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ADFC empfiehlt Alltags-Pendlerrouten im Rechtsrheinischen

09.04.20
Kategorie: Verkehrspolitik

„Radfahren ist in Corona-Zeiten sicher und gesund“

Nicht jeder kann während der Corona-Krise andauernd zu Hause bleiben. Wer das Haus verlassen muss, etwa auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen, fragt sich, wie er am besten zum Ziel kommt. Bus und Bahn sind derzeit wenig empfehlenswert, da sich hier die geforderten Mindestabstände kaum einhalten lassen. Ganz anders das Radfahren: Hier sorgen schon die Abmessungen des Fahrrads für eine gewissen Abstand. Bewegung an der frischen Luft stärkt das Immunsystem und sorgt auch für sportlichen Ausgleich in Zeiten, wo Sporthallen und Fitnessstudios geschlossen sind.

„Radfahren ist derzeit die optimale Form der Mobilität: es ist sicher und gesund“, sagt Peter Lorscheid, verkehrspolitischer Sprecher des ADFC für den rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis. Das gelte für das Radeln als Freizeitbeschäftigung, für erforderliche Einkäufe und nicht zuletzt für den Weg zur Arbeit. „Wir stellen fest, dass viele jetzt auf’s Rad umsatteln, die zuvor mit Bus und Bahn an ihr ‚Ziel gekommen sind“, berichtet Lorscheid. Diese wüssten aber oft gar nicht so genau, welche Strecke man mit dem Rad am besten auswählt, um sicher und schnell ans Ziel zu kommen. An diesem Punkt schafft der ADFC nun Abhilfe.

Acht vorgeschlagene Pendlerrouten verbinden die wichtigsten Zentren im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis untereinander und mit den wichtigsten umliegenden Zielen in Bonn und im Bereich von Köln-Porz. „Die Routen sind natürlich noch keine vollwertigen Radpendlerrouten mit gehobenen Qualitätsstandards“, betont ADFC-Sprecher Lorscheid. „Die Arbeit an diesen Routen muss durch den Kreis und die Kommunen unbedingt und so zügig wie möglich fortgesetzt werden.“ Bei der Festlegung der Routen musste man sich auf diejenige Infrastruktur beschränken, die heute schon vorhanden ist. Daher sind viele Wege von der Qualität her noch ausbaufähig – auch Wegabschnitte ohne Asphalt oder anderen festen Belag kommen im Einzelfall vor .„Insgesamt sind die vorgeschlagenen Routen aber ein guter Kompromiss“, ist sich Peter Lorscheid sicher. Meist geht es über Wege ohne Autoverkehr und ruhige Straßen, auf denen nur wenig Autoverkehr ist. Die Routen versuchten Führungen auf oder entlang Hauptverkehrsstraßen zu vermeiden – schließlich geschehen die berüchtigten Abbiegeunfälle vor allem im Kreuzungsbereich auf Radwegen an Hauptstraßen. Besser sei es, so Lorscheid, autofreie oder verkehrsarme Wege zu nutzen und die Hauptstraßen nur zu kreuzen – im Idealfall kreuzungsfrei.

Die vorgeschlagenen Routen können auf der Internetseite des ADFC Bonn/Rhein-Sieg heruntergeladen werden, und zwar unter www.adfc-nrw.de/kreisverbaende/kv-bonn/radtouren/tourenvorschlaege.html. Dort finden sich GPS-Tracks der Routen sowie detaillierte Übersichtskarten als pdf-Dokument, aus denen der Verlauf der Routen ersichtlich ist.


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