ADFC-Ortsgruppe Wachtberg

Nach den Neuwahlen am 5.12. 2019 wird die Ortsgruppe wie folgt geführt:

Ortsgruppensprecher
Andreas Stümer 
Tel: 0228 348741
wachtberg(at)adfc-bonn.de

Verkehrspolitik
Jörg Landmann
Tel. 0228 348980
joerg.landmann(at)adfc-bonn.de

Touren
Gerhard Heinen
Tel. 0228 324153
gerhard.heinen(at)adfc-bonn.de

Öffentlichkeitsarbeit
Erwin Schweisshelm
Tel. 0157 34432806
erwin.schweisshelm(at)adfc-bonn.de

Ansprechpartner bei Behörden

Gemeinde Wachtberg
Christian Pohl
Tel. 0228 9544-125
christian.pohl (at)wachtberg.de

Rhein-Sieg-Kreis
Sven Habedank
Tel. 02241 13-2332
sven.habedank(at)rhein-sieg-kreis.de

Aktuelles

Wegsanierungen in Wachtberg - neue Verbindungen für den Radverkehr

©ADFC Wachtberg / OpenStreetMap und Mitwirkende. Creative Commons 2.0, BY-SA

Wachtberg ist eine ländlich geprägte Flächengemeinde. Die 20.000 Einwohner*innen wohnen in 13 offiziellen Ortsteilen, die geographisch erheblich auseinanderliegen.

Die Straßen zwischen den Ortsteilen werden oft schnell befahren und sind gefährlich, so dass das Radnetz weitgehend auf einem verzweigten System von Wirtschaftswegen angelegt ist. Da dieses altert und neben Fußgängern und Radfahrer*innen vor allem vom landwirtschaftlichen Verkehr genutzt wird, bleibt es nicht aus, dass die Qualität dieser Wege leidet.

Daher saniert die Gemeinde Wachtberg jedes Jahr einen Teil der Wirtschaftswege. 2020 liegt dabei erfreulicherweise – und dies auch in Absprache mit dem ADFC in Wachtberg - ein Schwerpunkt der Sanierungsmaßnahmen auf den Anforderungen des Radverkehrs. So wurden bekannte und wichtige Radverbindungen mit glatten Asphaltdecken versehen und sind nun viel besser und sicherer befahrbar.  Das kommt den vielen Pendler*innen und Freizeitradler*innen, aber auch den Jugendlichen zugute, die sich zwischen den Ortsteilen bewegen.

Einige Beispiele: Beim Radweg über den Wachtberg von Berkum nach Holzem handelt es sich um eine seit langem bekannte Schwachstelle. Dieses Stück ist als Verbindung zwischen den rheinseitigen Wachtberger Dörfern und denen auf der „Swistseite“ vielbefahren und mittlerweile auch Teil der Apfelroute. Jahrelang musste man in der Abfahrt vom Wachtberg Richtung Holzem höllisch aufpassen, um auf dem losen Belag vor der Kurve das Gleichgewicht zu halten. Dieses Problem ist nun gelöst.

Andere wegen sehr schlechten Untergrunds bisher nur angespannt zu befahrene Wegstücke in Kürrighoven (Alte Höhle und Im Zippenberg) und in der Umgebung von Gimmersdorf (Richtung Pech, Heiderhof und Ließem) wurden ebenfalls saniert und ermöglichen jetzt ein entspanntes Fahren. Mit der bereits beschlossenen Fahrradstraße von Berkum nach Gimmersdorf (Berkumer Weg) und weiteren Verkehrsberuhigungen besteht eine zeitnahe Perspektive für sichere und vernetzte Strecken von Berkum bis zum Rhein.

