Aktuelles

Bochumer Radinfrastruktur im Praxistest

24.09.19
Kategorie: Bochum, Aktionen, Aktuelles, Verkehrsplanung

Man startete bereits mit guter Laune



Die neuralgischen Punkte waren aber schnell erreicht



Radwege mit Zwangsabstieg



Christoph Matten zur Königsallee


ADFC mit Politikern und Fachverwaltung unterwegs

Das gab es auch schon lange nicht mehr. Straßenplaner, Vertreter der Politik und Polizei, sowie Aktive des ADFC trafen sich am Montag, 23.9.2019, zur Radtour am Rathaus, um an einer ausgewählten Strecke Zustand und Defizite der Radinfrastruktur exemplarisch unter die Räder zu nehmen.

 

Sabine Lehmann (Linke), Heidi Otte (Polizei Bochum), Hans Peter Herzog, Karsten Ortmann (SPD Ratsfraktion), Sebastian Pewny, Jan Loges (Grüne Ratsfraktion), Volker Steude (Stadtgestalter), Christoph Matten, Mathias Olschowy (Stadt Bochum), Peer Wollnik (urban radeling) radelten unter Anleitung von Ralf Böhm (ADFC) über Alleestraße, Essener Straße und Wattenscheider Hellweg nach Höntrop, weiter nach Eppendorf, Weitmar Mitte, Springorum Trasse, Königsallee, Hauptbahnhof, und zurück zum Rathaus.

Viele Gespräche wurden schon unterwegs geführt, da man im Verband nebeneinander fahren durfte. Die erfahrenen Defizite waren unübersehbar, die offensichtliche Konzeptionslosigkeit früherer Baumaßnahmen mit Händen zu greifen. Neu waren manche Hintergründe, die Straßenplaner Christoph Matten an verschiedenen Punkten beisteuern konnte. Am Löwen vor der Schillerschule ging es natürlich um die neue Planung zur Königsallee, die OB Thomas Eiskirch am Samstag vorgestellt hatte.

 

Der Gedanken- und Informationsaustausch wurde anschließend im Ratskeller fortgeführt. Es ging nicht darum, die Mängel akribisch zu protokollieren, dafür sind sie zu lange bekannt. Lohnenswert war dagegen das gemeinsame Nachdenken, welche Schwierigkeiten einem Umbau der Stadt hin zu einer nachhaltigen Mobilität im Wege stehen und welche Ansatzpunkte sich bieten, diese zu überwinden. Man hatte den Eindruck, dass niemand diesen Termin als vertane Zeit empfunden hat. Das lässt für die Zukunft hoffen.

Bernhard Raeder

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