Vorstand

Ortsgruppensprecher: Stefan Wicht
Beisitzerin: Tina Gordon
Beisitzer: Kurt Schiwy
Beisitzer: Sven Wellerdick

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Tel. 02241 13-2332
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Aktuelles

Stefan Wicht als Nachfolger für Gerd Müller-Brockhausen gewählt

Das „Corona-Team“ des ADFC: Sven Wellerdick, Stefan Wicht, Kurt Schiwy, Tina Gordon

Foto: Stefan Wicht

Bei der Mitgliederversammlung des ADFC in Bornheim wurde am Mittwoch, 16.9.2020, das neue Sprecher-Team gewählt. Als Sprecher der Ortsgruppe wurden Stefan Wicht und für das Sprecherteam Tina Gordon, Kurt Schiwy und Sven Wellerdick einstimmig gewählt. 

Zunächst jedoch gedachten die anwesenden 15 der 130 Mitgliedern ihres langjährigen Sprechers Gerd Müller-Brockhausen, der im Juni bei einem Radunfall tödlich verunglückt war. Kurt Schiwy brachte den dringenden Wunsch zum Ausdruck, dass an der Unfallstelle etwas passieren müsse, damit sich so ein Unfall nicht wiederholen kann. 

Tina Gordon berichtete vom Arbeitskreis Radverkehr, sodann wurden unter Anleitung von Sven Wellerdick Arbeitsgruppen gebildet, die die alltägliche Situation für Radfahrer in Bornheim verbessern sollen, so für bessere Abstellmöglichkeiten, Fahrrad-Codierung, sicheren Schulweg und Weg zur Arbeit oder Radwegebeschilderung und Fahrradreparatur. 

Wicht gab einen Überblick über die geplante Investitionen im Haushalt der Stadt Bornheim für die Jahre 2021/22. Große Maßnahmen stünden an, die politische Unterstützung der Parteien sei in den Wahlprogrammen zur Kommunalwahl dokumentiert, jetzt komme es darauf an, die erforderliche Personalkapazität bei der Stadtplanung bereit zu stellen, um die Maßnahme auch tatsächlich umzusetzen. 

Als neuer Leiter der Radreisemesse stellte sich Frank Jörn vor. Sie wird am 14.3.2021 im Rhein Sieg Forum in Siegburg stattfinden. 

Die Versammlung beschloss, sich am Stadtradeln als Ortsgruppe des ADFC zu beteiligen und für den Fahrrad-Klimatest Werbung zu betreiben, auf dass ein aussagekräftiges Ergebnis zu Stande komme.

Wann kommt die Radpendlerroute?

Radfahren ist in aller Munde und das freut uns als ADFC natürlich. Wer genauer hinschaut, wird feststellen, dass es dabei nicht an der Anzahl der Radfahrwilligen mangelt, sondern an Radwegen, auf denen die Radfahrer sich sicher fühlen. In vorausschauender Weitsicht, wie sie den von uns gewählten Volksvertreter im Stadtrat zu eigen ist, sonst hätten wir sie ja nicht gewählt, haben unsere Stadträte schon im Jahre 2013 beschlossen, dass Bornheim einen Radschnellweg nach Bonn braucht.

So beteiligte sich die Stadt am Wettbewerb des Landes NRW für fünf beispielhafte Radschnellwege, bei denen das Land die gesamten Kosten übernommen hätte.Die Chancen standen auch nicht schlecht, wenn nicht damals Sankt Augustin die Teilnahme verweigert hätte. So konnte Bornheim sich nicht qualifizieren und fiel raus. Aber der Gedanke einer direkten, kreuzungsfreien Verbindung über Alfter nach Bonn blieb in den Köpfen. Und so setzten die Kommunen sich zusammen und entwickeln den Plan für eine abgespeckte Version des Radschnellweges und tauften sie Radpendlerroute. Sie soll die selbe Qualität wie ein Radschnellweg haben, aber in reduzierter Form. So muss der Radweg nicht 4 m breit sein und er muss keinen begleitenden 2 m breiten Fußweg haben, was zwischen Bornheim und Alfter auch nicht erforderlich ist.