Eine neue Verbindung ist zwischen Arzdorf und Adendorf entstanden. Da für den seit Jahren dort angestrebten Radweg direkt neben der L 123 auch längerfristig keine Aussicht auf Realisierung von Seiten des Landes besteht, hat die Gemeinde das Heft in die Hand genommen und südlich in 300 m Abstand von der L123 Arzdorf mit der Burg Adendorf verbunden, von wo es auf ruhigen Straßen in den Ortskern weitergeht. Da auch auf der Nordseite der Straße ein bestehender Wegteil saniert wurde, sind die beiden Dörfer jetzt gegenseitig gut für den Radverkehr verbunden. Für die Fortsetzung parallel zur L123 von Arzdorf nach Berkum sind die Planungen fertig, so dass im kommenden Jahr mit der Realisierung bis zum EKZ gerechnet werden kann.

Die aktuellen Maßnahmen und deren Bedeutung für die Entwicklung des Wachtberger Radnetzes kann man sich hier auf vom ADFC erstellten Karten ansehen - und die Wege vielleicht in der nächsten Zeit mal selbst ausprobieren.

Die Wachtberger Parteien zum Radverkehr - Kommunalwahl September 2020

Radverbindungen Wachtberg © ADFC Wachtberg

Von Sympathiebekundungen bis Zustimmung - auch nach der Wahl?

Mit Blick auf die Kommunalwahlen im September 2020 hatte sich die Ortsgruppe Wachtberg des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) Ende Juni mit Wahlprüfsteinen zur Verkehrswende an die im Gemeinderat und Kreistag vertretenen politischen Parteien und die Bürgermeister-kandidatinnen und -kandidaten gewandt.

Der Sprecher der Ortsgruppe, Andreas Stümer zeigt sich jetzt sehr erfreut, dass alle zur Wahl stehenden Parteien die Fragen des ADFC beantwortet haben. Alle sechs Parteien heben dabei die Bedeutung des Radverkehrs in Wachtberg hervor und wollen sich in der kommenden Ratsperiode für einen Ausbau des Radwegenetzes und die Erhöhung der Verkehrssicherheit einsetzen.

Stümer:“ Wir bedanken uns für die teils sehr ausführlichen Antworten auf unsere Fragen, die wir auf der Website des ADFC Wachtberg in kompletter Form allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stellen.“

An dieser Stelle finden sich daher nur kurze Hinweise auf Antworten, die dem ADFC besonders aufgefallen sind. Die Reihenfolge entspricht dem Eingang der Antworten.

Von der CDU wird in einer ausführlichen Stellungnahme eine Verbesserung der Rad-Infrastruktur und -Sicherheit ebenso unterstützt wie Tempo-30-Zonen in den Ortschaften. Neben der bereits beschlossenen Fahrradstraße Berkumer Weg zeigt sich die Partei offen für weitere Vorhaben dieser Art. Besonderes Interesse finden mögliche Umsteigepunkte auf andere Verkehrsmittel, wie die Leih-Elektroräder am EKZ. Die Partei zeigt sich interessiert an einer Beteiligung an Kampagnen für das Radfahren und möchte dafür Vorschläge von Schulen und Vereinen wie dem ADFC aufgreifen. Abschließend findet sich in der Stellungnahme ein grundsätzliches Bekenntnis zu umwelt-schonender Mobilität.

Die Rückmeldung der FDP ist eher allgemein gehalten und orientiert sich an einer Inspektionstour per Rad durch Wachtberg, in der der ADFC einige Problempunkte vorstellte. In erster Linie wird eine aktive Unterstützung im Sinne des Radverkehrs und für den Ausbau des Radwegenetzes zugesagt, wobei auch auf Vorschläge des ADFC zurückgegriffen wird. Konkret eingebracht wird die Forderung nach einem Radweg von Ließem nach Lannesdorf.

Auch positiv zum Radverkehr, dabei aber eher allgemein äußert sich auch die UWG. Sie fordert, die bisher eingeleiteten Maßnahmen zur Förderung der Radinfrastruktur auszuweiten und schneller umzusetzen. Für wichtig hält man eine deutlich bessere Anbindung von EKZ und ZOB durch Radwege.

