Wir machen den Weg frei

Von Thorsten Böhm

„Danke nochmals für Euren Erfolg am Fahrradparkhaus – ich genieße jetzt das Ein- und Ausfahren mit bepacktem Rad ...“, so lautet eine Zuschrift an den ADFC Bielefeld. Seit August 2004 hat der ADFC sich kontinuierlich darum bemüht, die Zugangsschleuse des Fahrradparkhauses in der Radstation am Bielefelder Hauptbahnhof fahrrad- und kundenfreundlicher zu gestalten. Der Erfolg ist nun erfahrbar: Im März 2006 hat die Betreiberin moBiel endlich die unsinnigen Verengungen in der Schleuse beseitigt.

In den Radnachrichten haben wir bereits mehrfach darüber berichtet: Schon vor der Installation der Schleuse hatte der ADFC moBiel darauf hingewiesen, dass die Verengungen für die Kunden hinderlich und auch technisch nicht gerechtfertigt sind. Entgegen anderslautender Beschwichtigungen in vielen Gesprächen baute moBiel sie dennoch ein und entfernte sie danach auch nicht. 

 

Die Einschnürungen (siehe Foto in den Bielefelder Radnachrichten 1/2005) in der Fahrradschleuse wurden auf Druck des ADFC entfernt. Hier passen jetzt auch Räder mit Taschen durch. Foto: Thorsten Böhm

 

Mit Sack und Pack

Wer als Berufspendler mit Stullenpaket, Aktenordner oder Laptop in seiner Packtasche am Rad vorfuhr, blieb damit in der Eingangsschleuse hängen. „Packtaschen bitte abnehmen“, ordnete ein Schild an. Kein Problem: Mit dem Rad in der einen Hand, dem Drehkreuz in der anderen und der Tasche in der dritten durfte er oder sie sich ins Parkhaus vorarbeiten. Nach Auskunft des leidgeprüften Kassenpersonals ein häufiger Fall. Damit ist jetzt Schluss: Angehängte Packtaschen, auch im Doppelpack auf beiden Seiten des Rades, passen jetzt durch. Sie können bequem nach dem Einparken des Rades abgenommen oder bereits vor dem Ausparken wieder angehängt werden. 

 

Nicht nur für den Notrufbei Gefahr, sondern auch, um die große Tür für Fahrräder mit Anhänger oder mit Kind im Sitz öffnen zu lassen, wenn kein Kassenpersonal anwesend ist: Knopf drücken und den Wunsch in die Öffnung darunter sprechen. Foto: Thorsten Böhm

 

Mit Kind und Kegel

„Kinder nicht im Kindersitz durch die Schleuse schieben“, befiehlt ein anderes Schild. Der praxisnahe und mitfühlende Ratschlag eines verantwortlichen moBiel-Mitarbeiters lautete, das Kind während des Ein- oder Ausparkens im Vorraum vor der Schleuse zurückzulassen ... . Zwar passen Kinder im Kindersitz immer noch nicht durch die Schleuse, ebensowenig Kinderanhänger. Jedoch können radfahrende Eltern sich vom Kassenpersonal per Knopfdruck die breite und hohe Tür neben der Schleuse öffnen lassen. Kinder können während des Ein- und Ausparkens im Sitz oder im Anhänger sitzen bleiben.  Wichtig: Ist kein Kassenpersonal anwesend, wird die Tür ferngesteuert von der moBiel-Verkehrszentrale geöffnet. Damit dies geschieht, drückt man an einer der orangen Notrufsäulen den Knopf und spricht seinen Wunsch in das Mikrofon der Säule. Die Säulen finden sich sowohl im Vorraum als auch im Parkraum hinter der Schleuse. moBiel hat in Aussicht gestellt, dass ein noch zu schaffendes Schild hierauf hinweisen wird.

Wir bedanken uns beim Amt für Verkehr der Stadt Bielefeld und dem Landesstudio Bielefeld des WDR für die Unterstützung. 

 

Direkt hinter dem großen Eingangstor befindet sich die breite Tür für Fahrräder mit Anhänger oder mit Kind im Sitz. Foto: Thorsten Böhm

 

Mehr zur Fahrradstation am Bielefelder Hauptbahnhof in den Bielefelder Radnachrichten

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