Berichte 2019 

 

zu den Berichten der vergangenen Jahre.

13.04.2019 Vier Kirchen und ein Wegekreuz

Unter Leitung der ADFC-Tourenleiterin Karin van Deel machten wir uns auf den Weg nach Rheinbach. Treffpunkt war die VHS-Voreifel, unter deren Namen die kulturelle Radexkursion bei trockenem aber kühlen Wetter startete. Mit insgesamt sieben Teilnehmern fuhren wir entlang des Rheinbacher Stadtwaldes in Richtung Wormersdorf, wo wir das erste Ziel, die Reste der ehemaligen Hubertuskapelle, ansteuerten. Die Tourenleiterin erläuterte die Geschichte des 1724/1725 errichteten Sakralbaus, an den heute nur noch drei wieder aufgebaute Fensterbögen erinnern. Weiter ging die Fahrt durch Wormersdorf zur Kirche St. Martinus in Ipplendorf. Die Ursprünge dieser Kirche gehen bereits auf das Jahr 1197 zurück. Unter fachkundiger Führung der Küsterin Frau Thoma wurden uns die Kunstschätze dieser Kirche sehr anschaulich erläutert. Besonders zu nennen sind die aufwändigen Schnitzereien an den Altären mit der Besonderheit eines Drehtabernakels, die aus der Ursprungszeit stammenden wunderbaren Fenster sowie der beeindruckende Orgelprospekt auf der Empore. Im Eingang der Kirche bewunderten wir noch eine Einbaumtruhe im Originalzustand mit historischem Bartschlüssel aus der nahegelegenen Tomburg. Von dort aus ging die Tour durch Felder und Obstplantagen mit Blick auf das Siebengebirge, vorbei an Ersdorf nach Altendorf. Am Ortseingang erreichten wir das Viethenkreuz. Das nach seinem Stifter benannte sogenannte Doppelkreuz zeigt auf der einen Seite eine Figur mit Attributen des Heiligen Jakobus und auf der anderen Seite vermutlich die Figur eines Priesters. Überrascht durch einen Schneesturm – es ist immerhin April – machten wir uns auf zum Herrenhaus in Altendorf. Dort begrüßten uns der Vorsitzende des Museumsvereins, Dieter Ohm, und Frau Simm ganz herzlich und luden ein zu Kaffee und Kuchen. Gut gestärkt und gewärmt ging es dann weiter durch die Obstplantagen nach Meckenheim und weiter nach Merl. Die etwas unscheinbare Kapelle St. Michael wird seit Anbeginn als Merler Dom bezeichnet. Der einschiffige neugotische Backsteinbau wurde 1900 eingeweiht. Neben der wohltönenden Orgel des bekannten Bonner Orgelbauers Klais fällt uns erneut das in Stein gehauene Symbol des Lamm Gottes und das Buch mit den sieben Siegeln auf. In Merl bestiegen wir erneut unsere Drahtesel und machten uns auf zu unserem letzten Station nach Lüftelberg. Vorbei an den Hinweistafeln zur ehemaligen Römischen Eifelwasserleitung erreichten wir St. Petrus in Lüftelberg. Dort wurden wir bereits in der geöffneten Kirche erwartet. Während draußen die Schneeflocken stoben, erklärte unsere Tourenleiterin die Besonderheiten dieser beeindruckenden Kirche. Bekannt ist sie wegen der Reliquien der Heiligen Lüfthildis und der Grabplatte aus dem Kalksinter der Römischen Wasserleitung. Ebenso beeindruckend sind der romanische Taufstein und eine farbig gefasste Pieta aus Holz. Auch hier treffen wir wieder auf eine Klaisorgel, wurde doch der Firmengründer hier in Lüftelberg, direkt gegenüber der Kirche, geboren. Leider hatten sich die dunklen Wolken nicht verzogen, so dass wir nach Beendigung des offiziellen Programms uns schnell auf den Weg nach Hause machten. Wenn auch etwas durchgefroren, erfreuten sich alle Teilnehmer an der gelungenen Radexkursion, die sicherlich noch einmal wiederholt wird.

