Sudbrackstraße: Plakatsäule auf Wanderschaft und neue Markierungen

Von Thorsten Böhm

Der Schauplatz: Die Sudbrackstraße in stadteinwärtiger Richtung, östlich der Kreuzung mit der Apfelstraße. Die bisherige unglückliche Situation: Der Radweg, der von der Kreuzung her kommt und entlang der Sudbrackstraße verläuft, stößt nach Durchqueren einer Grüninsel auf eine kleine Anliegerstraße. Dort warten Autofahrer darauf, in die Sudbrackstraße einbiegen zu können und versperren Radfahrern die Weiterfahrt auf dem Radweg. Geht es für den Radfahrer dann endlich weiter, endet der Radweg und wird er abrupt auf die Fahrbahn entlassen. Dort wartet zwar ein Schutzstreifen auf ihn, aber nachfolgende Autofahrer rechnen nicht unbedingt mit dem plötzlichen Auftauchen des Radfahrers auf der Fahrbahn. Oder sie sehen ihn zwar, rechnen aber nicht damit, dass der Radfahrer tatsächlich auf die Fahrbahn wechseln und  seinen Schutzstreifen benutzen will. Die frohe Botschaft: Jetzt wird alles besser!

Zuerst: Das Amt für Verkehr hat anlässlich einer Straßensanierung im Juli 2008 den Verlauf des Radwegs so verändert, dass er nicht mehr auf die Anliegerstraße stößt, sondern vorher schon zur Sudbrackstraße zurück schwenkt. Damit kann der Radverkehr die dort in der Einmündung wartenden Autofahrer passieren.

Eine Säule auf Wanderschaft

Damit diese wartenden Autofahrer eine bessere Sicht haben und sich nicht gezwungen fühlen, zum Warten auf den kreuzenden Radweg vorzufahren, hat der ADFC Bielefeld dem Amt für Verkehr noch im Juli vorgeschlagen, eine sichtbehindernde Plakatsäule zu versetzen. Erfreulicherweise wurde dies sehr kurzfristig Anfang August 2008 in die Tat umgesetzt. 

 

Bild links: Autofahrer, die hier von links aus der kurzen Anliegerstraße kamen und in die Sudbrackstraße einbiegen wollten, hatten an ihrer Haltelinie keine gute Sicht auf den Verkehr, der aus ihrer Sicht von links auf der Sudbrackstraße nahte. Der Grund: Eine Plakatsäule, die zwischen den beiden Bäumen stand. Diese ist inzwischen ein Stück weiter weg gewandert, wo sie nicht mehr stört (im Bildhintergrund und grau, weil ausnahmsweise nicht mit Plakaten beklebt). 

Bild unten: Daher können Autofahrer bei guter Sicht schon vor dem Radweg halten, um zu warten, bis der Querverkehr auf der Sudbrackstraße vorbei ist. 

Fotos (2): Thorsten Böhm

 

 

 

Ein Schutzraum für den Radverkehr

Außerdem hat der ADFC vorgeschlagen, bereits vor der Einmündung der kleinen Anliegersstraße einen Schutzstreifen beginnen zu lassen, um den Kraftverkehr bereits dort zur Fahrbahnmitte hin zu leiten und Radfahrern einen unkritischeren Wechsel vom Radweg auf die Fahrbahn zu ermöglichen. Das Amt für Verkehr hat diesen Vorschlag umgesetzt, nachdem eine noch bessere Lösung nicht realisiert werden konnte: Das Wurzelwerk der dort stehenden Bäume erlaubte keine Radfahrer-Rampe für den Übergang auf die Fahrbahn. 

 

Bild links: So war es vorher - Der Radweg endet und führt den Radverkehr abrupt und für den auf der Sudbrackstraße nachfolgenden Kraftverkehr möglicherweise etwas überraschend auf die Fahrbahn. Der vorher im Anschluss an den Radweg vorhandene Schutzstreifen für den Radverkehr fehlt auf diesem Bild. Er wurde erneuert, weil auch die Asphaltdecke der Fahrbahn erneuert worden ist.

Bild rechts: So ist es jetzt - Eine neue Markierung leitet den auf der Sudbrackstraße heran rollenden Kraftverkehr zur Fahrbahnmitte, bevor der Radweg auf die Fahrbahn trifft. 

Fotos (2): Thorsten Böhm

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