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Sheffieldring, Opelring, Königsallee

27.09.15
Kategorie: Bochum, Aktuelles, Verkehrsplanung

Opel: Wir bleiben.


Planungen und Anträge für und gegen den Radverkehr September 2015.

Kreuzung Harpener Straße / Grüner Weg am Sheffieldring: Premiere in Bochum

SPD und Grüne folgen einer Anregung des ADFC Bochum und beauftragen die Verwaltung, bei der beabsichtigten Neugestaltung der Kreuzung Harpener Straße / Grüner Weg am Sheffieldring, den "motorisierten Individualverkehr, ÖPNV, Rad- und Fußverkehr als gleichwertige Planungsgrößen" zu berücksichtigen.

Zum Nachlesen:
https://session.bochum.de/bi/getfile.php?id=351010&type=do

Der Opelring nach Opel: Radverkehr erwünscht

Auch bei der für 2017 geplanten und längst überfälligen Renovierung des Opel-Rings soll der Radverkehr endlich eine sichere Führung durch den Kreisverkehr bekommen.

"Die Verwaltung sieht die Erschließung des Opelareals auch unter dem Aspekt des nicht-motorisierten Verkehrs und begrüßt die Berücksichtigung von Radverkehrsanlagen in Form von Radstreifen auf dem Opelgelände. Um eine lückenlose Erschließung für den Radverkehr zu gewährleisten, hat die Verwaltung bereits Pläne zur Anlage von Radstreifen auf der Markstraße erarbeitet und sieht nun die Notwendigkeit, auch für den Opelring entsprechende Angebote für Radfahrer zu realisieren."

Allerdings: Es soll einen gemeinsamen (!) Geh- und Radweg im Zweirichtungsverkehr (!) mit Bevorrechtigung des Fuß- und Radverkehrs geben:

"Der Radverkehr wird zukünftig mit dem Fußverkehr auf einem gemeinsamen Geh- und Radweg abgesetzt von der Fahrbahn geführt. Aufgrund der Geometrie des Opelrings und der Zielführung des Radverkehrs wird das Radfahren auch in Gegenrichtung zugelassen und ein Querschnitt von 4,50 m gewählt, um das Lichtraumprofil für die verschiedenen Begegnungsfälle inklusive eines Sicherheitstrennstreifens zur Fahrbahn zu gewährleisten (vgl. ERA 2010). ... mit Querungshilfen in Form von Fußgängerüberwegen (Zebrastreifen) und separaten Furten für den Radverkehr ... wird der Fuß- und Radverkehr so sicher und bevorrechtigt geführt."

Das ist so nicht vorstellbar: Wenn der Radverkehr in Gegenrichtung zum Kreisverkehr bevorrechtigt wird, sind schwere Konflikte und Unfälle vorprogrammiert. Die Gefahr wird noch verstärkt durch den überbreiten Fahrstreifen im Kreisverkehr. Viel besser wäre eine getrennte Führung von Fußgängern und Radfahrern und Radverkehr nur in einer Richtung.

Die Verwaltung verweist in ihrer Vorlage auf die ERA, was immer ein Alarmzeichen ist. Tatsächlich sagen die ERA ausdrücklich: „Große Kreisverkehre ohne Lichtsignalanlage werden nicht empfohlen“ und sind in den Empfehlungen deshalb auch gar nicht erst berücksichtigt.  

Eine ähnliche Gefahrenlage gab es bereits bei dem seinerzeit geplanten großen Kreisverkehr an der Universitätsstraße / Oskar-Hoffmann-Straße, bei dem letztendlich der externe Gutachter genau das festgestellt hatte, was der ADFC Bochum von Anfang an geltend gemacht hatte: Eine sichere Führung des Radverkehrs ist so nicht möglich. Erforderlich ist eine 24 Stunden, 365 Tage Vollsignalisierung am Kreisverkehr. Deshalb wurde der Kreisverkehr zum Glück nicht realisiert.

Es erfordert eine sehr sorgfältige Prüfung, ob eine verkehrssichere Gestaltung des Opel-Rings ohne Lichtsignalanlagen möglich ist. Die Möglichkeit besteht, weil der Opel-Ring nach seiner Form und Anlage gar kein Kreisverkehr ist.

Die vorgelegte Planung ist als ungenügend zu bewerten, der ADFC Bochum hat eine fahrradfreundliche Planung nach den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA 2010) beantragt.

Zum Nachlesen:
Vorlage: https://session.bochum.de/bi/getfile.php?id=349622&type=do
Plan: https://session.bochum.de/bi/getfile.php?id=349677&type=do
Antrag des ADFC Bochum siehe Anhang.

CDU: Fahrradfreundliche Königsallee dringend verhindern.

Die CDU stellt einen Dringlichkeitsantrag, um "einen Rückbau von vier auf zwei Fahrstreifen auf der Königsallee" zu verhindern.
Zum Nachlesen:
https://session.bochum.de/bi/getfile.php?id=351012&type=do

KK

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