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ADFC stellt Radservicestation am UN-Campus auf

16.10.20
Kategorie: Verkehrspolitik, Verkehr, Service, Presse

Nahmen heute die neue ADFC-Radservicestation am DB Haltpunkt UN-Campus in Betrieb (v.l.): Annette Quaedvlieg und Bernhard Meier vom ADFC-Vorstand, Sonja Kemena und Christina Welt vom Planungsamt der Stadt Bonn, Carsten Heinrich, der den Förderantrag für den ADFC gestellt hatte. Gita-Maria Sauri, vom Hersteller, der Caritas Betriebs- und Werkstätten GmbH in Eschweiler und Bezirksbürgermeisterin Brigitta Poppe-Reiners; Die Bezirksvertretung Bonn hatte über die Aufstellung beschlossen. Foto: Axel Mörer


Pannenhilfe für Radfahrer wertet Radabstellanlage auf. Von der Stadt Bonn gefördert.

Einen neuen Service für Radlerinnen und Radler gibt es am DB Haltepunkt UN-Campus in Kessenich. Dort ist jetzt eine Radservicestation des ADFC in Betrieb.

Die Station besteht aus einer 1,60 Meter hohen Säule aus Edelstahl, die Radlern die Reparatur ihres Fahrrades an Ort und Stelle ermöglicht. Das defekte Fahrrad kann man dort wie in einer professionellen Fahrradwerkstatt aufhängen. Hochwertiges Werkzeug ist an Stahlseilen befestigt und steht für Reparaturen zur Verfügung. Zudem gibt es eine Fußpumpe mit Druckluftmesser für alle gängigen Ventile. Die Säule ist mit einem QR-Code ausgestattet, über den die Station bewertet und eventuelle Mängel mitgeteilt werden können.

Gebaut wurde die Servicestation von der CBW, der Caritas Betriebs- und Werkstätten GmbH in Eschweiler, die Menschen mit Behinderung „Teilhabe am Arbeitsleben“ und berufliche Bildung bieten. Gita-Maria Sauri, Assistentin der Betriebsleitung der CBW, erläuterte: „Nach unseren Erfahrungen können an der Radservicestation rund 90 Prozent aller anfallenden Reparaturen am Fahrrad selbst vorgenommen werden. Die Station biete auch Reparaturhilfe für Rollstühle und Kinderwagen.“

„Ein platter Reifen am Bahnhofsrad war schon oft der Beginn einer langen und qualvollen Schrottradkarriere. Davon zeugen die vielen Fahrradleichen in der Nähe von Bahnhöfen. Unsere Servicestation schafft Abhilfe. Ein platter Reifen, eine verkeilte Kette oder ein rappelndes Schutzblech sind hier schnell repariert“, sagte Bernhard Meier, 2. Vorsitzender des ADFC-Kreisverbandes Bonn/Rhein-Sieg, bei der Aufstellung der Station. „Es wäre gut, wenn an allen größeren Fahrradabstellanlagen in der Stadt solche Stationen aufgestellt würden“, schlug Meier vor.

Die Reparaturstation hat inklusive Werkzeug und Aufstellung über 2.500 Euro gekostet. Die Umsetzung des Projekts wurde auch durch eine finanzielle Förderung in Höhe von 2.000 Euro durch den Ausschuss für Internationales und Wissenschaft der Bundesstadt Bonn ermöglicht. Diese Fördermittel werden jährlich für die lokale Umsetzung der Agenda 2030 zur Verfügung gestellt. Dafür prangen auf der Servicestation auch die Logos der 17 Nachhaltigkeitsziele. Vor ziemlich genau einem Jahr hatte ADFC-Aktiver Carsten Heinrich den Förderantrag bei der Stadt gestellt. Die Bezirksvertretung Bonn hatte der Aufstellung im Juni 2020 zugestimmt mit der Auflage, „dass die alleinige Zuständigkeit für die Aufstellung, Unterhaltung und Verkehrssicherungspflicht beim ADFC Bonn/Rhein-Sieg als Förderempfänger für die Radservicestation liegt“.

„Es freut mich sehr, dass mit der Radservicestation UN-Campus eine Anlaufstelle für Radfahrer*innen geschaffen wurde, die das Fahrradfahren noch um einiges attraktiver macht, da sich im Notfall eine zentrale Möglichkeit für kleinere Reparaturen bietet. Bedanken möchte ich mich bei dem ADFC für sein ausdauerndes Engagement; dieses Projekt „bewegt“ Bonn nachhaltig“, sagte Bezirksbürgermeisterin Brigitta Poppe-Reiners.

„Das Stadtplanungsamt freut sich sehr über das Engagement des ADFC. Die Station ist ein guter Service für Radfahrende und ein weiterer Baustein auf dem Weg, den Radverkehr in Bonn voranzubringen“, freute sich Sonja Kemena vom Stadtplanungsamt.

Carsten Heinrich vom ADFC wies auf das vorbildliche Verhalten der Firma Knauber hin, die fast zeitgleich eine solche Station unter einem neuen Schutzdach vor ihrem Verwaltungsgebäude an der Endenicher Straße aufbaut: „Das ist ein toller Baustein mit Solar- und Gründach, E-Ladestation, Anlehnbügeln und Radservicestation, der die Velomobilität in der Region stärkt, ein Vorbild für andere Unternehmen“.

Der ADFC Bonn/Rhein-Sieg, in dem über 6.500 Radfahrerinnen und Radfahrer organisiert sind, hat bereits mit Sponsoring des Logistik-Dienstleisters UPS eine Radservicestation am Campus Klein-Altendorf der Uni Bonn in Rheinbach aufgestellt. Eine weitere folgt in Kürze am Bahnhof Kall in der Eifel.

Axel Mörer
presse(..at..)adfc-bonn.de
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