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Im Bau: Springorum-Trasse (Update 20.5.2016)

20.05.16
Kategorie: Aktuelles, Bochum

Springorum-Trasse. Untertunnelung Hattinger Straße.



Vorbereitung der Bohrpfähle.



Bohrungen für die Bohrpfähle.


Die Bauarbeiten für den Tunnel unter der Hattinger Straße haben begonnen. Zum Start der Fahrradsaison 2017 soll alles fertig sein.

Unübersehbar sind die großen Baumaschinen neben der Hattinger Straße in Höhe der Springorum-Trasse. Hier wird aufwändig an der Untertunnelung der ehemaligen Eisenbahnbrücke gearbeitet.

Der RVR schreibt dazu (Stand November 2015):

Die Unterquerung der Hattinger Straße wird durch ein neues Tunnelbauwerk im bergmännischen Verfahren realisiert. Dazu mussten aufwendige Voruntersuchungen des anstehenden Materials vorausgehen. Dieser Vorlauf war langwieriger als ursprünglich veranschlagt. Der III. Bauabschnitt soll Mitte 2017 fertiggestellt sein.

Die Wegebauarbeiten werden nach Fertigstellung des Tunnels erfolgen. Der Radweg hat eine nutzbare Breite von 3,0 m und wird asphaltiert. Mit dem Wegebau erfolgt die Sicherung der Felswände und die Sanierung der bestehenden Stützmauern aus Naturstein. Wie bereits bei den Bauabschnitten I und II wird der Radweg beleuchtet, da der Weg durch die eher dunkle Lage im Einschnitt unter großen Bäumen insbesondere als Schulweg gesichert werden soll.

Auf beiden Seiten der Hattinger Straße wurden große Dämme angeschüttet. Auf deren breiter Krone werden jeweils mehr als fünfundzwanzig Stahlbetonpfeiler im Erdreich erstellt. Dazu werden zur Zeit die Bohrungen vorgenommen und die Bohrpfähle betoniert. Anschließend wird das Material unter der Brücke verfestigt, damit es hart wird wie Gestein. 

Im Unterschied zu den Unterführungen an der Hattinger und der Franziskusstraße war es nicht möglich, eine Röhre durchzupressen. Es muss bergmännisch vorgegangen werden.

Im bergmännischen Tunnelbau ist es Brauch, den Tunnelanstich feierlich zu begehen. Bei dieser Feier darf die Weihe der Barbarastatue nicht fehlen. Am 7.7.2016 gibt es daher in Fortführung der Bochumer Bergbautradition eine Feier zur Eröffnung der Tunnelbauarbeiten.

Im Bereich der Untertunnelung werden die Bohrpfähle wieder geöffnet. Gebaut wird wie bei U-Bahn-Tunneln mit Spritzbetonausbau und einer 30 cm dicken Betonschale. Es entsteht ein ca. 25 Meter langer Tunnel.

Aus den beiden Reihen der Bohrpfähle werden später die Tunnelportale. Die beiden angeschütteten Erddämme werden wieder abgetragen. Sie waren nur für die schweren Baumaschinen erforderlich.

Das neue statisch selbständige Tunnelbauwerk unter der ehemaligen Eisenbahnbrücke wird dann genauso zur deren Standfestigkeit beitragen, wie vorher die Verfüllung vom Anfang der 1970er Jahre. Das gewählte Verfahren war notwendig geworden, weil unbekannt ist, ob die Brücke Hattinger Straße nach auf die Verfüllung folgenden Baumaßnahmen allein noch ausreichend tragfähig gewesen wäre.

Ab jetzt wird der Baufortschritt stetig sichtbar sein.


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