Analysiert: Mit dem Rad zur Arbeit

Ergebnisse der ADFC-Aktions-Umfrage 2007

Mit Unterstützung der Bundesregierung initiierte der ADFC-Bundesverband 2007 eine große Umfrage zur Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit". Im ADFC-Mitgliedermagazin „Radwelt", im Internet sowie durch ehrenamtliches Engagement wurden viele tausend Fragebögen in den Betrieben, bei ADFC-Mitgliedern und Alltagsradlern verteilt. In die Auswertung, für die die renommierte Deutsche Sporthochschule in Köln verantwortlich zeichnet, flossen schließlich 1.667 ausgefüllte Fragebögen ein.

Hier zunächst einige Informationen über diejenigen, die an der Befragung teilgenommen haben:

  • 67,3 % unserer Befragten sind Männer, 32,7 % Frauen.
  • Das Durchschnittsalter der Befragten lag bei 45,95 Jahren.
  • 69,46 % sind ADFC-Mitglied.
  • 96,52 % haben einen Pkw-Führerschein.
  • 73,88 % der Befragten steht ein Auto zur Verfügung.
  • 848 der Befragten nahmen im Jahr der Befragung (2007) an der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit" teil.
  • Im Schnitt 1,85 Mal haben alle Befragten seit 2001 an „Mit dem Rad zur Arbeit" bereits teilgenommen.
  • 91,74 % von ihnen fuhren auch vor ihrer Teilnahme in 2007 bereits regelmäßig per Rad zur Arbeit.
  • 88,2 % aller Befragten planen, auch nach dem Ende des Aktionszeitraums weiter mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Und zwar im Schnitt an 4,0 Tagen in der Woche (4,3 Tage/ 3,8 Tage).
  • Nur 2,10 % gaben an, 2008 nicht an der Aktion teilnehmen zu wollen (1,81 % / 2,56 %).

Hinweis: In Klammern finden Sie die Werte für ADFC-Mitglieder/Nicht-Mitglieder.

 

Unsere Befragten ...

… bewerten die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit" mit der Schulnote 1,93 (1,96 / 1,91).

… nutzen 4,12 Mal pro Woche das Fahrrad für ihren Arbeitsweg (4,23 / 3,92).

… radelten dabei pro Tag 16,85 Kilometer auf Hin- und Rückweg (17,9 / 14,7).

… fahren im Schnitt 3.604,8 Kilometer pro Jahr mit dem Rad (4.021,32 / 2.673,91).

… bewerten ihr eigenes radfahrerisches Können ein mit der Schulnote 1,78 (1,74 / 1,89).

… fühlen sich im mit dem Rad im Straßenverkehr recht sicher – Schulnote 2,28 (2,25 / 2,37).

… treiben pro Woche 2,52 Stunden zusätzlichen Sport neben dem Radfahren (2,38 / 2,82).

 

… legen ihren Arbeitsweg wie folgt zurück:

komplett per Fahrrad   89,12 % (88,12 % / 91,85 %)

kombiniert mit Rad und öffentlichen Verkehrsmitteln   10,88 % (14,25 % / 9,51 %)

 

… nutzen dabei folgende Fahrrad-Typen:

Trekkingrad   56,04 % (59,95 % / 49,40 %)

Cityrad   26,47 % (25,45 % / 27,62 %)

Mountainbike   12,32 % (9,55 % / 17,74 %)

Rennrad/Fitnessbike   7,92 % (7,14 % / 9,70 %)

 

… und legen Wert auf folgende Ausrüstungsgegenstände (Auswahl):

Fahrrad-Packtasche   41,03 % (47,82 % / 27,48 %)

Rucksack   36,68 % (32,74 % / 45,05 %)

Fahrrad-Helm   45,65 % (48,89 % / 40,32 %)

Weste, Wind-Breaker   42,45 % (42,28 % / 42,14 %)

Auf dem Rad die gleiche Kleidung wie im Büro tragen   56,50 % (56,61 % / 56,05 %)

 

… kommen mit folgenden Verkehrsmitteln zur Arbeit, wenn sie nicht das Rad benutzen:

Pkw   51,44 % (45,92 % / 61,85 %)

Bus   22,89 % (26,02 % / 16,16 %)

Bahn, Straßenbahn, U-Bahn   38,10 % (42,52 % / 29,96 %)

Als Beifahrer im Pkw   8,60 % (8,08 % / 9,09 %)

 

… stören sich am meisten an folgenden Problemen im Straßenverkehr (nur eine Antwort möglich):

Eng überholende Autofahrer   38,65 % (37,52 % / 40,45 %)

Benachteiligungen bei Verkehrsregelungen   24,28 % (28,21 % / 16,06 %)

Schlechte Radwege   23,13 % (24,55 % / 20,04%)

Zugeparkte Radwege   20,31 % (19,25 % / 22,16 %)

