Migrantinnen lernen Radfahren

Von Heike Stapel (Caritas), Ingrid Dingerdissen und Claudia Matz

Fröhliches Lachen schallt über den Platz. Dazwischen kurdische und deutsche Wortfetzen. Auf dem Jugend- Verkehrsübungsplatz lernen Migrantinnen Rad fahren.

Kurdinnen aus dem Irak, die sich regelmäßig in der Gruppe „Frauen treffen Frauen“ bei der Caritas in Bielefeld treffen, hatten sich gewünscht, das Fahrradfahren zu lernen. Dies war ihnen in ihrem Herkunftsland nicht möglich. Nun bieten ihnen die Caritas Bielefeld, die Bielefelder Polizei (Kommissariat Vorbeugung) und der ADFC Bielefeld eine Fahrradfahrschule an.

Ingrid Dingerdissen, Moka Hoffmann und Claudia Matz vom ADFC leiten sie bei den praktischen Übungen an. Zwei Verkehrssicherheitsberater der Polizei vermitteln ihnen die Verkehrsregeln. Am Ende des Kurses sollen die Migrantinnen ihr Fahrrad sicher beherrschen und sich im Straßenverkehr sicher bewegen und zurecht finden. So können sie auch ihre Kinder besser beim Erlernen des Fahrradfahrens unterstützen.

Auf dem Verkehrsübungsplatz an der Apfelstraße: ADFC, Caritas, Polizei und einige der Fahrschülerinnen. Fotos (2): Graciela Toledo (Caritas)

Die Gruppe „Frauen treffen Frauen“ der Caritas ist ein Projekt, das vom Land NRW finanziell gefördert wird. Dort können Migrantinnen sich kennen lernen, sich gegenseitig unterstützen. Sie lernen, ihre Anliegen selbstbewusster und eigenständiger in die Hand zu nehmen. Dazu vermitteln ihnen die Beraterinnen der Caritas vielfältige Informationen über das Leben in Deutschland, zum Beispiel über das Schulsystem. Während der Treffen wird Kinderbetreuung angeboten. Die Teilnahme ist für die Frauen kostenlos.

Mehr über unsere Radfahrkurse für Anfängerinnen unter Radfahrkurse für Erwachsene und in den Bielefelder Radnachrichten 1/2008 und 2/2008

 

 

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