Die Wählervereinigung Unser Wachtberg greift nur bestimmte Aspekte aus dem Fragenkatalog heraus, behandelt diese aber ausführlich. Unterstützt wird die Forderung nach asphaltierten Radverbindungen zwischen den Orten mit sicheren Straßenquerungen, eine Umsetzung wird aber aus Kostengründen nur schrittweise erwartet. Fahrradstraßen, stellenweise auch mit Durchfahrt-verboten für Kfz, und Tempo-30-Zonen werden befürwortet, bei Durchgangsstraßen aber als kaum durchsetzbar angesehen. Forderungen nach besserer Berücksichtigung des Fuß- und Radverkehrs bei Ampelschaltungen und Geschwindigkeitsbeschränkungen werden ausdrücklich unterstützt.

Alle Fragepunkte spricht die Antwort von Bündnis90/Die Grünen an. Für Ortsverbindungen wird schnell umsetzbaren, sicheren Überquerungen und Wegen mit ausreichender Breite Vorrang vor asphaltiertem Belag eingeräumt. Deutliche Zustimmung gibt es für Tempo-30-Zonen und die angesprochenen Fahrradstraßen sowie bei einer Kampagne für Bewegung per Rad oder zu Fuß. Außerhalb der Orte wird eine Höchstgeschwindigkeit von Tempo 70 für die gesamte Gemeinde befürwortet. Ampelkreuzungen sollen überprüft und so gebaut und geschaltet werden, dass der Fuß- und Radverkehr mehr berücksichtigt und vor allem die Sicherheit erhöht wird. Ortsüber-greifende Zusammenarbeit für überörtliche Netze wird gefordert, wobei auch auf aktuelle Fortschritte bei Planung und Finanzierung durch den Rhein-Sieg-Kreis hingewiesen wird.

Auch die SPD geht auf alle Punkte ein, unter der Prämisse, dem Radverkehr höchste Priorität einzuräumen. Ortsverbindungen mit sicheren Überquerungen werden angestrebt, wobei auf Hürden bei Asphaltierung und Grunderwerb hingewiesen wird. Der Wunsch nach weiteren Tempo-30-Zonen wird geteilt, Durchgangsstraßen aber als Hindernis für deren großflächige Durchsetzbarkeit benannt. Weitere Fahrradstraßen werden befürwortet und für eine Radkampagne Unterstützung zugesagt. Konkret wird eine sichere Lösung für die bestehende Ampelkreuzung am EKZ angestrebt. Die SPD hält eine überörtliche Zusammenarbeit für wichtig und weist auf bereits bestehende überregionale Foren zur Förderung des Radverkehrs im Rhein-Sieg-Kreis mit dem Kreis Ahrweiler hin.

Die Fragen sowie die kompletten Antworten aller Parteien finden sich in einer PDF-Datei hier. Auch auf den Internetseiten der Parteien finden sich in Wahlprogrammen bzw. Artikeln interessante Ergänzungen.

Nach dem erfreulichen Rücklauf erwartet Andreas Stümer eine gute Zusammenarbeit des ADFC mit Politik und Verwaltung in Wachtberg in der kommenden Ratsperiode. Er weist aber auch darauf hin, dass der ADFC die Umsetzung der Wahlaussagen durch die Parteien genau beobachten wird.

Erwin Schweisshelm
ADFC Wachtberg
Öffentlichkeitsarbeit

Rückenwind für den Radverkehr wählen - Forderungen des ADFC Wachtberg zur Kommunalwahl 2020

Berkumer Weg – Blick von Gimmersdorf nach Berkum © Erwin Schweisshelm, ADFC Wachtberg

Mit Blick auf die Kommunalwahlen im September 2020 hat sich die Ortsgruppe Wachtberg des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) mit Wahlprüfsteinen zur Verkehrswende an die im Gemeinderat und Kreistag vertretenen politischen Parteien und die Bürgermeister-kandidatinnen und -kandidaten gewandt.

Dabei geht es etwa um asphaltierte Verbindungen zwischen den Ortsteilen, eine erhebliche Ausweitung der Tempo-30-Zonen oder leistungsfähige Verbindungen für den Pendlerverkehr mit dem Fahrrad nach Bonn. Nach der per Ratsbeschluss kurz bevorstehenden Umwidmung des Berkumer Wegs von Gimmersdorf nach Berkum in eine Fahrradstraße fordert der ADFC dies auch für die Austraße in Niederbachem.

