Ein Kessel Buntes

Text und Foto von Thorsten Böhm

Der ADFC hat dem Amt für Verkehr auch im September verschiedene Probleme aus der alltäglichen Radfahrpraxis gemeldet und darum gebeten, diese zu beseitigen.

 

Knotenpunkt Teutoburger Straße/Heeper Straße (Foto)

Radfahrer, die auf der Teutoburger Straße von Süden kommend auf dem Radweg in die Kreuzung einfahren,um sie geradeaus zu überqueren, werden häufig von Autofahrern behindert oder gefährdet, die in der gleichen Richtung die Teutoburger Straße befahren, aber dann nach rechts in die Heeper Straße einbiegen. Sie schneiden dabei die geradeaus fahrenden Radfahrer oder blockieren wartend den Fahrweg der Radfahrer, weil sie zu weit vorfahren,um Fußgänger abzuwarten, die die Heeper Straße überqueren. 

Die bislang eher rudimentäre Fahrbahnmarkierung für den Radverkehr auf der Kreuzung war offensichtlich nicht deutlich genug.

Das Amt für Verkehr hat auf einen Vorschlag des ADFC kurzfristig reagiert und eine Radspur in der Art eines Schutzstreifens auf der Kreuzung markieren lassen. Leider hat der Markierungstrupp die Radspur fälschlicherweise erst jenseits der Fußgängerfurt (über die Teutoburger Straße) beginnen lassen. Erste Beobachtungen bestätigen die Einschätzung, dass es wirksamer wäre, die Radspur bereits an der Radfahrer-Ampel am Ende der Teutoburger Straße beginnen zu lassen. Hier sollte noch nachgebessert werden.

Schloßhofstraße 

Autofahrer belästigen, behindern und gefährden durch Abdrängen und grundloses Hupen Radfahrer, die legal und wegen der mangelhaften Radwege (erhebliche Unebenheiten; regenglattes Basaltpflaster; unübersichtliche Einmündungen etwa von Weststraße und Wittekindstraße; Fußgänger, die wegen der zumTeil sehr schmalen Gehwege auf die Radwege ausweichen) aus guten Gründen zwischen Turmstraße und etwa Haus Nr. 40 die Fahrbahn benutzen.

Zunächst durch Pressearbeit und eventuell vorübergehende Beschilderung, etwa mit Zeichen 138 („Radfahrer kreuzen“), sollte auf ein friedlicheres und im übrigen StVO-konformes Verhalten der Pkw-Fahrer hingewirkt werden.

Brunnenstraße/Einmündung August-Schroeder-Straße

Die auf der Fahrbahn markierte „Schleuse“ für Radfahrer war nahezu vollständig verschwunden und ist inzwischen erneuert worden.

Herforder Straße/ Einmündung Zimmerstraße

Der nagelneue Radweg entlang der Westseite der Herforder Straße wird zwar niveaugleich über die Zimmerstraße geführt, doch sind die Regenwasser- Ablaufrinnen gegenüber Fahrbahn und Radweg so stark abgesenkt, dass Radfahrer beim Passieren der Einmündung selbst bei Verwendung eines hochwertigen und anerkannt komfortablen vollgefederten Rades (im heroischen Selbstversuch) und moderater Geschwindigkeit (unter 20 km/h) gleich zweimal einen heftigen Schlag ins Kreuz erhalten. Diese Unebenheiten sollten beseitigt werden.

Willy-Brandt-Platz

Die Wartezeiten für Radfahrer und Fußgänger sind immens und liegen deutlich über denen des Kraftverkehrs. Zu verschiedenen Tageszeiten sind Wartezeiten von jeweils bis zu rund 90 Sekunden pro Ampel festzustellen, teilweise auch auf den Querungshilfen in der Fahrbahnmitte, und mehrfach hintereinander auf kurzer Strecke.

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