Startpunkt der Tour: die VHS Voreifel in Rheinbach
Foto: Hans-Günter van Deel
Sankt Martinus in Ipplendorf
Foto: Hans-Günter van Deel
Wohlverdiente Pause bei Kaffee und Kuchen im Stadtmuseum im Herrenhaus Altendorf
Foto: Hans-Günter van Deel
Letzte Station: Sankt Petrus in Lüftelberg
Foto: Hans-Günter van Deel

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10.04.2019 Mittwochstour über Altenahr ins Ahrtal

Die gute Laune der neun Radlerinnen und Radler und das ansprechende Wetter versprachen eine schöne Mittwochstour. Auf ging’s hinunter zur Swist und durch die Felder Richtung Gelsdorf. Das erste Höhenziel war die Kalenborner Höhe. Von dort ging es auf verschlungenen Pfaden über Stock und Stein hinunter Richtung Altenahr. Ein kurzer Gegenanstieg brachte uns auf die Martinsnück. Von dort aus konnten wir Burg Are, Altenahr und weite Teile des Ahrtals bei bester Sicht bewundern. In Altenahr trafen wir auf die Ahr und folgten ihr auf dem immer wieder malerischen Ahrradweg zur Einkehr in Dernau. Im Restaurant „Zum Rebstock“ mit leicht wienerischem Charme gab es draußen nur Kännchen und leckeren Kuchen, eigentlich. Tatsächlich gab es aber auch kalte Getränke und warme Speisen. Gut gestärkt ging es weiter entlang der Ahr bis Ahrweiler. Wir durchquerten das mittelalterliche Städtchen Richtung Weinberge und setzten unsere Fahrt Richtung Lantershofen, Ringen und Fritzdorfer Mühle fort. Dort oben schnauften wir durch und genossen einen letzten Rundblick von der Höhe. Noch schnell durch Adendorf und dann erreichten wir nach 48 km wieder Meckenheim.

Herrlicher Ausblick von der Martinsnück auf die Burg Are
Foto: Karin van Deel
Verdiente Rast in Dernau
Foto: Karin van Deel
Höhe wieder erreicht: die Fritzdorfer Mühle
Foto: Karin van Deel
Die Sportskanone
Foto: Karin van Deel

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02.04.19 Feierabendtour

Das Wetter war anfangs nicht sehr vertrauenerweckend, aber dennoch starteten 10 Teilnehmer zur ersten Feierabendtour des Jahres. Los ging es um 18:00 Uhr über Lüftelberg nach Flerzheim und weiter entlang der Swist. Über Morenhoven im weiten Bogen Richtung Oberdrees und nach Rheinbach. Im Brauhaus konnten sich alles etwas wärmen und stärken. Beim Essen war Zeit, über radrelevante und andere Themen zu diskutieren. Gut gestärkt ging es entlang der Bahn zurück zum Bahnhof Meckenheim, wo die Gruppe begann, erste Auflösungserscheinungen zu zeigen.

