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Faul, gedanken- oder einfach rücksichtslos?

26.05.20
Kategorie: Verkehrspolitik

Geländerparken © Werner Böttcher


Fahrräder sicher, aber nicht behindernd parken

Zugebenermaßen gibt es noch immer zu wenig sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Da müssen halt Pfosten, Geländer und andere feste Gegenstände herhalten, an denen man sein Fahrrad anschließen kann. Doch aufgepasst: Nicht nur Autofahrer parken rücksichtslos, auch Radfahrende fallen leider häufig unter diese Kategorie. Wer sein geliebtes Stahlross irgendwo anbindet, sollte schon darauf achten, dass dies dann nicht wild in der Gegend herumsteht und anderen Mitmenschen den Weg versperrt oder gar älteren und/oder Menschen mit Behinderungen das Leben noch zusätzlich erschwert.

Ein solches Negativbeispiel zeigt sich seit Wochen am Haltepunkt UN-Campus. Was haben wir gekämpft um diese Abstellplätze, deren Zahl dann gegenüber der ursprünglichen Planung verdoppelt wurde - und überdacht sind sie jetzt auch noch. Doch "Geländerparken" ist wohl einfacher und geht schneller. Nur so ist es zu erklären, dass trotz freier überdachter Stellplätze weiterhin Fahrräder am Geländer angeschlossen werden. Was kümmert es diejenigen, dass andere Menschen ohne dieses Geländer "aufgeschmissen" sind? Dass das Ganze auch noch scheußlich aussieht, sei geschenkt. Ärgerlich halt, dass durch dieses Verhalten alle Radfahrende in Misskredit geraten.


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