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OB lehnt kurzfristige Maßnahmen für Radverkehr ab

02.07.20
Kategorie: Verkehrspolitik

© ADFC AprilAgentur


Keine temporären Radspuren, keine deutliche Ausweitung von Tempo 30, keine Fahrrad freundlicheren Ampelschaltungen

Der Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan hat nach vielen Wochen auf die beiden Briefe des ADFC vom 9. April (Link1) und vom 4. Mai (Link2) geantwortet und die Forderung nach kurzfristigen Verbesserungen für den Radverkehr in der Coronakrise abgelehnt (Anlage). Der ADFC hatte dem OB vorgeschlagen, wie in anderen Städten die Coronazeit zu nutzen, um den Radverkehr zu stärken. Als Maßnahmen hatte der ADFC sogenannte Pop-up-Bike Lanes auf den Hauptverkehrsrouten B9 und B56 für den Radverkehr optimierte Ampelphasen, Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in Bonn und die Öffnung der Fußgängerzonen Bonn und Bad Godesberg für den Radverkehr vorgeschlagen.

Von all dem will der Bonner OB nichts wissen. Temporäre Radspuren wie in Berlin, München, Stuttgart soll es in Bonn nicht geben. Dabei zieht sich der OB auf die ablehnende Haltung des Deutschen Städtetages zurück. Auch eine deutliche Ausweitung von Tempo 30, wie gerade vom Karlsruher Stadtrat beschlossen, soll es in Bonn nicht geben. Und bei Fahrrad freundlicheren Ampelschaltungen verweist er auf das fehlende Personal der Stadtverwaltung.

Das passt alles in die radpolitische Rolle Rückwärts, die die CDU-FDP-BBB-Mehrheit des Bonner Rates Mitte Juni mit dem Beschluss zur Wiederöffnung des Cityrings vorm Hauptbahnhof gegen SPD-GRÜNE-LINKE-PIRATEN durchgesetzt hatte.

 

 


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