ADFC-Ortsgruppe Wachtberg

Nach den Neuwahlen am 11.10.2017 wird die Ortsgruppe wie folgt geführt:

Ortsgruppensprecher
Andreas Stümer 
Tel: 0228 348741
wachtberg(at)adfc-bonn.de

Verkehrspolitik
Jörg Landmann
Tel. 0228 348980
joerg.landmann(at)adfc-bonn.de

Touren
Gerhard Heinen
Tel. 0228 324153
gerhard.heinen(at)adfc-bonn.de

Ansprechpartner bei Behörden

Gemeinde Wachtberg
Christian Pohl
Tel. 0228 9544-125
christian.pohl (at)wachtberg.de

Rhein-Sieg-Kreis
Sven Habedank
Tel. 02241 13-2332
sven.habedank(at)rhein-sieg-kreis.de

 

Radverkehr in Wachtberg

Der Radverkehr wird - auch in Wachtberg - ein immer wichtigerer Teil unserer Mobilität. Leider wird in der Summe überall - und auch hier muss Wachtberg mit genannt werden - viel zu wenig getan, um einen sicheren Radverkehr mit angemessener Infrastruktur zu ereichen. Für die Stadt Bonn und den RheinSieg-Kreis hat der ADFC ein Programm aufgestellt, das die Erfordernisse für den Radverkehr im Rahmen einer nachhaltigen Verkehrspolitik darlegt. Hier folgt ein Überblick und konkrete Maßnahmen, die geeignet und nötig sind, um dem Radverkehr in Wachtberg den angemessenen Stellenwert zuzuordnen.

Für merkbare Investitionen in den Radverkehr, aber auch rad- und fußgängerfreundliche Regelungen sprechen u.a. folgende Punkte: 

  • Sicheres Fahrradfahren mit weniger Verletzten und Verkehrstoten
  • Reduzierung des PKWVerkehrsaufkommen und der damit verbundenen Emissionen 
  • Steigerung der Wohnqualität in Wachtberg
  • Positive Auswirkung auf den Fahrradtourismus

So kann das Radfahren in Wachtberg aussehen -
aber an vielen Stellen geht das nicht

Vorschläge des ADFC in Wachtberg 

 

Kurzfristig:

Maximal 70 km/h auf allen Wachtberger Landstraßen als Sofortmaßnahme.

Paradoxerweise gibt es zur Zeit fast nur dort Geschwindigkeitsbegrenzungen, wo begleitende Fahrradwege vorhanden sind ( L 158, L123). Auf allen anderen Straßen darf bis zu 100 km/h gefahren werden. Diese häufig sehr kurzen Abschnitte, auf der K58 im Bereich von Werthhoven sind es nur 400m, führen zu unnötiger "Raserei", Emissionen und sehr starker Gefährdung von Radfahrern und Fußgängern. Der Abbau der vielen Schilder mit "Geschwindigkeitsbegrenzung  aufgehoben" und kurz dahinter wieder "70 km/h" würde die Verkehrssicherheit deutlich steigern, ohne Kosten zu verursachen. An bestimmten Stellen sind weitere Geschwindigkeitsbegrenzungen erforderlich. Beispielsweise muss auf Grund der vielen Verletzten und leider eines Toten 50 km/h für den Bereich K58/Ahrtalstraße gelten. Hier ist zusätzlich eine Querungshilfe erforderlich.

Lebensgefahr auf dem Zugang zum EKZ auf der K58 (außer im Auto)
- hierhin traut sich kaum ein Radler oder Fußgänger

Keine Schikanen (Umlaufsperren) für den Rad- und Fußgängerverkehr, verträgliche Ampelübergänge und -schaltungen und zeitgemäße sichere Fahrradabstellmöglichkeiten am Einkaufszentrum. 

 

zentrale Ampel in Berkum und Zugsng zur EKZ -
unzumutbare Wartezeiten und unsichere Aufstellplätze für Fußgänger und Radler

Tempo 30 in allen Ortschaften

Als Beispiel : Werthhoven
Die "Bürgersteige" der Ahrtalstraße sind zu schmal um darauf gehen zu können, z. B. Eltern mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrer müssen auf die Straße ausweichen. Gleichzeitig dürfen KFZ 50 km/h fahren, für die Betroffenen eine lebensbedrohliche Zumutung. Für den Radverkehr ist eine Tempo-30-Regelung ein entscheidender Gewinn an Sicherheit.

Kurz- bis mittelfristig:

Asphaltierung weiterer Wirtschaftswege bzw. Abschnitte, 

um abseits der Straßen von Ort zu Ort, zu den Zentren und in die Umgebung radeln zu können. Orientierung für eine Prioritätenlise bietet das Radnetz der Gemeinde Wachtberg, das aber noch um wichtige Verbindungen ergänzt werden muss. Neben den Radfahrern sind insbesondere auch Rollstuhlfahrer auf solche Wege angewiesen.

Eine zusätzliche Flächenversiegelung kann hier kein Gegenargument sein, die Versickerung des Regenwassers ist bei der geringen Breite der Wege unverändert gewährleistet, kein Vergleich mit den Auswirkungen anderer Baumaßnahmen wie z.B. des Einkaufszentrums mit seinen Parkplätzen und Zufahrten.


Ausweisung von Fahrradstraßen, z.B.: Austraße, Alte Gasse  

Mittelfristig:

Straßenbegleitende Rad- Fußwege bzw. gleichwertige Alternativstrecken (d.h. mit asphaltierter Oberfläche, ohne Umwege und zusätzliche Steigungen) :

  • von Berkum nach Villip
  • von Berkum nach Adendorf
  • von Ließem nach Lannesdorf
  • von Villip nach Gimmersdorf
  • von Werthhoven nach Birresdorf
  • von Fritzdorf nach Villiprott

Alte Gasse in Berkum - der Fußgänger- und Fahrradzuweg zum EKZ

Das PDF-Dokument zum Radverkehr finden Sie hier.

Radnetz Wachtberg

Die Ortsgruppe hat für Wachtberg den Plan eines Radnetzes vorgelegt, das auf dem bestehenden aufbaut. Werden die dort aufgeführten Lücken geschlossen, können Einwohnern und Besuchern jeden Alters überall umfassende und attraktive Verbindungen für Arbeit und Freizeit innerhalb der Gemeinde und zu den Nachbarorten angeboten werden.

Der Plan basiert auf der Karte des Radroutenplaners NRW und kann auch schon jetzt Routenplanungen anregen und unterstützen. Er ist hier als pdf-Dokument abrufbar.

Wachtberger Touren

Im Sommerhalbjahr von April bis September bietet die Ortsgruppe die Feierabendtour an, die jeden Mittwoch um 18 Uhr am Schwimmbad in Berkum startet und in 2-3 Stunden über etwa 40 km auf ruhigen Wegen in die Wachtberger Umgebung führt. Das aktuelle Tourenprogramm aus Wachtberg finden Sie unten.

Der Wachtberger Radrundkurs

Auch ohne Tourenleitung kann man sich auf dem bestehenden Radnetz der Gemeinde Wachtberg schöne Radtouren zusammenstellen. Durchgehend ausgeschildert ist der Wachtberger Radrundkurs, der über 30km auf ruhigen Wegen durch die abwechslungsreiche Landschaft führt. Eine Beschreibung dieses Weges finden Sie hier.

Die aktuellen Pressemitteilungen der Ortsgruppe finden Sie hier

Tourenprogramm: Startpunkt Wachtberg

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