„Die Austraße in Niederbachem ist Teil einer zentralen Radpendlerroute aus Wachtberg über Mehlem nach Bonn und soll daher zu einer Fahrradstraße umgewidmet werden. Dann haben Radfahrer Vorrang vor dem Autoverkehr“ so Jörg Landmann, zuständig für die Verkehrspolitik. Die Pendlerströme zu den Arbeitsplätzen in den benachbarten Städten und Kommunen sind erheblich. Um diese Wege mit dem Rad zurücklegen zu können, ist eine entsprechende Infrastruktur in Form von echten Radpendlerrouten erforderlich. Außerdem schlägt der ADFC eine aktive Beteiligung der Schulen und Kindergärten an der Rad- und Fußverkehrsplanung in Wachtberg vor. „Auch viele Wachtbergerinnen und Wachtberger würden gerne aufs Rad umsteigen, wenn es attraktiver und stellenweise nicht so gefährlich wäre, sich in Wachtberg mit dem Rad zu bewegen“ sagt der Wachtberger ADFC-Sprecher Andreas Stümer.

Die Wahlprüfsteine im Wortlaut finden sich hier.

Klicken Sie einfach das Bild an, um die Karte herunterzuladen.

ADFC - Radfahren für das Immunsystem

Ortsgruppe Wachtberg bietet Tourenvorschläge für die Wachtberger Berufspendler

Seit einigen Tagen sind Schulen und Kindergärten geschlossen, Veranstaltungen finden nicht statt und die Einschränkungen unserer Bewegungsfreiheit sind massiv. Auf der anderen Seite kündigt sich der Frühling in der Natur mit Macht an.

Seriöse Mediziner empfehlen jetzt Bewegung der der frischen Luft als wichtige Maßnahme zur Stärkung des Immunsystems. Radfahren stärkt wie alle Ausdauersportarten die Lunge und trägt so optimal zur Prävention bei.

Für all diejenigen, die nicht im Home-Office arbeiten können, gelten diese gesundheitlichen Vorteile des Radfahrens auch für den Arbeitsweg, sodass bei Beachtung der Abstandsregeln der Umstieg vom Auto aufs Rad gerade in dieser Zeit besonders sinnvoll sein kann. Um das zu erleichtern, hat der ADFC Wachtberg einen Plan mit Radrouten nach Bonn, in den Rhein-Sieg-Kreis und den Kreis Ahrweiler für unsere Wachtberger Radpendler erstellt. Die Karte kann über diesen Link heruntergeladen werden:

Karte herunterladen

Die beliebten Feierabendtouren des ADFC Wachtberg können aufgrund der aktuellen Situation frühestens ab Mittwoch, den 22. April wieder stattfinden, hierüber werden wir rechtzeitig informieren.

Wir wünschen allen einen schönen Frühlingsanfang – bleibt gesund

Radfahren für das Immunsystem –

ADFC bietet regelkonforme Tourenvorschläge für die Wachtberger Ortschaften

Streckenvorschläge mit dem Rad für Berufspendlerinnen und -pendler nach Bonn, in den Rhein-Sieg-Kreis und ins Ahrtal hat der ADFC Wachtberg schon vor einigen Tagen veröffentlicht.

Aber auch in der Freizeit sollte man aufpassen, dass Bewegungsmangel und „Lagerkoller“ nicht zu einer weiteren Gefahr für die körperliche und seelische Gesundheit werden. Gerade bei dem schönen Wetter bietet hier Radfahren eine gute Alternative. Entweder alleine oder mit der Kernfamilie, mit der man sowieso jeden Tag zusammen ist. Man muss nur wissen, wo es sich sicher, ohne auf Kontakte angewiesen zu sein und vom Autoverkehr weitgehend ungestört radeln lässt.

Passend dazu hat die Wachtberger Ortsgruppe des ADFC nun eine Routensammlung herausgesucht, in der zu jedem der 16 Dörfer in Wachtberg eine 10-15km lange Radtour vorgestellt wird. Die Sammlung stammt aus dem Jahr 2010. Aber heute sind fast alle Wegestücke noch aktuell. Eine Ausnahme ist z.B. ein Weg an der Adendorfer Tongrube, der von dieser inzwischen „aufgefressen“ wurde.

