Aktuelles

Springorum-Trasse

11.12.13
Kategorie: Bochum, Verkehrsplanung

Springorum-Trasse / An der Holtbrügge


Umweg am Bahnhof Weitmar?

Die Berichterstattung über die Bürgerinitiative im Bereich Bahnhof Weitmar der Springorum-Trasse hat anscheinend bei vielen Radfahrern Irritation ausgelöst.
Deshalb hier zusammenfassend unser aktueller Kenntnisstand (zuletzt aktualisiert am 11. Dezember 2013):

Die Umleitung der Springorum-Trasse am Bahnhof Weitmar ist seit längerem bekannt.
Die Broschüre „Wohnbaulandentwürfe 2010” der Stadt Bochum (Stand Februar 2010) beschreibt bereits den Verlauf.
http://www.bochum.de/C12571A3001D56CE/vwContentByKey/W282XE32328BOLDDE/$FILE/2010-02_WOHNBAULAND_Broschuere.pdf

Auf der Website des RVR heißt es dazu:

„2. Bauabschnitt: von der Wasserstraße vorbei am ehemaligen Bahnhof Weitmar bis zur Franziskusstraße.
Im weiteren Verlauf wird der Radweg über die Brücken an der Wasserstraße und der Königsallee führen. Der Ausbau erfolgt ab der Königsallee ohne Beleuchtung. Nach der Durchquerung des Wiesentals und der Überquerung des Oviedo-Rings wird die Strecke über bestehende Wege um den Bahnhof Weitmar geführt und endet an der Franziskusstraße.
Der 2. Bauabschnitt hat eine Länge von ca. 3,2 km und soll voraussichtlich im April 2014 fertiggestellt werden.”

Die Umleitung hätte auch einen Vorteil gehabt:
Der Bahnübergang An der Holtbrügge ist ungesichert und ebenerdig. Für die Umfahrung sollte die bestehende Unterführung nördlich des Bahngleises genutzt werden. Dadurch wäre die Trasse kreuzungsfrei geworden.

Der RVR schrieb im Januar 2013:
„Im weiteren Verlauf führt der Weg statt über das Gelände des ehemaligen Bahnhofes Weitmar über die westlich angrenzenden ehemaligen Industrieflächen der Stadt Bochum. Nach der Unterquerung der Straße „An der Holtbrügge“ schließt der Weg wieder an die alte Bahntrasse an. Der zweite Bauabschnitt endet an der asphaltierten Rampe zur Franziskusstraße.”
(http://www.metropoleruhr.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen-detail/archive/2013/january/article/rvr-beginnt-mit-dem-ausbau-des-zweiten-abschnitts-der-springorumtrasse.html)

Aber das ist mittlerweile überholt. Laut Auskunft des RVR vom Dezember 2013 wird der Radweg nicht mehr durch die Unterführung geleitet, sondern biegt kurz vorher ab und kreuzt die Straße im Bereich des noch vorhandenen großen Tores, um dann mit einem scharfen Schwenk nach links wieder Richtung Trasse zu führen.

Der RVR hat dazu im Dezember 2013 mitgeteilt:

„Der RVR hat die ehemalige Bahntrasse für den Ausbau des Springorum Radweges von der DB erworben. Davon ausgenommen war der Bereich des Bahnhof Weitmar, da die DB dieses Gelände an einen Investor verkauft hat. Der Investor plant eine Wohnbebauung, ohne eine Radwegetrasse zu berücksichtigen. Dies wurde dem RVR von der Stadt Bochum bei den Abstimmungsgesprächen mitgeteilt und gleichzeitig eine Umgehungstrasse über vorhandene Wege auf städtischen Grundstücken angeboten. Der RVR begrüßt diese Umgehungsmöglichkeit, da ohne diese Trassenalternative der 2. Bauabschnitt schon an der Wasserstr. hätte enden müssen.

Im Zusammenhang mit dem geplanten Baugebiet auf dem Gelände des Bahnhofs plant die Stadt Bochum Straßenbaumaßnahmen, durch die auch die Höhenlage der Unterführung verändert wird. Daher wurde die im Gelände nun erkennbare Trassenführung in Abstimmung mit der Stadt Bochum gewählt. Im Kreuzungsbereich wird eine Mittelinsel zur sicheren Querung der Straße eingebaut werden.

Die Wegeführung verläuft parallel nordwestlich der Bahntrasse und schwenkt dann hinter dem alten Bahnwärterhäuschen wieder auf die Bahntrasse ein. In zweiten Bauabschnitt wird der Radweg bis zur Rampe an die Franziskusstraße geführt.

In einem für 2015 geplanten 3. Bauabschnitt zwischen der Franziskusstraße und der Nevelstraße soll die Hattinger Straße unterquert werden, sodass damit eine sichere Anbindung des Springorum Radweges an die Strecke nach Dahlhausen unter der gefährlichen Kreuzung Hattinger Str. / Wasserstr. hergestellt wird.”

Auf Anfrage hat die Stadt Bochum zur Querung  „An der Holtbrügge“ weiter mitgeteilt, das Brückenbauwerk der Unterführung sei nur noch eingeschränkt tragfähig. Weiter heißt es:

„Deshalb wird der Springorum-Radweg zunächst weiter nördlich die Holtbrügge queren. Hier wird eine sichere Querung mit Mittelinsel eingebaut. 
Sobald im Haushalt der Stadt Bochum finanzielle Mittel bereitgestellt werden, wird die Brückenplatte und ein oberer Teil der Widerlager abgebrochen. Da die Widerlager noch intakt sind, können diese dann eine neue Brückenplatte aufnehmen. Diese liegt dann tiefer, so dass die Kuppe in der Holtbrügge flacher wird. Die Durchfahrthöhe für den Radweg bleibt erhalten. Es wird später also die Möglichkeit geben, sowohl "unten durch" zu fahren als auch an der Holtbrügge in den Radweg einzusteigen.”


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