ADFC-Regionalkarte für Ostwestfalen-Lippe

Von Thorsten Böhm

Neben den deutschlandweiten ADFC-Radtourenkarten (27 Blatt im Maßstab  1:150.000) gibt es die Reihe der ADFC-Regionalkarten, meist im Maßstab 1:75.000. Sie zeigen Deutschland nicht flächendeckend, sondern beschäftigen sich mit ausgewählten radtouristisch interessanten Regionen in Deutschland. Im Jahre 2007 soll auch für den größten Teil Ostwestfalen-Lippes eine solche Karte erscheinen. Sie wird ungefähr den Bereich zwischen Sassenberg im Westen und Bodenwerder im Osten, Minden im Norden und Salzkotten im Süden abdecken.

Von den einfacheren Radwanderkarten (1:50.000) für unsere Region, die ebenfalls im Bielefelder Verlag BVA erscheinen, sowie von den Radwanderkarten des Landesvermessungsamtes unterscheiden sich die ADFC-Regionalkarten unter anderem dadurch, dass sie auch über die Oberflächenbeschaffenheit und die Verkehrsbelastung der für den Radverkehr ausgesuchten Routen informieren. Damit bieten sie unterschiedlichen Nutzergruppen, sowohl Rennradfahrern als auch Familien mit Kindern zum Beispiel, wichtige Hinweise bereits bei der Tourenplanung und schützen vor unliebsamen Überraschungen während der Fahrt.

Ferner enthalten sie Straßennamen zur besseren Orientierung, machen Angaben zu Steigungen und geben Hinweise zu Reparaturwerkstätten, Einkehrmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten. Wie bereits einige andere Titel aus dieser Reihe wird auch die neue ADFC-Regionalkarte für Ostwestfalen-Lippe ein UTM-Koordinatengitter zur Entfernungsmessung und Standortbestimmung mit GPS-Geräten enthalten.

Seit Juli 2006 haben Aktive des ADFC Bielefeld Routen in Bielefeld und auch in Teilgebieten der  angrenzenden Kreise abgefahren und bewertet, abgeglichen und technisch erfasst. Auch der ADFC Lippe hat schon einiges an Material geliefert. Diese Routen werden zusammen mit den Strecken des Radverkehrsnetzes NRW und einigen bedeutenden Radfernwegen ein Streckennetz bilden, auf dem unsere Region erfahren werden kann. Besonderen Wert legen die Aktiven darauf, auch familienfreundliche Routen anzubieten und die vielfach noch anzutreffenden Rüttelpisten zu vermeiden. Bei der Auswahl der Radfernwege steht im Vordergrund, dass sie von ihren Betreibern kontinuierlich gepflegt werden. Radfernwege, die allenfalls in Teilabschnitten brauchbar sind, werden daher höchstens mit diesen Abschnitten als namenlose Empfehlung in die Karte aufgenommen, wenn sie mit anderen Strecken in einem sinnvollen Zusammenhang stehen.

Wir hoffen, damit den Radlern in unserer Region und auch Feriengästen eine Karte an die Hand geben zu können, deren Qualität über dem von anderen Radwanderkarten gewohnten Niveau liegt. 

 

Hier gehts lang: Aktive des ADFC Bielefeld treffen sich in der Geschäftsstelle, um die Ergebnisse ihrer Recherchen zur Regionalkarte zu verarbeiten. Foto: Thorsten Böhm

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