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SPD will keinen Radweg auf die Wittener Straße 'aufpinseln'

11.11.19

Stellungnahme zur Pressmitteilung der SPD-Ratsfraktion zur Radwegesituation auf der Wittener Str. / WAZ v. 11.11.19

Der ADFC-BOCHUM fordert seit Jahrzehnten einen Radfahrstreifen auf der Fahrbahn der Wittener Straße, so dass hier sicher nicht von einem Schnellschuß gesprochen werden kann. Diese Forderung hat nichts mit einer Verkehrswende zu tun, sondern dient der Sicherheit des Fahrradverkehrs und damit der Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer. Die derzeitige Situation ist ausschließlich auf die Bedürfnisse des motorisierten Verkehrs ausgerichtet. Es gibt keinen sachlichen Grund, andere Verkehrsteilnehmer weiterhin zu diskriminieren und zu gefährden.

Anstatt jedoch für Lösungen zu Sorgen, haben Verwaltung und Politik Radfahrer immer wieder mit der selben Floskel abgewiesen: Für einen Radfahrstreifen müssten Häuserzeilen abgerissen werden! Wir sagen NEIN. Für Radverkehr müssen keine Häuserzeilen abgerissen werden. Die Wittener Str. ist mit zwei Fahrstreifen je Richtung, Abbiegespuren und Parkstreifen extrem breit. Und Radverkehr führt ganz sicher nicht zu Staus und Verzögerungen des ÖPNVs.

Die erwähnte Südumfahrung über Laerstr. etc. ist keine Alternative, weil diese am Stadteilzentrum von Altenbochum vorbeiführt. Damit die Brötchen beim Bäcker jedoch nicht mit PKW gekauft werden müssen, ist eine direkte und schnelle Verbindung für den Radverkehr erforderlich. Zudem ist die Routenführung über den Parkplatz Glockengarten aufgrund des Parksucheverkehrs gefährlich. Alltagsradler möchten ihr Ziel schnell, sicher und ohne Umwege erreichen. Schleichwege über Nebenstraßen sind dafür nicht geeignet.

Dass sich Simone Gottschlich und die SPD-Fraktion einer zügigen Lösung verweigern, steht im Widerspruch zum Versprechen des Oberbürgermeisters Thomas Eiskirch, in der nächsten Wahlperiode alle Radialen und den Innenstadring mit Radfahrstreifen zu versehen.


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