Die Idee ist also, die kommende Zeit auch dazu zu nutzen, seine Gemeinde besser kennenzulernen, gerade auch mit Kindern aus dem Haus herauszukommen und sich an der frischen Luft zu bewegen und damit das Immunsystem zu stärken. Wem die Runde aus dem Dorf nicht genügt, kann sich weiter hinauswagen - für jedes Dorf sind weitere gut fahrbare Verbindungen und Ziele in zusätzlichen Dateien zu finden. Diese sind auf dem aktuellen Stand, nur muss man sich seine Routen daraus selbst (und ohne GPS-Daten) zusammenstellen.

Passend dazu hat die Wachtberger Ortsgruppe des ADFC nun eine Routensammlung herausgesucht, in der zu jedem der 16 Dörfer in Wachtberg eine 10-15km lange Radtour vorgestellt wird. Die Sammlung stammt aus dem Jahr 2010. Aber heute sind fast alle Wegestücke noch aktuell. Eine Ausnahme ist z.B. ein Weg an der Adendorfer Tongrube, der von dieser inzwischen „aufgefressen“ wurde. Entsprechende Aktualisierungen und Ergänzungen sind am Ende der Tourenbeschreibungen gesondert aufgeführt, die Touren 5, 8, 10, 13 und 15 sind ohne Änderungen befahrbar.

16 Wachtberger Dörfer - 16 Freizeittouren

Für die Nutzer von Komoot hat freundlicherweise H. Rulands die Daten übertragen.Sie können unter diesem LINK abgerufen werden.

Wir wünschen allen Wachtbergerinnen und Wachtbergern einen gesunden Frühlingsanfang und viel Spaß auf dem Rad, aber natürlich mit der gebotenen Distanz und nach den Regeln, die uns alle schützen.

Für die Ortsgruppe Wachtberg des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC)
Andreas Stümer (Ortsgruppensprecher), Erwin Schweißhelm (Öffentlichkeitsarbeit)

Rückenwind für Radverkehr

ADFC-Mitgliederversammlung fordert verstärktes Engagement von Politik und Verwaltung in Wachtberg und dem Rhein/Sieg-Kreis

„Im Kommunalwahljahr 2020 wollen wir den Ausbau des Radverkehrs und eine nachhaltige Verkehrspolitik in Wachtberg noch stärker zum Thema machen“. Das sagte der alte und neue Sprecher des ADFC in Wachtberg, Andreas Stümer bei der diesjährigen Mitgliederversammlung am 5. Dezember im Gasthof Henseler in Villip.

Ohne eine Verkehrswende und eine damit verbundene massive Reduzierung des CO2-Ausstoßes sind die Klimaziele von Paris nicht erreichbar. Dafür sind aber konkrete Schritte notwendig. Und der Radverkehr ist hierfür prädestiniert, auch in der Gemeinde Wachtberg. Denn mit im Vergleich geringem Aufwand können etwa der Pendlerverkehr mit dem PKW nach Bonn und die damit verbundenen Emissionen reduziert werden. Fahrradfahren wird sicherer, die Wohnqualität verbessert sich weiter und die Gemeinde wird für den Fahrradtourismus attraktiver.

Dafür will der ADFC in Wachtberg werben und appelliert an die im Rat vertretenen Parteien und die Verwaltung in der Gemeinde und dem Rhein-Sieg-Kreis, die Förderung des Radverkehrs zu einem Schwerpunkt der im September 2020 beginnenden Wahlperiode zu machen.