2015 wurde die Planung in Auftrag gegeben, 2016 wurde sie beschlossen und 2017 wurde der gemeinsame Wille von Bornheim, Alfter und Bonn noch einmal mit einem “Letter of Intent” bestätigt. Wer nun meint, jetzt könnte ja mit dem Bau begonnen werden, irrt.  Zunächst einmal musste die Hafen- und Güterverkehr Köln (HGK), die nach wie vor für die Vorgebirgsbahn (Linie 18) zuständig ist, für die Einsicht gewonnen werden, dass bei der künftigen Radendlerroute weder mit Güterzügen noch mit der Errichtung von Häfen zu rechnen ist, sie also gefahrlos die ihnen gehörenden Grundstücke an die Stadt Bornheim abtreten können, damit diese den Radweg bauen kann. Das ist jetzt nach vier Jahren Verhandlung 2020 gelungen.

Nun muss der Naturschutz noch davon überzeugt werden, dass ein attraktiver Radweg ein Gewinn auch für die Natur ist, weil entsprechende Autofahrten wegfallen, das Klima geschont und die Tier- und Pflanzenwelt weniger beeinträchtigt wird als durch den üblichen Kfz-Verkehr. Diese Prüfung durch den Naturschutzbeirat des Rhein-Sieg-Kreises steht noch aus und wir hoffen sehr, dass uns nicht von dieser Seite noch ein Strich durch die Rechnung gemacht wird und umsteigewillige Autofahrer, für die die Radpendlerroute ja in erster Linie ja gedacht ist, zurück auf’s Auto getrieben werdenDer politische Wille ist nach wie vor da, die Planung ist fertig, der Förderantrag gestellt und die Fördertöpfe sind gut gefüllt. Was fehlt, sind noch einige Grundstücke. Mit dem Bau des ersten Abschnittes der Radpendlerroute vom Roisdorfer Brunnen in Richtung Alfter könnte bereits dieses Jahr begonnen werden, wenn die Stadt die entsprechenden Grundstücke besitzen würde. Bitte, liebe Grundstückseigentümer: Entlang der Radpendlerroute wird es keine Güterverkehr geben, es werden keine Häfen gebaut und es wird direkt neben der Bahn auch kein Bauland ausgewiesen werden. Verkauft die nötigen Grundstücke an die Stadt, damit wir endlich gefahrlos und zügig nach Alfter und Bonn radeln können!

Stefan Wicht

Der ADFC trauert um Gerd Müller-Brockhausen

Zur Würdigung und in Erinnerung an Gerd Müller-Brockhausen wurde in einer öffentlichen Trauerkundgebung am 27. Juni von den ADFC-Mitgliedern ein weißes Gedenkfahrrad aufgestellt.

Am Samstag, 6. Juni 2020 hatte Gerd einen schweren Fahrradunfall. Zwischen Sechtem und Merten kreuzte er die vorfahrtsberechtigte Breslauer Straße, um seine Fahrt auf dem Gemüseweg fortzusetzen. Hierbei kam es zum Zusammenstoß mit dem Pkw einer 20-Jährigen, die die Breslauer Straße in Richtung Schubertstraße befuhr. Am Mittwoch, den 10. Juni ist Gerd seinen schweren Verletzungen erlegen.

Wir verlieren mit ihm ein freundlichen, hilfsbereiten und äußerst engagierten Menschen, der sich jahrzehntelang in seiner Heimatkommune Bornheim für den Radverkehr eingesetzt hat. Vielen Bornheimern ist er durch das alljährliche Radevent "Bornheimer Frühlingserwachen" bekannt, das er zusammen mit der Stadt seit vielen Jahren organisierte und als Tourenleiter anführte. Eine Herzensangelegenheit war ihm der Fahrradparcours für Kinder, den er bei den verschiedenen Gelegenheiten einsetzte, um so Kindern Geschicklichkeit und Sicherheit beim Radfahren spielerisch zu vermitteln. Er vertrat den ADFC im Arbeitskreis Radverkehr der Stadt Bornheim und war maßgeblich an der Erarbeitung des Radverkehrskonzeptes beteiligt.

Mit seiner ruhigen, besonnenen Art und seinem langjährigen radpolitischen Erfahrungswissen hat er auch die Arbeit des ADFC Bonn/Rhein-Sieg auf der Kreisebene bereichert. Er brachte bei den Vorstandssitzungen seine Erfahrungen und Aspekte aus der ADFC-Arbeit vor Ort ein. Ihm ist es maßgeblich zu verdanken, dass der ADFC in Bornheim bei Bürgerinnen und Bürgern, Politik und Verwaltung hohe Bekanntheit und Wertschätzung genießt.

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