30.03.2019 Über die Bruder-Klaus-Kapelle nach Satzvey

Oft beginnt ja der Tag für den Radfahrer vor einer Tour mit einem prüfenden Blick zum Himmel. Diesmal konnte sich die Miene sofort aufhellen: Sonnenschein und prognostizierte fast 20 Grad warm. Kein Wunder, dass sich 15 Radfahrbegeisterte am Startpunkt einfanden. Dummerweise war der Westwind doch auf dem Weg durch die Felder bis Stotzheim für die Unverbesserlichen, die noch mit reiner Muskelkraft der Fortbewegung frönen, recht mühsam und anstrengend. Für den Rest der Strecke war der Wind dann aber glücklicherweise kein Problem mehr. Man konnte sich also uneingeschränkt auf die schöne, langsam erwachende, Natur einlassen. Wie immer, war die Strecke von Kreuzweingarten bis Wachendorf reiner Genuss! Selbst der Anstieg zur Brunder-Klaus-Kapelle konnte der Freude nichts anhaben, besonders da der erwartete Andrang an der Kapelle sich glücklicherweise sehr in Grenzen hielt.
Die Teilnehmer, die die Kapelle bisher noch nicht kannten, war vom Inneren der von außen eher nüchtern wirkenden Architektur und Stimmung eingenommen. Beeindruckend ist auch immer wieder die Technik, mit der Peter Zumthor, einer der bekanntesten gegenwärtigen Architekten, dieses Juwel errichtete.
Nach einer angemessenen Pause mit obligatorischem Gruppenbild vor der schönen Aussicht ging es nach weiterem kurzen Anstieg zügig zur Burg Satzvey bergab. In einer der beiden Restaurationen der Burg konnte man es sich gut wohl sein lassen. Entsprechend gestärkt, war die Strecke, mit weitgehender Umfahrung von Euskirchen, über Wißkirchen, Roitzheim, weiter nach Odendorf und Miel, ein reines Vergnügen. Mit entsprechend guter Stimmung kam die Gruppe ohne Zwischenfälle nach knapp 70 km nach Meckenheim zurück.

Kurze Rast mit einigen Erklärungen zur Bruder-Klaus-Kapelle (Foto: Karin van Deel)
Man wird sich doch nicht erschöpft an die Kapelle anlehnen? (Foto: Ludwig Rößing)
Gruppenaufnahme vor schönem Weitblick (Foto: Ludwig Rößing)
Stärkung in der Burgbäckerei der Burg Satzvey (Foto: Ludwig Rößing)

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13.03.2019 Eine stürmische erste Mittwochstour

Sturmtief „Franz“ dräute mit starkem Wind, Sturmböen und Regen, die letzten Tage boten alles andere als schönes Fahrradwetter – ist da eine Tour nicht bedenklich, gar gefährlich? Das zu klären, trafen sich drei Unerschrockene zur festgelegten Stunde an bekanntem Ort. Unter der Vorgabe, die Tour stark zu kürzen, wenn möglich, Wälder und Autostraßen zu meiden, schien eine ca. 25 km lange Runde gefahrlos machbar, zudem die vorhergesagten starken Windböen offensichtlich eine Pause eingelegt hatten.

Der Weg führte an der mehr als 250 Jahre alten Dicken Eiche vorbei, die im Dezember 2010 die Schneelast gefällt hatte, zum Jägerhäuschen mit seinen drei Prinzeneichen. In Lüftelberg wurde ein kurzer Stopp am Vorgarten eingelegt, der einen Teil der römischen Wasserleitung beherbergt (siehe die beiden Fotos). Weiter ging es in Meckenheim an der Swist entlang zur Burg Münchhausen mit Einkehr in der dortigen Gaststätte. Es tat den Teilnehmern gut, sich aufwärmen und bei Apfelstrudel und Kaffee bzw. Tee stärken zu können.
Da der Ladezustand der beiden beteiligten Pedelecs offensichtlich noch keine ersichtlichen Schwächen zeigte, wurde statt des kürzesten Rückwegs noch eine Schleife über die nächste Autobahnbrücke eingelegt. Der Gegenwind und der körnige Niederschlag auf freiem Feld rief sofort die Passage aus Goethes Osterspaziergang ins Gedächtnis:

„...Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dort her sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur...“

Am Ende der Tour wurde übereinstimmend festgestellt, dass man es nicht bereut hatte, das Wagnis in Angriff zu nehmen.

Detailaufnahme eines Bruchstücks vom Römerkanal in einem Vorgarten in Lüftelberg
Foto: G.Dietzel
Zwei der drei unerschrockenen Teilnehmer.
Foto: G. Dietzel

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