Warnung vor dem Diebe

Eine neue Diebstahlmethode macht sich die Sicherheit hochwertiger Schlösser zunutze. Foto: Thorsten Böhm

 

Von Thorsten Böhm

Aus guten Gründen empfiehlt der ADFC, Fahrräder mit einem hochwertigen Schloss an einen festen Gegenstand anzuschließen, um sie vor Diebstahl zu schützen. Erfindungsreiche Diebe haben sich inzwischen darauf eingestellt.

Wer nichts ahnend zu seinem Rad zurückkehrt, um es vom festen Gegenstand wieder zu lösen, muss feststellen, dass Unbekannte das Rad mit einem weiteren Schloss höchster Güteklasse angeschlossen haben. Sie spekulieren darauf, dass die hilflosen Eigentümer ihr Rad über Nacht zurück lassen, um das fremde Schloss am nächsten Tag mit schwerem Gerät zu knacken. Nächtens eilen die Diebe dann herbei, um das Rad unbehelligt zu stehlen oder auszuschlachten.

Erstens: Ganz wichtig ist, das Rad nicht zurück zu lassen und sofort zu handeln. Erfahrungsgemäß hilft die Polizei nicht wirklich weiter, da noch kein Diebstahl geschehen ist. Helfen kann die Feuerwehr, die das fremde Schloss mit einem Trennschleifer („Flex“) zerteilt. Bolzenschneider, Eisensäge und hydraulische Blechschere kann die Feuerwehr zuhause lassen, denn sind völlig ungeeignet, um z. B. ein Kryptonite „New York“ zu knacken. Es empfiehlt sich, die Kosten für die Befreiungsaktion im vorhinein zu klären.

Zweitens: Ebenfalls ganz wichtig ist, für einen solchen Notfall vorsorglich Personalausweis und einen Eigentumsnachweis für das Rad dabei zu haben.

Fazit: Der ADFC empfiehlt auch weiterhin, Fahrräder durch Anschließen an einen festen Gegenstand vor Diebstahl zu schützen, beschränkt diesen Ratschlag jedoch auf die rechtmäßigen Besitzer der Räder.

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