Nicht vorhandene Radwege   17,68 % (12,39 % / 28,04 %)

Bordsteinkanten bei Kreuzungen   11,19 % (10,04 % / 13,62 %)

Fußgänger auf Radwegen   9,73 % (7,42 % / 14,43 %)

 

… lassen sich aus folgenden Gründen davon abhalten, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren (hier waren mehrere Antworten möglich):

„Wenn ich Schmerzen beim Radfahren habe"   86,29 % (116,89 % / 26,29 %)

„Wetter (Regen, Sturm, Kälte, Hitze)"   63,96 % (60,55 % / 70,61 %)

„Wichtige Termine mit schicker Kleidung"   41,83 % (39,27 % / 47,96 %)

„Wenn ich mich körperlich nicht fit fühle"   34,81 % (34,64 % / 35,71 %)

„Brauche das Auto für private Erledigungen"   31,09 % (26,24 % / 40,49 %)

„Auto wird für berufliche Termine benötigt"   29,14 % (26,84 % / 33,95 %)

„Wenn ich Einkäufe erledigen muss"   19,20 % (15,36 % / 26,27 %)

„Kombination mit dem ÖPNV klappt nicht"   6,02 % (6,49 % / 5,31 %)

„Werde von jemandem im Auto mitgenommen"   4,70 % (4,87 % / 4,69 %)

 

…erleben folgendes fahrradfreundliche Engagement ihres Arbeitgebers im Betrieb

Bereitstellung von Radabstellanlagen direkt am Eingang   69,38 % (66,43 % / 75,87 %)

Duschen vorhanden   33,17 % (32,42 % / 34,65 %)

Umkleide   26,12 % (24,80 % / 28,13 %)

Spinde   22,72 % (21,55 % / 24,59%)

Diensträder/Werksräder werden gestellt   4,98 % (4,37 % / 6,28 %)

Fahrradfeste oder Betriebsausflüge per Rad   4,77 % (4,17 % / 5,10 %)

Zuschuss beim Fahrradkauf   1,24 % (1,52 % / 0,70 %)

Mobilitätsberatung   1,04 % (1,42 % / 0,23 %)

Kostenfreie Inspektion des Privatfahrrades   0,83 % (0,61 % / 1,16 %) 

 

…leiden unter folgenden Beschwerden oder Krankheiten:

Rückenschmerzen   47,87 % (46,11 % / 52,73 %)

Übergewicht   14,06 % (13,64 % / 16,50 %)

Herz-/Kreislauferkrankungen   11,95 % (12,42 % / 10,05 %) 

Diabetes   5,61 % (4,11 % / 4,55 %)

 

…haben sich aus folgenden Gründen 2007 an „Mit dem Rad zur Arbeit" beteiligt:

„Um etwas für meine Gesundheit und Fitness zu tun."   64,84 % (56,12 % / 73,35 %)

„Um die Umwelt zu schützen."   47,89 % (50,00 % / 45,88 %)

„Um Geld zu sparen."   33,66 % (28,54 % / 38,74 %)

„Um Preise zu gewinnen."   31,14 % (30,86 % / 32,69 %)

„Um Zeit zu sparen."   13,29 % (10,77 % / 15,93 %)

 

…planen aus folgenden Gründen, 2008 wieder an der Aktion teilzunehmen:

„Es macht Spaß."   78,84 % (81,87 % / 76,07 %)

„Ich habe das Gefühl, etwas für die Umwelt zu tun."   57,76 % (60,10 % / 55,71 %)

„Ich komme entspannter am Ziel an."   51,18 % (59,74 % / 41,60 %)

„Ich spare Kosten."   41,52 % (35,23 % / 46,72 %)

„Ich fühle mich seitdem fitter."   32,33 % (29,79 % / 35,04 %)

„Ich habe mein Gewicht reduziert."   9,20 % (9,85 % / 8,55 %)

 

…und nannten folgende konkrete Konsequenzen aus ihrer Teilnahme an der Aktion:

„Jetzt so oft wie möglich mit dem Rad zur Arbeit zu kommen."   66,88 % (64,65 % / 69,63 %)

„Kürzere Radtouren und Fahrradausflüge."   41,16 % (43,63 % / 40,61 %)

„Bei Freunden und Bekannten für das Radfahren zu werben."   40,09 % (54,14 % / 25,94 %)

„Einen Fahrradurlaub mit mindestens drei Übernachtungen."   34,92 % (46,65 % / 23,55 %)

„Öfter mit dem Rad zum Einkaufen zu fahren."   28,84 % (34,08 % / 25,26 %)

 

Quelle für alle Zahlen: Deutsche Sporthochschule Köln, Leitung der Evaluierung: Dr. Achim Schmidt

 

Mehr zu unserer jährlichen Kampagne "Mit dem Rad zur Arbeit" erfahren Sie hier.

© 2020 ADFC Stadtverband Bielefeld e. V.