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Fahrradcodierung

21.03.13

Fahrrad-Codierung gegen Fahrrad-Klau

Legen Sie den Fahrraddieben das Handwerk. Der ADFC Dortmund graviert Ihren persönlichen Fahrrad-Code in den Rahmen oder klebt ihn mit einem speziellen Verfahren auf Ihr Fahrrad.

Wozu Fahrräder codieren lassen?

Da der Code gut sichtbar angebracht wird kann er einen potentiellen Fahrraddieb abschrecken, das Fahrrad zu entwenden. Neben der Abschreckung ist der besondere Vorteil dieses Codes, dass einige Merkmale sofort Rückschlüsse erlauben, ob das Fahrrad zum Eigentümer passt. So sind  z. B. die Initialen des Eigentümers Teil des Codes. Komplett entschlüsselt kann ein gefundenes Fahrrad unmittelbar dem Eigentümer zurückgegeben werden.

Der ADFC Dortmund konnte allein im Jahr 2010 in Dortmund anhand der Codierung 2 Besitzern ihre zuvor gestohlenen Fahrräder zurückgeben. Beide Räder hätten ohne Codierung mit großer Wahrscheinlichkeit ihren Eigentümern nie zurückgegeben werden können. Dutzende von ADFC-Kreisverbänden berichten über ähnliche Erfolgsgeschichten.

Was ist eine Fahrrad-Codierung?

Der ADFC verwendet ein  System zur Fahrradcodierung, das bei der Polizei seit 1997 unter dem Titel "EIN" (Eigentümer-Identifizierungs-Nummer) bundesweite Bedeutung hat. Nach diesem System codieren Handwerker ihre Werkzeuge im Baustelleneinsatz, Schulen  tragbare Geräte wie Beamer oder Laptops, Bootseigentümer ihre Ausstattung, Kirchen die Antiquitäten oder viele Menschen ihre Wertsachen wie Schmuck oder Elektrogeräte.

In Dortmund setzt sich der Fahrradcode zusammen aus dem Kfz-Kennzeichen „DO“, bzw. "EN", "UN", einem 5-stelligen amtlichen Code der Straße, in der der Eigentümer wohnt, der max. 3-stelligen Haus-Nr., 2 Initialen des Eigentümers und dem Jahr der Codierung.
Wer sein Fahrrad beim ADFC codieren lassen will, muss sein Eigentum an dem Rad nachweisen.
Zum Codiertermin muss die Kauf-Rechnung und der Personalausweis vorgelegt werden.
Wenn vorhanden und möglich, wird auch die Rahmen-Nr. kontrolliert.
 
Über die Codierung wird eine Bescheinigung ausgestellt, die der Eigentümer mit den anderen Fahrrad-Dokumenten verwahren und beim Verkauf an den Käufer übergeben sollte.
 
Wird der Rahmen nach einer Gravur geschwächt?
 
Der Code wird in der Regel in Form einer Gravur mit einer Schnitttiefe von ca. 0,15 bis 0,2 mm am Rahmen angebracht und mit einer auffälligen Korrosions-Schutzfolie überklebt. Beschädigte Schutzfolien sollten umgehend erneuert werden. Die Gravur lässt sich nur mit großem Aufwand unkenntlich machen.

Ein Gutachten der Technischen Universität Aachen bescheinigt, dass auch für extrem leichte, dünnwandige Stahl- und Aluminiumrahmen keine Sicherheitsbedenken bestehen.  Dem ADFC sind bei über 2 Mill. durchgeführten Codierungen keine Rahmenbrüche bekannt, die Folge der Codierung waren.

Carbon-Rahmen dürfen nicht graviert werden. Das Einfräsen des Codes würde die Kohlenstoff-Struktur beschädigen und dadurch könnten Brüche provoziert werden – wie übrigens auch jeder Sturz einen potentiellen Schaden an der Faser-Struktur eines Carbon-Rades verursachen kann.

Seit Mitte 2010 bietet der ADFC Dortmund auch eine spanfreie Codierung an. Dabei wird der Code mit einem handlichen Drucker auf die Klebeseite eines Etiketts gedruckt. Der Schriftzug lässt sich so von außen nicht entfernen. Anschließend wird das Etikett mit einer Plombierfolie abgedeckt. Sie ist an den Rändern eingekerbt, so dass man nur Bruchstücke von der Folie abbekommt. Mit dieser Methode lassen sich Fahrräder codieren, die aufgrund des Rahmenmaterials oder ihrer Bauart bisher nicht codiert werden konnten.

Warum reicht nicht die Rahmen-Nr.?

Oftmals wird angeführt, dass das Fahrrad eine Rahmen-Nr. habe und deshalb eine Codierung überflüssig sei. Leider taugt die Rahmen-Nr. nicht zur Diebstahlverhinderung.

Nicht jedes Rad hat eine Rahmen-Nr. Wenn es sie gibt, kann sie an einem Dutzend Stellen angebracht worden sein. Zum Teil ist sie dick überlackiert oder von anderen Komponenten verdeckt. Selbst bei großen Firmen ist die Rahmen-Nr. oft unstrukturiert und es kann zu Doppelungen kommen. Manche Fahrradhändler halten sie auch nicht nach. Die Rahmen-Nr. kann lediglich dann hilfreich sein, wenn das Fahrad nach einer Verlustanzeige mit Angabe der Rahmen-Nr. aufgefunden wird. Dann kann z. B. die Polizei über die Rahmen-Nr. den Eigentümer ermitteln.

Die Erfahrungen des ADFC und der Polizei zeigen, dass codierte Räder zu einem Drittel weniger  gestohlen werden. Aufgefundene  Räder mit Codierung können den Eigentümern viel öfter zurückgegeben werden, als nicht codierte Räder. Manche Versicherungen geben Rabatte für codierte Räder.

Preise:

Das Codieren eines Fahrrads kostet für:

Mitglieder                    5,00 €

Nichtmitglieder       15,00 €

Eine pauschale Bezahlung ist nach Vereinbarung möglich.            

Zum Beispiel, wenn nach Stunden abgerechnet werden soll.

Termine:

Regelmäßiger Codiertermin ist der 1. Montag im Monat von 16:30 bis 18:30 Uhr  in der ADFC-Geschäftsstelle, Graudenzer Str. 11 in  44263 Dortmund-Hörde, Tel. 0231-13 66 85.

Bringen Sie die Kaufquittung und Ihren Personalausweis mit. Bei Pedelecs sollten Sie den Schlüssel für den Akku mitbringen.

Um einen reibungslosen Ablauf der Codierung zu gewährleisten werden die Fahrrabesitzer gebeten, am Sattelrohr montierte Zubehörteile wie Luftpumpen, Schlösser, Kindersitzhalter etc. abzubauen.

 Codierungs-Termine

Weitere Diebstahl-Vorbeugung

Noch eine Bemerkung zum Schluss: auch ein codiertes Rad ist nicht vor einem Diebstahl geschützt. Deshalb muss es mit einem geeigneten Schloss gesichert werden. Ein gutes Schloss ist allerdings nicht billig, 5 bis 10 % des Kaufpreise eines Rades, mindestens aber 35 Euro sollte man schon in die mechanische Diebstahlsicherung investieren. Den optimalen Schutz erreicht man, wenn man das Rad auch noch anschließt, damit es nicht weggetragen werden kann.

Weitere Information über Codierung, Schlösser, Diebstahlsicherung finden auf unserer

Technik-Seite.


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