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Wieder nicht Letzter! Bochum im Fahrradklima-Test 2014

19.02.15
Kategorie: Bochum, Aktuelles

Radwege, die im Nichts enden, sind Bochumer Standard. Die Verwaltung will, dass es so bleibt.


2014 liegt Bochum auf Platz 37 von 39 Großstädten in Deutschland.

Im vorhergehenden Fahrradklima-Test 2012 hatte Bochum unter den Großstädten in Deutschland noch Platz 35 von 38 Städten belegt. 2014 liegt Bochum auf Platz 37 von 39 Städten. In Nordrhein-Westfalen wurde nur Mönchengladbach schlechter bewertet. Insgesamt ist Wiesbaden die am schlechtesten bewertete Stadt. Dass es auch anders geht, zeigt Wuppertal: 2012 noch auf dem letzten Platz überhaupt, hat Wuppertal seine Position in zwei Jahren um sechs Plätze verbessert: Von Rang 38 auf 32.

Davon kann Bochum nur träumen. Nur bei einer von 27 Fragen erreichte Bochum eine bessere Note als 3,7: Die Verfügbarkeit öffentlicher Mieträder erhielt dank Metropolrad-Ruhr die Note 2,5. Darauf kann die RUB stolz sein. Auf dem Campus ist das System ein voller Erfolg.

Bochum hat es geschafft, bei sechs Fragen eine Note von 5,0 oder schlechter zu erreichen: Die Fragen zu Hindernissen auf Radwegen, Breite der Radwege, Ampelschaltungen für Radfahrer, Winterdienst auf Radwegen, Falschparkerkontrolle auf Radwegen und Führung an Baustellen erhielten Durchschnittsnoten von 5,0 bis 5,3.

Besonders bemerkenswert: Die Noten für die Fahrradförderung in jüngster Zeit (4,3 statt 4,4), die Akzeptanz als Verkehrsteilnehmer (4,5 zu 4,5) und die Werbung für das Radfahren (4,8 statt 5,0) haben sich gegenüber 2012 kaum verbessert.

Angesichts dieser blamablen Ergebnisse stellt sich die Frage, wie die Stadt Bochum gegenüber der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen (AGFS) ihre Fußgänger- und Fahrradfreundlichkeit glaubhaft machen will.
Die Bochumer Bewerbung bei der AGFS steht nach diesem Ergebnis im Fahrradklima-Test auf tönernen Füßen.

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und wurde im Herbst 2014 zum sechsten Mal durchgeführt. Er wird gefördert vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans. Über 100.000 Menschen stimmten bundesweit ab – eine Steigerung von 25 Prozent gegenüber dem letzten Test im Jahr 2012. Die Zunahme führt der ADFC auf das wachsende Interesse am Thema Fahrrad und Radverkehr zurück. Die bundesweiten Ergebnisse wurden am 19.2.2015 in Berlin vorgestellt.

KK

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