Batterielicht: Eine ernsthafte Lösung?

Von Thorsten Böhm

Manche Radfahrer, die des unzuverlässigen und kraftzehrenden Reifen-Dynamos alter Art überdrüssig sind, sehen in einer Batteriebeleuchtung das Ei des Kolumbus. Sie ahnen oftmals nicht, dass eine batteriegespeiste Beleuchtung auf ihre Art genauso fehleranfällig und wartungsbedürftig ist, wie die eingangs erwähnten mit Reifen-Dynamo betriebenen Lichtanlagen.

Die kurze Batterielaufzeit in Halogen-Scheinwerfern, die Kälteempfindlichkeit von Batterien, die Empfindlichkeit von Akkus, aber auch die oftmals mangelhaften Anbaumöglichkeiten der Leuchten mit der Folge schlechter Sichtbarkeit seien beispielhaft erwähnt. Batteriebeleuchtung ist daher nichts für Leute, die eine möglichst wartungsarme Anlage suchen, welche ihnen zuverlässig „Licht auf Knopfdruck“ liefert.

Sinnvoll (und erlaubt) ist ein nicht blinkendes batteriebetriebenes LED-Rücklicht zusätzlich zum nabendynamobetriebenen Rücklicht: Eine bessere Rundum-Sichtbarkeit und größere Auffälligkeit kann so leicht herbeigeführt werden.

Tipp: LED-Schutzblech-Rücklicht (mit Standlicht) mit einem batteriebetriebenen Gepäckträger-Rücklicht kombinieren!

Besseres Sehen und Gesehenwerden würde auch ein guter batteriebetriebener LED-Scheinwerfer bewirken, der zusätzlich zur zuverlässigen Nabendynamo-Beleuchtung montiert wird. Rechtlich zulässig im Geltungsbereich der StVZO ist er im Gegensatz zum zusätzlichen Rücklicht derzeit nicht (§ 67 Abs. 1, 2 und 5 StVZO; Stand Januar 2012). 

 

Zusätzliches LED-Batterielicht, hier an der Sattelstütze montiert. Foto: Thorsten Böhm
Zusätzliches LED-Batterielicht, hier an der Sattelstütze montiert. Foto: Thorsten Böhm

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