Neulich auf dem Adenauerplatz

Von Ingrid Dingerdissen

Donnerstag nachmittag gegen 14.30 Uhr auf dem Adenauerplatz. Ich komme mit dem Rad auf der Alfred-Bozi-Straße vom Jahnplatz und muss nach Bethel, entschließe mich auf dem Radstreifen geradeaus zu fahren.

An der roten Ampel vor dem Adenauerplatz warte ich auf grün. Plötzlich fährt ein Radfahrer an mir vorbei. Er radelt, ohne die rote Ampel zu beachten geradeaus weiter, schafft es aber zum Glück, nicht mit den Linksabbiegern aus der Kreuzstraße zu kollidieren.

Das war nicht alles

Ich komme aus dem Staunen nicht heraus: Ein weiterer Radler umgeht die rote Ampel auf dem rechten Geh-Radweg, kreuzt hinter der Ampel die beiden Rechtsabbiegespuren und fährt auf dem roten Radfahrstreifen weiter. Wohlgemerkt, beide waren keine Raser sondern fuhren in mäßigem Tempo.

Einen ham wa noch

Bei grün trete auch ich wieder in die Pedale. Da eine nächste Erscheinung. Auf dem Radfahrstreifen kommt mir eine Geister-Radfahrerin aus Richtung Brackwede entgegen und fährt quer über die Fahrspur nach links auf den Geh-Radweg. Ich denke, ich bin im falschen Film: Vier Radler auf der Straße, davon halten sich drei auch nicht ansatzweise an die Verkehrsregeln. Und das an einer Stelle, die nicht ungefährlich ist. Gut, dass ich hier nicht oft entlang muss. Das ginge mir zu sehr an die Nerven.

Diese Dame macht es richtig: Auf diesem Radstreifen (Adenauerplatz) fährt man, wie es unsere Autorin Ingrid Dingerdissen beschreibt, natürlich nur in Richtung Brackwede und nicht entgegengesetzt in Richtung Innenstadt und gar noch über die links zu sehende Fahrspur hinweg gegen den Autoverkehr zum nächsten Geh-und Radweg. Foto: Thorsten Böhm

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