Mängel im Bielefelder Radverkehrsnetz

Leider hat das Bielefelder Radverkehrsnetz noch viele Mängel, die manche potenzielle Radnutzer/innen als Hindernis sehen, sich auch in Bielefeld mit dem Rad zu bewegen. Oder die das Verkehrsmittel Fahrrad in seiner Leistungsfähigkeit einschränken.

Hier beschreiben wir sie:
   Auf einem Stadtplan (Ausschnitt verschiebbar, vergrößerbar, verkleinerbar),
   nach Kategorien differenziert,
   mit einer Schilderung unserer Bemühungen.

Farbliche Markierungen zeigen an, 
   ob der Mangel beseitigt worden ist ("grün"), 
   teilweise beseitigt worden ist ("gelb")
   oder noch besteht ("rot").

Mit dieser Aufstellung erheben wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit, wir werden sie fortlaufend ergänzen. 

Senner Hellweg: Brücke über die Autobahn 2 zerstört

- Wiederaufbau im Mai 2013 nicht radverkehrsfreundlich -

Mitte September 2010 hat ein Lkw die Brücke "Jägersteig", die den Senner Hellweg über die Autobahn 2 führt, zum Einsturz gebracht. Auf- und Abstieg waren als Treppe gestaltet, dem Schieben von Fahrrädern über die Treppe sollte eine, für viele Menschen schwierig zu benutzende, Schieberinne dienen. 

Oktober 2010

Der ADFC setzt sich beim Amt für Verkehr dafür ein, beim Neuaufbau der Brücke die Belange des Radverkehrs und von mobilitätseingeschränkten Menschen zu berücksichtigen. 

September 2011

Der Landesbetrieb Straßen NRW sieht sich lediglich dazu verpflichtet, eine Brücke mit der bisherigen Ausstattung, also ausschließlich einer Treppenanlage (mit Schieberinne), wieder herzustellen. 

Das Amt für Verkehr sieht sich nicht in der Lage, die Mehrkosten für eine besssere Lösung, z.B. eine Rampenanlage zu tragen. 

Der ADFC versucht, über das Landesverkehrsministerium eine bessere Lösung zu erreichen. 

2012

Die Bielefelder Politik lehnt unter Hinweis auf Geld- und Platzbedarf eine radverkehrsfreundliche Rampenlösung ab. 

Mai 2013

Der Landesbetrieb "Straßen NRW" baut eine eine neue Brücke, die ausschließlich mit Treppen versehen ist. Zusätzlich ist sie mit "Schieberinnen" für Fahrräder ausgestattet.

Diese "Schieberinnen" befinden sich allerdings so weit am Rand der Treppen, dass Fahrräder mit den Pedalen am Treppengeländer hängen bleiben. Um das zu vermeiden, müssten die Fahrräder so stark geneigt werden, dass die Pedale mit den Treppenstufen kollidieren. Außerdem ist das Schieben eines derart stark geneigten Fahrrades deutlich umständlicher bzw. kraftaufwändiger als ein normales Schieben, erst recht für schwächere Menschen mit eventuell schweren (Elektro-)Rädern.   

Außerdem sind die "Schieberinnen" so stark verwinkelt, dass Fahrräder zwischendurch aus den Rinnen herausgehoben und neu eingesetzt werden müssten. 

Alles in allem eine Pseudo-Lösung, die insbesondere körperlich schwächeren Menschen, die auf technische Hilfen angewiesen sind, überhaupt nicht hilft. 

Für Fahrrad-(Kinder-)anhänger, Rollstühle und Rollatoren bietet die neue Brücke keine Lösung an. 

Informationen

Status:
Mangel noch vorhanden
Status vom:
29.05.2013
Gemeldet am:
05.10.2010
Priorität:
normal
Kategorie:
  • Hindernis
  • Baulicher Zustand
Zuständigkeit: Landesbetrieb Straßen NRW, Amt für Verkehr


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