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„Viel Luft nach oben beim Fahrradparken bei Einzelhändlern“

25.07.20
Kategorie: Aktuelles

Anonymes Negativbeispiel: „Felgen-killer“, z.T. beschädigt



Positiv: Abstellanlagen von ALDI und DM in Mondorf und Niederkassel


Niederkassel: ADFC regt nach ernüchternder Bestandsaufnahme Verbesserungen an

Peter Lorscheid, Sprecher der ADFC-Ortsgruppe Nieder-kassel, betont erneut, wie wichtig gute Abstellmöglich-keiten für Fahrräder bei den lokalen Einzelhändlern sind: „Denn gerade die radfahrenden Kunden kaufen vor Ort ein und stärken so die heimische Wirtschaft, anstatt mit dem Auto in die nächst größere Nachbarstadt zu fahren.“ Lorscheid reagiert damit auf die Kritik eines anonymen Niederkasseler Geschäftsmannes. Dieser hatte in der lokalen Presse die insgesamt ernüchternde Bestands-aufnahme der Parksituation für Radfahrende durch den ADFC ebenso kritisiert wie die gemeinsamen Schreiben des ADFC-Sprechers mit dem Vorsitzenden des städti-schen Arbeitskreises „Nachhaltige Mobilität“, Dano Him-melrath, an die betroffenen Einzelhändler.

Es sei richtig, wenn kritisiert werde, dass auch an städti-schen Gebäuden, insbesondere Schulen, beim Fahrrad-parken noch einiges im Argen liege, so Lorscheid. „Das ist uns bekannt und wir versuchen schon seit Jahren, bei der Stadt hier Verbesserungen zu bewirken – immerhin gebe die jüngere Entwicklung Anlass zu hoffen, dass sich hier möglicherweise demnächst etwas ändert.“ Das Ergebnis der Bestandsaufnahme des ADFC, die nur bei 4 von 20 untersuchten großen Einzelhändlern gute Bewertungen für die Fahrradabstellanlagen ergab, zeige wie viel Luft hier im Einzelhandel noch nach oben sei. Die von dem anonymen Einzelhändler vermutete „Briefbogenaffäre“ könne er da nur als Versuch sehen, von der eigentlichen Problematik vor der eigenen Ladentür abzulenken.

Selbstverständlich sei es letztlich die Entscheidung des Einzelhändlers, ob er seine Fahrrad-abstellanlage an moderne Anforderungen anpasse oder ob er bei „gefühlt 50 Jahre alten Felgenkillern“ bleibe. „Hier nichts zu unternehmen, ist das gute Recht des Unternehmers – doch es ist auch unser gutes Recht als Verband der Radfahrenden, diesen Zustand zu kritisieren und für Verbesserungen zu werben“, stellt Lorscheid klar. Der ADFC sei nicht zuletzt auch ein Ver-braucherverband.

Die von den ADFC-Aktiven in ehrenamtlicher Arbeit gefundenen positiven Beispiele zeigen nach Lorscheid Ansicht, „dass hier mit relativ wenig Aufwand viel für die radfahrende Kundschaft erreicht werden kann.“ Vorbildlich seien etwa die Abstellanlagen beim REWE-Markt in Ranzel sowie bei den ALDI- und DM-Märkten im Mondorf und Niederkassel. Gute Anlagen, die das abgestellte Fahrrad effektiv vor Beschädigung und Diebstahl schützen, seien eine Wertschätzung der radfahrenden Kundschaft und müssten nicht allzu viel Geld kosten. „Dano Himmelrath und ich hatten die Vermutung, dass diese Problematik vielen Verantwortlichen im Einzelhandel gar nicht bewusst ist, und die Hoffnung, dass wir mit unserem Brief den einen oder anderen dazu anregen können, über bessere Abstellanlagen nachzudenken“, sagt Lorscheid. Der ADFC stehe auch gern zu beratenden Gesprächen zur Verfügung – „auch dem anonymen Kritiker, wenn wir denn wüssten, wer es ist.“
Positives Beispiel: Fahrradbügel beim REWE-Markt in Ranzel.
Ebenso positiv: Abstellanlagen von ALDI und DM in Mondorf und Niederkassel.


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