Konkret fordert der ADFC etwa, die in den letzten Jahren beschlossenen Lückenschlüsse im Wachtberger Radnetz so schnell wie möglich umzusetzen. So soll der bestehende, aber im Nichts endende Radweg von Berkum an der L 123 bis zum Gut Holzem verlängert werden und über zum Teil noch auszubauende Wirtschaftswege nach Arzdorf und Fritzdorf führen, und der Wachtbergring durchgehend mit einem Fuß-/Radweg versehen werden.  „Die Austraße in Niederbachem ist Teil einer zentralen Radpendlerroute aus Wachtberg über Mehlem nach Bonn und soll daher zu einer Fahrradstraße umgewidmet werden. Dann haben Radfahrer Vorrang vor dem Autoverkehr“ so Jörg Landmann, zuständig für die Verkehrspolitik. Und der ADFC will die Verkehrssicherheit durch weitere Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Landstraßen und innerörtlichen Straßen in der Gemeinde erhöhen.

Aber natürlich wurden auch wieder die beliebten Feierabendtouren unter Führung des Tourenleiters Gerd Heinen besprochen. Ab 15. April 2020 geht es wieder jeweils um 18.00 Uhr los. Startpunkt ist ab dann jeden Mittwoch bis in den September hinein das Hallenbad in Berkum. In 2-3 Stunden führen die Touren über ca. 40 km auf ruhigen Wegen in die Wachtberger Umgebung. Dazu kommen Sondertouren, etwa über einen Teil der Rheinischen Apfelroute. Oder Willkommenstouren für Neubürgerinnen und Neubürger, um das schöne Drachenfelser Ländchen per Rad kennenzulernen.

V.i.S.d.P. Erwin Schweisshelm, ADFC Wachtberg

Wachtberger Klima 2019


2016 und 2018 kam Wachtberg in die Wertung des bundesweiten Fahrradklimatests.

Die Auswertung von 2018 finden Sie hier.

Aber es bestehen Aussichten auf wesentliche Verbesserungen.

Ein Bericht über die aktuellen Planungen ist hier als PDF-Dokument abrufbar.

Radverkehr in Wachtberg

So kann das Radfahren in Wachtberg aussehen - aber an vielen Stellen geht das nicht

Der Radverkehr wird - auch in Wachtberg - ein immer wichtigerer Teil unserer Mobilität. Leider wird in der Summe überall - und auch hier muss Wachtberg mit genannt werden - viel zu wenig getan, um einen sicheren Radverkehr mit angemessener Infrastruktur zu ereichen. Für die Stadt Bonn und den RheinSieg-Kreis hat der ADFC ein Programm aufgestellt, das die Erfordernisse für den Radverkehr im Rahmen einer nachhaltigen Verkehrspolitik darlegt. Hier folgt ein Überblick und konkrete Maßnahmen, die geeignet und nötig sind, um dem Radverkehr in Wachtberg den angemessenen Stellenwert zuzuordnen.

Für merkbare Investitionen in den Radverkehr, aber auch rad- und fußgängerfreundliche Regelungen sprechen u.a. folgende Punkte:

  • Sicheres Fahrradfahren mit weniger Verletzten und Verkehrstoten
  • Reduzierung des PKWVerkehrsaufkommen und der damit verbundenen Emissionen
  • Steigerung der Wohnqualität in Wachtberg
  • Positive Auswirkung auf den Fahrradtourismus

Vorschläge des ADFC in Wachtberg

kurzfristig


Lebensgefahr auf dem Zugang zum EKZ auf der K58 (außer im Auto) - hierhin traut sich kaum ein Radler oder Fußgänger

Maximal 70 km/h auf allen Wachtberger Landstraßen als Sofortmaßnahme

Paradoxerweise gibt es zur Zeit fast nur dort Geschwindigkeitsbegrenzungen, wo begleitende Fahrradwege vorhanden sind ( L 158, L123). Auf allen anderen Straßen darf bis zu 100 km/h gefahren werden. Diese häufig sehr kurzen Abschnitte, auf der K58 im Bereich von Werthhoven sind es nur 400m, führen zu unnötiger "Raserei", Emissionen und sehr starker Gefährdung von Radfahrern und Fußgängern. Der Abbau der vielen Schilder mit "Geschwindigkeitsbegrenzung  aufgehoben" und kurz dahinter wieder "70 km/h" würde die Verkehrssicherheit deutlich steigern, ohne Kosten zu verursachen. An bestimmten Stellen sind weitere Geschwindigkeitsbegrenzungen erforderlich. Beispielsweise muss auf Grund der vielen Verletzten und leider eines Toten 50 km/h für den Bereich K58/Ahrtalstraße gelten. Hier ist zusätzlich eine Querungshilfe erforderlich.

