Fahrradurlaub und Bahnhofsumbau

Von Ingrid Dingerdissen

Wer mit seinem vollbepackten Reiserad zur Zeit auf dem Bielefelder Hauptbahnhof ankommt, den packt das kalte Grausen. Ein Aufzug ist weit und breit nicht in Sicht und die Treppen sind noch enger und zum Teil steiler als vor dem Umbau.Was tun? Hier ein Tipp zum Umgehen der Treppen von ADFClern für ADFCler und alle, die Fahrrad und Bahn trotz aller Widrigkeiten immer noch als gute und umweltfreundliche Reisemöglichkeit nutzen.

Am Startbahnhof wende sich der Reiseradler an den Service Point, erkläre mit welchem Zug er in Bielefeld ankommt und bitte darum, dass ihm dort ermöglicht wird, die Gleise ebenerdig zu queren. Im Praxistest hat diese Methode wunderbar funktioniert. Beim Verlassen des Zuges aus Dresden stand ein Mitarbeiter der Bahn, erkennbar an der roten Mütze, im Bielefelder Hauptbahnhof Gleis vier an unserem Waggon, half beim Aussteigen und brachte uns zum Ende des Bahnsteigs. Dort nahm er per Funk Kontakt auf zum Stellwerk. Die Gleise zwei und drei wurden gesperrt und wir konnten recht bequem mit den Rädern herüber spazieren (man kommt dann übrigens direkt am ADFC-Infoladen heraus).

Es hat uns auch schon einmal jemand nach einer Tagesradtour über die Gleise gelassen, ohne dass wir uns vorher angemeldet hatten und ohne dass wir viel Gepäck dabei hatten. Aber in so einem Fall ist man auf die Tagesform der jeweiligen Mitarbeiter angewiesen. Wir sind bisher fast immer auf sehr freundliche Damen und Herren gestoßen.

Mit Voranmeldung soll diese Hilfeleistung der Bahn auch funktionieren, wenn man von Bielefeld aus startet. Dieser Praxistest steht allerdings noch aus.

Es würde uns interessieren, wie die Erfahrungen der Radnachrichten-Leser sind. Hat man Ihnen freundlich geholfen oder mussten Sie Ihr bepacktes Rad treppauf treppab schleppen? Schreiben Sie uns an den ADFC-Infoladen,Am Bahnhof 2, 33602 Bielefeld oder per E-mail unter adfc.bielefeld@gmx.de.

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