Mängel im Bielefelder Radverkehrsnetz

Leider hat das Bielefelder Radverkehrsnetz noch viele Mängel, die manche potenzielle Radnutzer/innen als Hindernis sehen, sich auch in Bielefeld mit dem Rad zu bewegen. Oder die das Verkehrsmittel Fahrrad in seiner Leistungsfähigkeit einschränken.

Hier beschreiben wir sie:
   Auf einem Stadtplan (Ausschnitt verschiebbar, vergrößerbar, verkleinerbar),
   nach Kategorien differenziert,
   mit einer Schilderung unserer Bemühungen.

Farbliche Markierungen zeigen an, 
   ob der Mangel beseitigt worden ist ("grün"), 
   teilweise beseitigt worden ist ("gelb")
   oder noch besteht ("rot").

Mit dieser Aufstellung erheben wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit, wir werden sie fortlaufend ergänzen. 

Jerrendorfweg

- Tiefe Regenwasserrinne birgt Sturzgefahr -

 
Der Radwanderweg  BI 4 zwischen Herforder Straße und Hof Meyer zu Jerrendorf führt über einen geschotterten Weg. Er mündet auf den asphaltierten Jerrendorfweg. In dieser Einmündung muss man eine sehr tiefe gepflasterte Regenwasserrinne überqueren, die am Rande des Jerrendorfwegs angelegt ist. Sie ist beim Nahen kaum zu erkennen und birgt ebenfalls eine Sturzgefahr. 

Ferner ist die Oberfläche des - in Richtung Jerrendorfweg abschüssigen - Weges in Längsrichtung von Erosionsrinnen in Schlangenlinienform durchzogen ist. Hier besteht die Gefahr für Radfahrer, an den Rinnen abzugleiten oder einzuspuren, und dadurch zu stürzen. 

20. Juli 2010: 
Der  ADFC bittet das Amt für Verkehr um Abhilfe: Oberflächensanierung, Abdeckung der Regenwasserrinne.

18. Februar 2011: 
Das Amt für Verkehr teilt nach Rücksprache mit dem für die Pflege des Weges zuständigen städtischen Umweltbetrieb mit, dass die Schäden an der Wegoberfläche beseitigt seien. 

27. Februar 2011: 
Der ADFC bitte nunmehr das hierfür zuständige Umweltamt darum, die tiefe gepflasterte Regenwasserrinne zu verändern, um die Sturzgefahr zu bannen. 

27. Juli 2011: 
Da er in dieser Sache keine Resonanz erhalten hat, und sich auch an der Regenwasserrinne nicht geändert hat, bittet der ADFC das Umweltamt erneut, den Sicherheitsmangel zu beheben. 

September 2011: 
Das Umweltamt teilt telefonisch mit, es kümmere sich um den Antrag des ADFC.

23. März 2012:
Der Mangel ist nicht beseitigt. Der ADFC erkundigt sich nach dem Stand der Bearbeitung, erhält aber keine Antwort. 

27. September 2012: 
Der Mangel ist nicht beseitigt. Der ADFC bittet das Umweltamt erneut um seine Beseitung und Mitteilung über den zeitlichen Ablauf der erforderlichen Maßnahmen. 

20. November 2012: 
Das Umweltamt hat die Sache dem Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld übergeben, der für die Pflege und Unterhaltung dieses Weges zuständig ist. Der Umweltbetrieb schlägt dem ADFC vor, ein Hinweisschild aufzustellen, das auf den Mangel hinweist.

22. November 2012: 
Der ADFC antwortet dem Umweltamt: 
Intention des ADFC sei, dass der bestehende Mangel nicht beschildert, sondern behoben werde. Nach Ansicht des ADFC beseitige eine Beschilderung den Mangel nicht. Zudem würde selbst eine Verringerung der Fahrgeschwindigkeit die Sturzgefahr nicht ausschließen. Da der Mangel nicht von selbst entstanden, sondern bereits bei der Planung bzw. Ausführung der Rinne bewusst erzeugt worden sei, sei er auch kein Fall von "Pflege und Unterhaltung", sondern müsse von denjenigen beseitigt werden, die für den Mangel verantwortlich sind. 

Er könnte behoben werden durch eine Abdeckung bzw. Verrohrung im Einmündungsbereich. 
Der ADFC bittet das Umweltamt, eine wirkliche Beseitigung des Mangels zu veranlassen. 

Dezember 2013: 
Das Umweltamt hat dem ADFC bisher nicht geantwortet. 

Mitte Dezember lässt es den Weg pflastern. Dies ist wegen der wiederholten Ausspülungen des Weges durch Regenwasser erfreulich. Im Zuge der Pflasterarbeiten lässt das Umweltamt im gesamten Wegverlauf vier weitere Entwässerungsrinnen quer zum Weg herstellen, die eine Sturzgefahr für Radfahrer mit sich bringen können. 

Der ADFC besichtigt die Situation und stellt fest, dass die neuen Entwässerungsrinnen zwar flacher sind als die einzelne bisherige Rinne, aber von Radfahrern kaum erkannt werden können, weil sie sich farblich nicht vom Pflaster unterscheiden. Mindestens hätten sie mit hellen Streifen (quer über den Weg) für bergab fahrende Radfahrer kenntlich gemacht werden müssen. 
Die bisherige Rinne am Ende des Weges scheint nicht mehr ganz so tief zu sein wie zuvor, weil das Wegende zur Rinne hin etwas abgesenkt worden ist.  

Vor dem Hintergrund der zuvor bereits ausführlich diskutierten Gefährdung von Radfahrern durch quer zum Wegverlauf eingebaute Entwässerungsrinnen und der früheren Bitte von ADFC und Fahrradbeauftragtem der Stadt Bielefeld, die bereits bestehende Rinne zurückzubauen, bittet der Fahrradbeauftragte das Umweltamt um den Verzicht auf Einbau der neuen Entwässerungsrinnen sowie erneut um Beseitigung der Entwässerungsrinne im Anschluss des Verbindungsweges an den Jerrendorfweg.

Informationen

Status:
Mangel noch vorhanden
Status vom:
31.12.2013
Gemeldet am:
01.07.2010
Priorität:
normal
Kategorie:
  • Hindernis
  • Sicherheitsmangel
Zuständigkeit: Umweltamt


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