Keine Schikanen (Umlaufsperren) für den Rad- und Fußgängerverkehr, verträgliche Ampelübergänge und -schaltungen und zeitgemäße sichere Fahrradabstellmöglichkeiten am Einkaufszentrum.

zentrale Ampel in Berkum - unzumutbare Wartezeiten und unsichere Aufstellplätze für Fußgänger und Radler
Zugang zum EKZ

Tempo 30 in allen Ortschaften

Als Beispiel: Werthhoven
Die "Bürgersteige" der Ahrtalstraße sind zu schmal um darauf gehen zu können, z. B. Eltern mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrer müssen auf die Straße ausweichen. Gleichzeitig dürfen KFZ 50 km/h fahren, für die Betroffenen eine lebensbedrohliche Zumutung. Für den Radverkehr ist eine Tempo-30-Regelung ein entscheidender Gewinn an Sicherheit.

kurz- bis mittelfristig


Asphaltierung weiterer Wirtschaftswege bzw. Abschnitte, 

um abseits der Straßen von Ort zu Ort, zu den Zentren und in die Umgebung radeln zu können. Orientierung für eine Prioritätenlise bietet das Radnetz der Gemeinde Wachtberg, das aber noch um wichtige Verbindungen ergänzt werden muss. Neben den Radfahrern sind insbesondere auch Rollstuhlfahrer auf solche Wege angewiesen.

Eine zusätzliche Flächenversiegelung kann hier kein Gegenargument sein, die Versickerung des Regenwassers ist bei der geringen Breite der Wege unverändert gewährleistet, kein Vergleich mit den Auswirkungen anderer Baumaßnahmen wie z.B. des Einkaufszentrums mit seinen Parkplätzen und Zufahrten.

mittelfristig


Straßenbegleitende Rad- Fußwege bzw. gleichwertige Alternativstrecken (d.h. mit asphaltierter Oberfläche, ohne Umwege und zusätzliche Steigungen):

  • von Berkum nach Villip
  • von Berkum nach Adendorf
  • von Ließem nach Lannesdorf
  • von Villip nach Gimmersdorf
  • von Werthhoven nach Birresdorf
  • von Fritzdorf nach Villiprott
Alte Gasse in Berkum - der Fußgänger- und Fahrradzuweg zum EKZ

Das PDF-Dokument zum Radverkehr finden Sie hier.

Radnetz Wachtberg

Die Ortsgruppe hat für Wachtberg den Plan eines Radnetzes vorgelegt, das auf dem bestehenden aufbaut. Werden die dort aufgeführten Lücken geschlossen, können Einwohnern und Besuchern jeden Alters überall umfassende und attraktive Verbindungen für Arbeit und Freizeit innerhalb der Gemeinde und zu den Nachbarorten angeboten werden.

Der Plan basiert auf der Karte des Radroutenplaners NRW und kann auch schon jetzt Routenplanungen anregen und unterstützen. Er ist hier als pdf-Dokument abrufbar.

Wachtberger Touren

Im Sommerhalbjahr von April bis September bietet die Ortsgruppe die Feierabendtour an, die jeden Mittwoch um 18 Uhr am Schwimmbad in Berkum startet und in 2-3 Stunden über etwa 40 km auf ruhigen Wegen in die Wachtberger Umgebung führt. Das aktuelle Tourenprogramm aus Wachtberg finden Sie hier.

Der Wachtberger Radrundkurs

Auch ohne Tourenleitung kann man sich auf dem bestehenden Radnetz der Gemeinde Wachtberg schöne Radtouren zusammenstellen. Durchgehend ausgeschildert ist der Wachtberger Radrundkurs, der über 30km auf ruhigen Wegen durch die abwechslungsreiche Landschaft führt. Eine Beschreibung dieses Weges finden Sie hier.

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