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Tempo 30 in der Innenstadt - Kommentar zu Äußerungen der Polizei Essen

11.09.19
Kategorie: Bochum, Aktuelles, Sicherheit, Verkehrspolitik

In dem WAZ-Online-Lokalteil Essen war in der 33. KW ein Artikel mit Stellungnahmen und Einschätzungen der Polizei Essen (Direktion Verkehr und des Leiters der Direktion, Polizeidirektor W. Packmohr) zur Verkehrssicherheit des Radfahrens und ein Kommentar dazu (NRZ-Redakteur Jörg Maibaum) zu lesen.

Die Polizei in Essen macht starke Aussagen zur Radfahrsituation in unserer Nachbarstadt. Auch wird deutlich Partei ergriffen für eine erforderliche Verbesserung der Fahrradinfrastruktur. Interessant wird die Reaktion der kommunalen Verwaltung und der Essener Politik sein, wenn diese Reaktion überhaupt erfolgen sollte.

Nur, wie sieht es in Bochum aus? Bisher, -soweit mir bekannt-, keine Aussagen zur Halbjahresunfallbilanz, zu Rad- bzw. Pedelecunfällen, zu Problemen und Konflikten zwischen den einzelnen Verkehrsbeteiligungen. Nach mir bekannten Zahlen sind im ersten Halbjahr die Verunglücktenzahlen von Radfahrenden nochmals deutlich im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr gestiegen: +20 % von 80 auf 96; Mittlerweile verunglückt mehr als jeder 5. Verkehrsteilnehmer als Rad-bzw. Pedelecnutzer in unserer Stadt!

Auch in Bochum müssten sich vornehmlich Politik und an zweiter Stelle die kommunale Verwaltung (Verkehrsplanung, Tiefbauamt, "Straßenverkehrsbehörde") und Polizei Bochum mit dieser Thematik wesentlich mehr auseinandersetzen und innovative und sichere Lösungen präsentieren. Immerhin ist Bochum ja seit 2016 mit Wissen und Wollen der meisten kommunalen Parteien eine "AGFS-Stadt" (Arbeitsgemeinschaft fahrrad- und fußgängerfreundlicher Städte).

 

Ergänzend dazu ein interessanter Beitrag des WDR:

www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/quarks-und-co/video-fahrrad-gegen-auto-100.html

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