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Bonn: Es geht auch ohne City-Ring

28.01.18
Kategorie: Aktuelles

Baustellenbedingte Sperrung des City-Rings © W. Böttcher


Entschärfung des ärgsten Engpasses Belderberg/Bertha-von-Suttner-Platz

Wie bereits gemeldet ist seit 9. Januar im Zuge des Neubaus des Maximiliancenters die Durchfahrt von der Wesselstraße zum Hauptbahnhof für ca. 3 Monate komplett gesperrt. Wie zu erwarten war, gab es anfangs im Bereich Wesselstraße/Maximilianstraße/Busbahnhof etwas chaotische Zustände. Ob dies jetzt an mangelndem Verständnis der motorisierten Verkehrsteilnehmer oder an einer nicht ausreichenden Beschilderung gelegen hat, sei dahin gestellt. Nach Bewältigung der Anlaufschwierigkeiten klappt das Ganze jedoch ohne größere Probleme.

Radfahrer, die vor dem Hauptbahnhof vorbei fahren wollen, müssen natürlich ebenfalls eine etwas andere Stecke fahren. Über den für Radfahrer frei gegebenen Bereich der Fußgängerzone - und im unmittelbaren Baustellenbereich aus Rücksicht auf Fußgänger halt schiebend - sind die gewohnten Route mit Einschränkungen wieder zu erreichen. Erschwerend kommt hinzu, dass weitere Radverkehrsachsen (z.B. aus der Nordunterführung in Richtung der Fahrradstraße Florentiusgraben) baustellenbedingt unterbrochen sind. Angesichts weiterer Baustellen und Provisorien über den unmittelbaren Bahnhofsbereich hinaus wird das akzeptable Maß der Erschwernisse allerdings häufig überschritten.

Ebenso funktioniert für den Kfz-Verkehr die Linksabbiegemöglichkeit an der Ampelkreuzung Belderberg/Bertha-von-Suttner-Platz weitgehend reibungslos. Dies als Dauerlösung einzuführen wäre ein weiterer Schritt in Richtung einer unbefristeten Kappung des City-Rings. Weniger glücklich sind wir allerdings damit, dass die notwendigen provisorischen Ampelanlagen auf den Rad- Fußwegen aufgestellt wurden. Diese Kreuzung ist einer der am stärksten von Radfahrern und Fußgängern frequentierten Bereiche im Stadtgebiet. Hier beide Gruppen nicht nur massiv zu behindern, sondern auch zusätzliches Konfliktpotenzial zu schaffen, wollten wir nicht hinnehmen und haben uns um Abhilfe bemüht. Bei einem ad hoc zu Stande gekommener Ortstermin zwischen ADFC und Stadt konnte der ärgste Engpass umgehend entschärft werden. Dank an den/die städtischen Mitarbeiter. Alles in allem, was spricht noch dagegen, den City-Ring dauerhaft zu kappen und den Kfz-Verkehr im Bahnhofsbereich zu reduzieren? Wir müssen "nur noch" die Politik mehrheitlich auf diese Linie bringen. Wir bleiben dran.


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