Mängel im Bielefelder Radverkehrsnetz

Leider hat das Bielefelder Radverkehrsnetz noch viele Mängel, die manche potenzielle Radnutzer/innen als Hindernis sehen, sich auch in Bielefeld mit dem Rad zu bewegen. Oder die das Verkehrsmittel Fahrrad in seiner Leistungsfähigkeit einschränken.

Hier beschreiben wir sie:
   Auf einem Stadtplan (Ausschnitt verschiebbar, vergrößerbar, verkleinerbar),
   nach Kategorien differenziert,
   mit einer Schilderung unserer Bemühungen.

Farbliche Markierungen zeigen an, 
   ob der Mangel beseitigt worden ist ("grün"), 
   teilweise beseitigt worden ist ("gelb")
   oder noch besteht ("rot").

Mit dieser Aufstellung erheben wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit, wir werden sie fortlaufend ergänzen. 

Fahrradstation am Hauptbahnhof

- Behinderung durch misslungene Eingangsschleuse -

„Danke nochmals für Euren Erfolg am Fahrradparkhaus – ich genieße jetzt das Ein- und Ausfahren mit bepacktem Rad ...“, so lautet eine Zuschrift an den ADFC Bielefeld. Seit August 2004 hat der ADFC sich kontinuierlich darum bemüht, die Zugangsschleuse des Fahrradparkhauses in der Radstation am Bielefelder Hauptbahnhof fahrrad- und kundenfreundlicher zu gestalten. Der Erfolg ist nun erfahrbar: Im März 2006 hat die Betreiberin "moBiel" endlich die unsinnigen Verengungen in der Schleuse beseitigt.

In Gesprächen während des Jahres 2004, also noch im Planungsstadium und lange vor der Installation der Schleuse hatte der ADFC "moBiel" darauf hingewiesen, dass die Verengungen für die Kunden hinderlich und auch technisch nicht gerechtfertigt sind. Entgegen anderslautender Beschwichtigungen in vielen Gesprächen (auch gegenüber dem Amt für Verkehr) baute "moBiel" sie dennoch ein und war danach auch nicht bereit, sie zu entfernen.

Mit Sack und Pack
Wer als Berufspendler mit Stullenpaket, Aktenordner oder Laptop in seiner Packtasche am Rad vorfuhr, blieb damit in der Eingangsschleuse hängen. „Packtaschen bitte abnehmen“, ordnete ein Schild an. Kein Problem: Mit dem Rad in der einen Hand, dem Drehkreuz in der anderen und der Tasche in der dritten durfte er oder sie sich ins Parkhaus vorarbeiten. Nach Auskunft des leidgeprüften Kassenpersonals ein häufiger Fall. Damit ist jetzt Schluss: Angehängte Packtaschen, auch im Doppelpack auf beiden Seiten des Rades, passen jetzt durch. Sie können bequem nach dem Einparken des Rades abgenommen oder bereits vor dem Ausparken wieder angehängt werden. 

Mit Kind und Kegel
„Kinder nicht im Kindersitz durch die Schleuse schieben“, befiehlt ein anderes Schild. Der praxisnahe und mitfühlende Ratschlag eines verantwortlichen "moBiel"-Mitarbeiters lautete, das Kind während des Ein- oder Ausparkens im Vorraum vor der Schleuse zurückzulassen ... . Zwar passen Kinder im Kindersitz immer noch nicht durch die Schleuse, ebensowenig Kinderanhänger. Jedoch können radfahrende Eltern sich vom Kassenpersonal per Knopfdruck die breite und hohe Tür neben der Schleuse öffnen lassen. Kinder können während des Ein- und Ausparkens im Sitz oder im Anhänger sitzen bleiben.  

Wichtig: Ist kein Kassenpersonal anwesend, kann die Tür ferngesteuert von der moBiel-Verkehrszentrale geöffnet werden. Damit dies geschieht, drückt man an einer der orangen Notrufsäulen den Knopf und spricht seinen Wunsch in das Mikrofon der Säule. Die Säulen finden sich sowohl im Vorraum als auch im Parkraum hinter der Schleuse. "moBiel" hat in Aussicht gestellt, dass ein noch zu schaffendes Schild hierauf hinweisen wird.

Wir bedanken uns beim Amt für Verkehr der Stadt Bielefeld und dem Landesstudio Bielefeld des WDR für die Unterstützung. 

Informationen

Status:
Mangel beseitigt
Status vom:
31.03.2006
Gemeldet am:
30.04.2004
Priorität:
normal
Kategorie:
  • Hindernis


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