Es geht um die Einlösung der Wahlkampfversprechen aller führenden Parteien," erläutert Lerke Tyra. "Neben einer Offensive für sicheren und guten Radverkehr wollen wir, dass Folgendes bis Ende 2025 umgesetzt wird: Ein Sofortprogramm für die Beseitigung von Mängeln und Gefahrenstellen, die Fertigstellung des Radhauptnetzes,  transparente Abläufe und nachvollziehbare Radwegeplanungen, Etablierung eines erstklassigen Düsseldorfer Qualitätsstandards für Radinfrastruktur, sicheres Fahrradparken, konsequentes Vorgehen gegen Falschparker*innen, schnelle Radverbindungen zu den Nachbarkommunen und - mit dem Beitritt zur „Radregion Rheinland“ - die Integration in das landesweite Knotenpunktnetz mit seiner touristischen aber auch innerstädtisch wichtigen Wegweisung.“

Der ADFC hat jede Forderung mit konkreten Vorschlägen unterlegt, wie z.B. die schnelle Beseitigung von Hindernissen auf Rad- und Fußwegen, die Einführung eines städtischen Baustellenmanagements, die durchgängige farbige Asphaltierung von Radwegen bis zu getrennten grünen Ampelphasen für Rad- und Autoverkehr.

"Menschen fahren vor allem dann mit dem Fahrrad, wenn sie sich sicher fühlen, wenn sie den Radverkehr als komfortabel und stressarm empfinden und sich als Radfahrende voll akzep­tiert erleben", so Lerke Tyra. "Die Stadt braucht einen Neustart und großen Elan, damit Düsseldorf wirklich eine fahrradfreundliche Stadt wird, in der 8- bis 88- jährige in Düsseldorf gerne mit dem Rad fahren."

Der ADFC fordert eine massiven Schwerpunktverlagerung auch von Finanzmitteln zugunsten des Radverkehrs. "Wir brauchen mehr Geld für Mängelbeseitigung, Neugestaltung und Instandhaltung", meint Lerke Tyra. "Ehrgeizige und schnell wirkende Maßnahmen sollten den Düsseldorferinnen und Düsseldorfern zeigen, dass der von ihnen gewählte Oberbürgermeister und ihre gewählten Vertreterinnen und Vertreter im Stadtrat und den Bezirksvertretungen die klimaf­reundliche Verkehrswende wirklich ernst nehmen."

hier das Positionspapier "Offensive für den Radverkehr in Düsseldorf" des ADFC Düsseldorf runterladen

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Für Rückfragen und weiteren Auskünften wenden Sie sich bitte an:

Frau Lerke Tyra, stellvertretende Vorsitzende des ADFC Düsseldorf · 0163  633 4558 · lerke.tyra(..at..)adfc-duesseldorf.de


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