Mängel im Bielefelder Radverkehrsnetz

Leider hat das Bielefelder Radverkehrsnetz noch viele Mängel, die manche potenzielle Radnutzer/innen als Hindernis sehen, sich auch in Bielefeld mit dem Rad zu bewegen. Oder die das Verkehrsmittel Fahrrad in seiner Leistungsfähigkeit einschränken.

Hier beschreiben wir sie:
   Auf einem Stadtplan (Ausschnitt verschiebbar, vergrößerbar, verkleinerbar),
   nach Kategorien differenziert,
   mit einer Schilderung unserer Bemühungen.

Farbliche Markierungen zeigen an, 
   ob der Mangel beseitigt worden ist ("grün"), 
   teilweise beseitigt worden ist ("gelb")
   oder noch besteht ("rot").

Mit dieser Aufstellung erheben wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit, wir werden sie fortlaufend ergänzen. 

Bahnhofstraße: Kopfsteinpflaster am Hauptbahnhof

- Sturz- und Pannengefahr durch mangelhaftes Kopfsteinpflaster am Hauptbahnhof -

Der Bereich am Leinenmeisterhaus zwischen der Straße "Am Bahnhof" und der Bahnhofstraße ist mit Kopfsteinpflaster belegt. Aufgrund der gerundeten Oberfläche der Steine, der Glätte ihrer Oberfläche und den teilweise sehr breiten und tiefen Fugen ist das Befahren mit dem Rad seit einiger Zeit nicht nur sehr unkomfortabel geworden, sondern insbesondere bei Nässe auch gefährlich. Dieser Bereich gehört zum Radverkehrsnetz NRW. 

11.02.2008: Der ADFC Bielefeld bittet das Amt für Verkehr, hier eine Verbesserung herbei zu führen, z.B. in Form von aspaltierten Seitenstreifen oder auch Seitenstreifen mit einer besser zu befahrenden Pflasterung, wie sie auch zwischen Ravensberger Spinnerei und Historischem Museum "nachgerüstet" wurde, weil dort Rollstuhlfahrer mit der vorherigen Pflasterung, die der vor dem Bahnhof ähnelt, erhebliche Schwierigkeiten hatten.

01.04.2008: Der ADFC Bielefeld bittet das Amt für Verkehr darum, unabhängig von eventuellen späteren grundsätzlichen Veränderungen, im gepflasterten Bereich zwischen der Hausecke Leinenmeisterhaus und den Gebäuden links neben dem Hauptbahnhof kurzfristig Reparaturen anzuordnen. Die Spalten im Pflaster sind inzwischen derart breit und tief geworden, dass für Radfahrer akute Sturzgefahr besteht. 
Die Schäden sind nicht bereits aus einiger Entfernung gut zu sehen, ein kurzfristiges Ausweichen ist wegen des dort herrschenden Kraftverkehrs oft nicht möglich und wäre inzwischen wegen der flächigen Ausweitung der Schäden mit dem Fahren eines größeren Bogens verbunden.  

01.04.2008: Das Amt für Verkehr teilt mit, eine Sanierung werde erst in den Jahren ab 2009 erfolgen und nimmt einige kleinere Reparaturen am Pflaster vor. 

07.06.2010: Der Zustand des Pflasters hat sich weiter verschlechtert: Der ADFC Bielefeld bittet das Amt für Verkehr erneut um Abhilfe. 

29.03.2011: Der Zustand des Pflasters hat sich weiter verschlechtert: Der ADFC bittet das Amt für Verkehr erneut um Abhilfe. 

12.04.2011: Das Amt für Verkehr teilt mit, sich des Problems im Frühjahr/Sommer 2011 anzunehmen. Das bedeute, dass es lediglich eine Sanierung der Schadstellen geben werde, jedoch keinen Austausch und keine Beseitigung größerer Pflasterflächen. Die in der Vergangenheit angedachte umfassende Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes sei auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

17.05.2011: Der ADFC teilt dem Amt für Verkehr mit, die Fugen zwischen den Pflastersteinen seien flächenhaft breit und tief. Die bisherigen Sanierungsmaßnahmen mit Steinmehl usw. hätten leider keinen dauerhaften Erfolg gehabt und dürften auch künftig wegen des insgesamt labilen Zustandes der Pflasterung nicht viel bewirken. Vielleicht könne man die Fugen mit Asphalt ausgießen, so wie es ja auch in Kopfsteinpflasterflächen gemacht wird, die z.B. in Tempo-30-Zonen zur Geschwindigkeitsreduzierung angelegt werden. Dort jedenfalls ergebe sich dadurch eine deutlich besser befahrbare Oberfläche.  

17.05.2011: Das Amt für Verkehr erläutert, ein Ausgießen mit Bitumen sei zwar gängige Praxis. Allerdings sei hier für die Haltbarkeit und den Erfolg einer solchen Reparatur ungünstig, dass die verwendeten Steine weder eine ungefähr einheitliche Stärke noch eine einigermaßen ebene Oberfläche aufwiesen. 

30.11.2011: Nachdem im August das Pflaster im Bereich die Pkw-Stellplätze am Hauptbahnhof repariert wurde, wird es nun auch im Bereich zwischen der Straße "Am Bahnhof" und der Bahnhofstraße provisorisch saniert, indem im Bereich der größten Schäden Steine aufgenommen und mit Gesteinsmehl neu verfugt werden. Das grundsätzliche Problem der mangelhaften Ausführung des Pflasters ist damit nicht dauerhaft beseitigt. 

Informationen

Status:
Mangel gemildert, aber nicht beseitigt
Status vom:
01.12.2011
Gemeldet am:
11.02.2008
Priorität:
normal
Kategorie:
  • Baulicher Zustand
  • Sicherheitsmangel
Zuständigkeit: Amt für Verkehr


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