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Presseinformation: ADFC klingelte heute das Jahrzehnt des Fahrrades ein – Bochum auf dem Weg zur Fahrradstadt!

21.01.20
Kategorie: Bochum, Aktuelles, Presse, Verkehrspolitik

ADFC fordert „Mehr Platz fürs Rad“

2019 haben Radverkehrsthemen in der Öffentlichkeit deutlich an Gewicht gewonnen. Die Klimadebatte hat das Thema beflügelt, Bundes- und Landespolitik sehen in der Stärkung des Radverkehrs einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur notwendigen CO2 Einsparung.

Gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Radwende, mit mehreren Fahrraddemonstrationen hat es auch in Bochum viel Aufmerksamkeit für besseren Radverkehr gegeben. Bei der Stadtspitze, aber auch in der Politik ist das Thema angekommen. Die Mobilitätsstrategie der Stadt Bochum belegt das. Die Erfolgsmeldung der Stadt, eine 30 %ige Steigerung des Radverkehrsanteils in den letzten fünf Jahren spiegelt das wieder, was jeder Verkehrsteilnehmer wahrnehmen kann: Mehr Fahrräder auf der Straße und im Stadtbild. Allerdings liegt Bochum mit 6,7 % im Jahr 2018 ganz unten im Modal Split Vergleich von Großstädten: Köln hat beispielsweise 18 %, Berlin 15 %, Dortmund 9 %. Hinter Bochum rangiert nur noch die topografisch recht schwierige Fahrradstadt Wuppertal mit ca. 3 %.

Das Jubiläumsjahr 2019 des ADFC hat auch dem Verein Aufmerksamkeit eingebracht. Infostand in der Innenstadt, eine Diskussionsveranstaltung zum Thema Zukunft der Radverkehrsförderung in Bochum, Radtour mit der Verwaltung und Gespräche mit den verantwortlichen Radverkehrsplanern haben zu einer neuen Gesprächskultur geführt.

Ziel des ADFC für 2020 und das kommende Jahrzehnt ist es, intensiv und kritisch die Radverkehrsplanung in der Stadt zu begleiten, Themen und Forderungen für mehr Radverkehr und bessere Bedingungen zu formulieren und in die Politik einzubringen. Dazu gibt es organisatorische Stärkungen und eine Verteilung von Aufgaben: Zwei Verkehrsreferenten, ein Öffentlichkeitsreferent sowie ein Pressereferent unterstützen die beiden Vorsitzenden und werden Themen sammeln, aufbereiten und in Gesprächen mit Verwaltung und Politik vortragen. Die Anwerbung neuer, aktiver Mitglieder läuft.

Aber auch der Spaß am Radfahren soll nicht zu kurz kommen: neue Angebote von geführten Touren, regelmäßige Beratung im Umweltzentrum ergänzen das Angebotsspektrum. So gibt es beispielsweise am 06.02.2020 um 18:00 Uhr eine Beratung zum Fahrradkauf im Umweltzentrum vom Fahrradladen Balance.

Mit der neu gestalteten Mitgliederzeitschrift „FreiRad" gibt es kritische Informationen, die auch im Netz bei Facebook und auf der ADFC Homepage zu finden sind.

Die Themen der Verkehrsreferenten sind vielfältig und haben bereits 2019 viel Einsatz gefordert: U. a. die Diskussion um Radverkehrsanlagen auf der Königsallee, ein fehlender Radweg auf der neuen Brücke Wittener Straße, Gestaltung Kreisverkehr Markstraße, Heinrich-König-Straße, Steinring .... Der ADFC Bochum wird zukünftig regelmäßig Gespräche mit der Verwaltung führen und Stellung-nahmen zu Planungen abgeben. In Ortsterminen mit Planern der Verwaltung, aber auch auf Radexkursionen mit Verwaltung und Politik werden wir die Planung kritisch begleiten und versuchen Akzente einzubringen. Die Planung zum RS 1, ein Thema mit vielen Umsetzungsproblemen in Bochum, beschäftigt uns weiterhin.

Weitere Angebote finden Interessierte in unserem Magazin FreiRad, die nächste Ausgabe erscheint Anfang April, im Internet auf der Seite des ADFC Bochum oder auf Facebook.

Regelmäßige Sprechstunden des ADFC gibt es jeden Donnerstag um 18:00 Uhr im Umweltzentrum Alsenstraße.

„Der Weg bis zur Fahrradstadt Bochum ist noch weit, aber eine erste Klimaveränderung ist deutlich spürbar. Der ADFC fordert mehr Ressourcen bei der Stadtverwaltung, mehr Mitarbeiter und mehr Finanzmittel. Der ADFC – Bochum wird sich aktiv und vehement für „Mehr Platz für den Radverkehr“ einsetzen und eine Verbesserung der Rahmenbedingungen bei Politik und Verwaltung einfordern,“ sagte Christoph Lotz, einer der beiden ADFC Vorsitzenden heute bei der Pressekonferenz.

gp

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